Elizabeth
Waterhouse Dramaturgin

Elizabeth Waterhouse
© Christian Knörr

Elizabeth Waterhouse ist Dramaturgin, Tanzschaffende, Forscherin und Lehrerin für Tanz-/choreographische Praktiken und Tanzwissenschaft. Geboren am Ende der Generation X in New York, arbeitet sie derzeit am Institut für Theaterwissenschaften an der Universität Bern, wo ihre Forschung den Schwerpunkt auf Körper/Verkörperung, choreographische Praxis und Prozess, Tanzdokumentation, Tanzhistoriografie und Ethnografie legt. Als langjährige Mitarbeiterin des Choreographen Fabrice Mazliah und ehemalige Tänzerin des Ballett Frankfurt/The Forsythe Company (2004–2012) freut sie sich, bei der Uraufführung von Mazliah für das Ballett Basel, ‹The Ends of Things: The Things of Ends›, mitzuwirken. Waterhouse promovierte 2020 im Studiengang SINTA (Studies in the Arts) an der Universität Bern mit der Dissertation ‹Processing Choreography: Thinking with William Forsythes Duo› (2022). Derzeit schreibt sie an ihrem zweiten Buch, ‹Body-Biographies: Our Life Stories in Dance› (2024), das ebenfalls von der Schweizerischen Nationalstiftung unterstützt wird. Neben ihrer Lehre und Forschung an der Universität Bern ist sie Gastlehrerin und Mentorin in internationalen Kontexten, darunter die Zürcher Hochschule der Künste, das Bern Ballett und P.A.R.T.S. in Brüssel.
Mit ihrer breiten Ausbildung in den Geistes-, Kunst- und Naturwissenschaften (Bachelor-Abschluss in Physik von der Harvard University) hat sie oft an Projekten teilgenommen, die Bewegungspraktiken und ihre Diskurse aus einer transdisziplinären Perspektive untersuchen, wie zum Beispiel William Forsythes ‹Synchronous Objects for One Flat Thing, reproduced› und Monica Gillettes ‹Störung/Hafra'ah›, eine Forschungsdramaturgie mit Menschen mit Parkinson-Krankheit, Tänzern und Wissenschaftlern. Ihre jüngste künstlerische Arbeit war mit dem kooperativen Musikensemble tō, initiiert von der Komponistin Saskia Bladt und der bildenden Künstlerin Sophie von Arnim, mit denen sie auf die Bühne zurückkehrte, um ‹Dido und Aeneas› (2021) zu tanzen, und für 2024 neue Konzerte plant. Als Dramaturgin und Aussenstehende hat sie bei Tanz- und Musiktheaterproduktionen von William Forsythe, Fabrice Mazliah, MaMaZa, Emma Murray, Jens Heitjohann und Christian Grammel assistiert, unter anderen.

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