Achilles – ein Stück mit Fersen
Schauspiel

Letzte Aufführung 22.06.2024

  • Eine Szene aus ‹Die Ilias / Achilles – ein Stück mit Fersen› 
    © Ingo Hoehn
  • Eine Szene aus ‹Die Ilias / Achilles – ein Stück mit Fersen› 
    © Ingo Hoehn
  • Eine Szene aus ‹Die Ilias / Achilles – ein Stück mit Fersen› 
    © Ingo Hoehn
  • Eine Szene aus ‹Die Ilias / Achilles – ein Stück mit Fersen› 
    © Ingo Hoehn
  • Eine Szene aus ‹Die Ilias / Achilles – ein Stück mit Fersen›
    © Ingo Hoehn

  • Uraufführung
  • 1 Stunde 35 Minuten ohne Pause
  • In einer Fantasiesprache, für deutschsprachige Besucher:innen verständlich
  • Ohne Übertitel
  • Interessant für Menschen ab 14+

Von Halbgöttern und Menschen

Troja ist zerstört, Achilles ist gefallen. Zurück bleiben seine Mutter, die Nymphe Thetis, und Odysseus. In Beckett'scher Clownsmanier versuchen sie dem Verlust beizukommen. Sie spielen, trauern, streiten und bereiten ihrem Sohn und Weggefährten den letzten Abschied. Als die Asche endlich den Weg ins Meer findet, tritt Achilles selbst auf – zornig darüber, dass alle ihn verlassen haben. Sein Heldentod brachte ihm zwar Ruhm, doch zum unerträglichen Preis endloser Einsamkeit. Odysseus weiss, dass er es war, der Achilles davon überzeugt hat, in den Krieg zu ziehen.

Regisseur Antú Romero Nunes bedient sich zahlreicher Motive aus Homers ‹Ilias›, wie Achilles' Zorn oder dem schmerzhaften Verlust von geliebten Freunden und Söhnen. Gemeinsam mit Jörg Pohl und Gala Othero Winter erzählt er die Vorgeschichte zu seiner gefeierten ‹Odyssee›. Ein magischer Abend über zwei, die nicht viel mehr verbindet als die gemeinsame Erinnerung an längst vergangene Helden, ihre Taten und die Frage: «Wofür das alles?»

Digitaler Büchertisch

Gemeinsam mit der Dramaturgie kuratiert das Basler Kulturhaus Bider & Tanner seit vielen Jahren den Büchertisch zu unseren Stücken. Die Auswahl an Büchern, CD, DVD, Katalogen oder auch Noten ist jederzeit im Onlineshop zugänglich. Es lohnt sich, regelmässig zu stöbern.

Büchertisch

Mediathek

Pohl und Winter sprechen nun eine Art frei erfundenes Holländisch, was vielleicht daran erinnert, wie heutige Griechen Altgriechisch hören, vielleicht ist es auch nur sehr lustig. Auf jeden Fall schafft die Sprache eine nachdenkliche Distanz, vom Sinn her versteht man jedes Wort, Donnergott Zeus ist hier der ‹Donderbrömler›.
Süddeutsche Zeitung
Besonders toll ist es den beiden Darstellern zuzusehen, mit welcher Lust sie in dieser Kunstsprache all diese Rollen spielen (...).
SRF 2 Kultur
Jetzt ist der Bühnen-Slang ins Niederländische gekippt, mit englischen und deutschen Einsprengseln. Das Erstaunliche dabei: Man versteht fast alles. (...) Die aufgekratzte Crew jongliert während hundert vergnüglicher Minuten frisch und frech mit Themen aus der ‹Ilias›, als wären Monty Python und die Marx Brothers in die Antike eingebrochen – und manchmal scheinen Beckett-Clowns noch eine Prise existenzielle Verzweiflung beizumischen.
NZZ
Aber wer hat nun diesen Achilles ‹gemacht›, (...) wer ist schuld an seinem Tod? Pohl und Winter nutzen diesen ersten Teil mit enormer, ansteckender, körperlicher Spiellust. Sein Unverständnis fliesst unmittelbar in die Körperhaltungen der Figur, während sie lange untergründiger bleibt.
Nachtkritik

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