Die Aufdrängung
Schauspiel

Von Ariane Koch

Premiere 27.01.2023

  • Eine Szene aus Die Aufdrängung
    © Ingo Höhn

  • Uraufführung
  • 1 Stunde 55 Minuten ohne Pause
  • Altersempfehlung: 14+
  • With English surtitles (except for the premiere)

Eine Gastbeschimpfung

Eine Frau wohnt in einer Kleinstadt neben einem dreieckigen Berg in einem zu grossen Haus. Als ein Fremder auftaucht, nimmt sie ihn direkt bei sich auf. Er weckt ihre Neugier, doch wer oder was ist dieser Gast? In den Augen seiner Gastgeberin wandelt er sich von Tier, zu Wesen, zu Mensch. Diese Uneindeutigkeit macht ihr Angst, sie überwacht und kontrolliert ihn, beginnt damit absurde Regelwerke aufzusetzen.

Die Basler Autorin Ariane Koch nahm sich dieser Urszene zwischenmenschlicher Begegnung an und erhielt zahlreiche Preise für ihren Debütroman – ein Kritiker verglich sie mit Kafka. Meisterhaft und zeitlos erzählt sie von unserem Verhalten gegenüber Fremden und zeichnet dabei ein wunderbar komisches und zugleich tiefgründiges Bild der Schweiz.

Das Ensemble um Regisseurin Marie Bues schafft daraus eine groteske Reise in abgründige Machtfantasien, in denen die Darstellerinnen immer wieder mit feinem und pointiertem Humor überraschen. Der Gast, seiner Sprache beraubt, spielt nur mit Geräuschen und Musik und bringt damit die geordnete Welt der Frau gehörig durcheinander.

Gemeinsam mit der Dramaturgie kuratiert das Basler Kulturhaus Bider&Tanner seit vielen Jahren den Büchertisch zu unseren Stücken. Jetzt ist diese Auswahl an Büchern, CD, DVD, Katalogen oder auch Noten jederzeit im Onlineshop zugänglich. Es lohnt sich, regelmässig zu stöbern.

 Büchertisch

Kurz vor der Premiere, während der Endproben, laden wir zu einem ersten exklusiven Einblick ein. In einer Einführung lernen Sie das künstlerische Team kennen und erfahren mehr zu Stück, Stoff und Inszenierung. Anschliessend besuchen Sie eine Bühnenprobe.

  • Treffpunkt Foyer
  • 1 Stunde 30 Minuten
  • In der Regel auf Deutsch
  • CHF 10.–
  • Termin: 17. Januar 2023

Mit freundlicher Unterstützung durch den Theaterverein

Mediathek

Geschickt gemacht ist, wie die drei Frauen aufeinander reagieren, mit Kopfschütteln, Nicken, Handbewegungen, und dabei ein angedeuteter Dialog entsteht. Denn manche Texte lassen sich tatsächlich dialogisch andenken. (…) Regisseurin Marie Bues hält sich sehr nah an den Text, der oft im Charakter des Traums geschrieben ist. Die an sich schon kafkaesken Szenen werden bei ihr stark surrealistisch bebildert. So wird aus dem komischen Humor von Ariane Koch eine absurde Groteske, die das Irreale der Handlung noch betont. Der starke Premierenapplaus war allerdings real.

Südkurier