Stück Labor ist ein Förderprogramm für neue Schweizer Dramatik. Renommierte Schweizer Theater engagieren jede Spielzeit Hausautor*innen, deren Stücke im Folgejahr dort uraufgeführt werden. Neben den Texten entwickeln die Hausautor*innen im engen Austausch mit den Teams neue Formate und werden so zu den schreibenden Spezialist*innen ihrer Theater. Zwischen Schreibtisch und Performance, Experiment und Well-made Play arbeiten sie an der zukünftigen Dramatik. Stück Labor koordiniert dabei die Anliegen der Partner, sorgt für Vernetzung und unterstützt die Schreibenden mit Coaching. Das Theater Basel gründete das Programm 2011. Neben dem letztjährigen Partner, dem Theater St. Gallen, gesellen sich neu das Théâtre du Jura in Delémont und Konzert Theater Bern dazu.

Michelle Steinbeck

Biographie:

Michelle Steinbeck, geboren in Lenzburg, aufgewachsen in Zürich, ist Autorin, arbeitet als leitende Redakteurin der Fabrikzeitung und schreibt als Kolumnistin für die WOZ.

Ihr Debütroman ‹Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch›, erschien im Lenos Verlag, 2016, und war nominiert für den Deutschen sowie den Schweizer Buchpreis. 2018 folgte der Gedichtband ‹Eingesperrte Vögel singen mehr› bei Voland & Quist. Ihre Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt.

Fürs Neue Theater in Dornach schrieb sie u. a. die Trilogie ‹Chroniken von Dornach›, die lokalhistorische Ereignisse neu aufrollt und alternative Geschichte schreibt. 2018, 2019 und 2020 wurden die Stücke unter der Regie von Jonas Darvas uraufgeführt. Mit demselben und Daniel Wernli gründete Steinbeck das interdisziplinäre Kollektiv Drimäie. Drimäie, erfand und erforschte Partizipative Narrationsräume in Basel und im World Wide Web – etwa das Gentrifizierungs-Stadtspiel ‹Bebbi Ärger Dich!›

Zusammen mit Katja Brunner, Anaïs Meier, Gianna Molinari, Sarah Müller, Tabea Steiner und Julia Weber ist sie Mitbegründerin des feministischen Autorinnenkollektiv RAUF. Steinbeck studierte Literarisches Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel und studiert derzeit Soziologie und Philosophie an der Universität Basel.

Koordination

Michael Gmaj

Weitere Infos

Mit freundlicher Unterstützung durch

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