• Eröffnung am ab 14. November 2020
  • Eintritt freu
  • Täglich geöffnet von 11:00 bis 18:00 Uhr, ausser montags
    Bei Vorstellungen auf der Kleinen oder Grossen Bühne bis zum Vorstellungsbeginn, bzw. bis zum Ende der Pause

Infos

  • Ausstellung ‹Rough Love›: Montag, 5. April bis Sonntag, 25. April 2021
  • Öffnungszeiten: Do bis So, 15:00 bis 20:00 Uhr
  • Vernissage: Montag, 5. April, 16:00 Uhr
  • Eintritt frei

Sine Sole

Ich möchte nicht früher wach werden als der erwachende Tag.
Clarice Lispector

Schattendörfer – darunter versteht man Ortschaften, die sich in so schmalen Tälern befinden, dass die Sonne es eine Zeitlang im Jahr nicht schafft über die umliegenden Bergkuppen zu steigen. Manche dieser Dörfer haben riesige Spiegel auf die Gipfel aufgestellt, um das Sonnenlicht einzufangen und ins Dorf zu lenken. Jedoch sind diese Spiegel sehr anfällig und müssen regelmäßig gewartet werden. Eine Spiegelwärterin träumt vom Licht und von der Sonne. Davon, dass das Licht und seine Wärme das ganze Jahr in das Tal scheint. Es verbinden sich Lichtreflexionen mit Textreflexionen von Clarice Lispector und Louisa Raspé. Die Installation ‹Sine Sole› ist ein Versuch Licht auszustellen und erfahrbar zu machen.

Alte Billettkasse

Free admission. The ‹Alte Billettkasse› is open daily except Mondays from 11 am to 6 pm; during performances on the Kleine or Grosse Bühne, until the performance begins or until the end of the interval. The projects on show there do not usually have a fixed starting time. Visitors are able to enter and leave the space as they please.

The Project Space

Relocation of the ticket office to the foyer has resulted in the ‹Alte Billettkasse›, a new project space for new formats. Underneath the stairs in front of the foyer we will be showcasing art projects, installations and exhibitions, somewhere between theatre, social action and visual arts. Under the title ‹Nach uns›, the first season tells of a world that no longer revolves solely around humans.

The Current Season

‹Nach uns›. There are hardly any places on this planet that humans have not yet explored. At the same time, the climate crisis clearly demonstrates that the exploitation of our earth has to stop at some stage. Can we imagine a world where mankind is no longer the main character? Five installations and interventions spread throughout the season will explore this question. The programme will be published two months in advance.

The Facilities

The ‹Alte Billettkasse› is located underneath the stairs that lead from Theaterplatz to Elisabethenkirche. As part of the reconstruction work in the summer of 2020, the majority of fixtures and partition walls will removed from the previous ticket office. This will create a roughly 100 m2 open space with a low ceiling and screed floor. The room has three entrances: One from the foyer and one from Theaterplatz, which corresponds to the previous entrance to the ticket office. The third entrance is via the small terrace to the left of the stairs.

 

 

Partner

Mit freundlicher Unterstützung von:

  • Stiftung Edith Maryon
  • GGG Benevol
  • Schöpflin Stiftung und Werkraum Schöpflin
  • Präsidialdepartement des Kantons Basel-Stadt, Kultur
  • Kanton Basel-Landschaft, Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion
  • Christoph Merian Stiftung
  • Max Kohler Stiftung
  • Ernst Göhner Stiftung
  • Sophie und Karl Binding Stiftung

Intergalactica 25 Reisebüro für die Psyche – 1. bis 6. Juni 2021

Es gibt verschiedene Wege, eine Reise in das eigene Innere anzutreten. Eine Möglichkeit ist es, sich über das Reisebüro «Intergalactica 25» als Psychonaut in die Unterwelt des eigenen Seins zu begeben. Über einen Steg werden Sie in einen Raumhafen begleitet – den Startpunkt ihrer Reise. Dort stehen zwei Kapseln zur Verfügung. Eine ist rund, eine hat Ecken und Kanten. Welches Shuttle Sie auch wählen: Das Ziel der Reise ist und bleiben Sie selber und die Sterne. Bei «Intergalactica 25» handelt es sich um eine theatrale Installation ohne Therapieanspruch. Wir bitten Sie, auf dem Einstufungs-Formular allfällige Besonderheiten wie Epilepsie, Hyper-Sensivität, Synästhesie oder space-Angst unbedingt zu vermerken.


Wildwuchs

Seit 2001 präsentiert und produziert das Wildwuchs Festival internationale und lokale Kunst und Kultur in Basel. Projekte zu gesellschaftlichen Fragestellungen stehen im Zentrum. Wildwuchs lenkt den Blick auf Betroffene und gibt ihnen mit künstlerischen Mitteln eine Stimme. Wildwuchs experimentiert mit neuen Tanz-, Performance- und Theaterformen. Wildwuchs schafft Begegnungen zwischen Kunstschaffenden, Zuschauenden, Betroffenen und Angehörigen. Wildwuchs gewährleistet Chancengleichheit für künstlerisches Schaffen. Wildwuchs ermöglicht kulturelle Zugehörigkeit trotz Verschiedenheit.

https://www.wildwuchs.ch/

 


Kurzer Prozess, Clalüna/Köhler

Tumasch Clalüna, geb. 1980, ist freier Regisseur, Musiker und Texter. Er lebt in Basel. Nach dem Lizentiat in Germanistik, osteuropäischer Geschichte und Medienwissenschaft 2005, arbeitete er in verschiedenen Funktionen am Theater Basel, u.a. als Bühnenmusiker, Produktionsleiter, Regieassistent und Regisseur. 2011 gründete er zusammen mit Valentin Köhler die Gruppe ‹Kurzer Prozess›. Mit dieser realisierte er bereits 5 Produktionen, zuletzt die Öko-Farce ‹Augias oder Herakles auf der Kläranlage›. Seit 2015 erforscht er synästhetische Wahrnehmungs-Phänomene und realisierte dazu bisher 3 Installationen: ‹Skrjabina› (2016 Ackermannshof), ‹Inscape Room 1› (2017 Istituto Svizzero di Roma) und ‹Inscape 2› (Wildwuchs Festival 2019). Seit 1998 ist er Mitglied der erfolgreichen Basler a-cappella Band ‹The Glue›. Seit 2015 hat er die Geschäftsleitung des Festivals für Neue Musik Rümlingen inne. Seit 2020 ist er Projektleiter, Texter und Konzepter bei der Kreativagentur ‹eyeloveyou›. 2016/17 war er membro am Istituto Svizzero di Roma.

Valentin Köhler stammt aus Süddeutschland und lebt heute mit seiner Familie in Basel. Er studierte Szenografie und Innenarchitektur in Basel sowie Bühnen- und Kostümbild an der Kunsthochschule Weißensee in Berlin. 2011 gründete er zusammen mit Tumasch Clalüna die Gruppe ‹Kurzer Prozess›. Seit 2012 ist er als freier Bühnen- und Kostümbildner tätig. Eigene Projekte für Oper und Schauspiel entstanden u.a. für die Staatsoper Stuttgart, das Theater Basel, das Theater Neumarkt Zürich, das Staatstheater Braunschweig, die Staatsoper Hannover, das Schauspiel Frankfurt und das Staatstheater Mainz. Er ist Teil des Musiktheaterkollektivs AGORA, welches immersive und digitale Musiktheaterabende selbst produziert. Zusammenarbeiten u.a. mit Peter Kastenmüller, Elisabeth Stöppler, Barbara David Brüesch, Dirk Schmeding und Tom Kühnel. Ab der Spielzeit 2021/22 wird Valentin Köhler Leiter Szenografie am Luzerner Theater.

Even Wild Oats – 2. bis 26. Mai 2021

Eine Geschichte potentiellen Überlebens 

Wie mag es sich wohl für Pflanzen anfühlen, wenn sie die Orte der Menschen neu besiedeln und durch Tasten für sich entdecken? Die Installation ‹Even Wild Oats› widmet sich ähnlichen Fragen wie auch schon das Stück ‹Das Ende der Welt, wie wir es kennen› zu Beginn dieser Spielzeit: Wie fühlen sich unsere Gegenstände und Werkzeuge für die Natur an? Ist es ein angenehmes Gefühl? Ein warmes Gefühl? In der Alten Billettkasse zeigt der Künstler Gil Pellaton eine skulpturale Installation aus drei neu entstandenen Werkgruppen. Dabei experimentiert er mit den Möglichkeiten von sensorischer Wahrnehmung, von Berührung und Kontakt.

Ein Objekt aus der Ausstellung ‹Even Wild Oats›

Viele Pflanzen besitzen die Fähigkeit ihren Stoffwechsel an widrige Umstände anzupassen, sich selbst in einen Stand-by-Modus zu versetzen. Dormanz nennt man ihre Strategie, die Pellaton hier aufgreift und auf kritische Aspekte der heutigen Gesellschaft überträgt. Bestimmte Teile menschlichen Lebens werden in eine Art Ruhezustand versetzt, damit die Aufmerksamkeit der Besucher*innen auf andere Werte und Wahrnehmungsfelder gelenkt werden kann. Pellatons Skulpturen in der Alten Billettkasse dürfen daher auch berührt werden. Sie erzählen eine Geschichte potentiellen Überlebens.


Photogalerie

Eine Photogalerie von der Eröffnung am 2. Mai 2021 finden Sie in unserer Mediathek.


Gil Pellaton

Mit seinen Installationen, die alle Sinne ansprechen, lädt Gil Pellaton die Betrachter*innen dazu ein, sich in der Ausstellung von ihrer eigenen Wahrnehmung leiten und sich auf die vielschichtigen Objekte einzulassen. Den Schlüssel zu den Dingen gilt es forschend zu entdecken.

In seiner Praxis taucht der Künstler in die Phänomene Natur und Gesellschaft ein. Er sammelt wie ein Botaniker, experimentiert wie ein Alchemist und reist wie ein Abenteurer durch die Welt.

http://www.gilpellaton.ch/


Das Institut Kunst HGK FHNW

Am Institut Kunst der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW in Basel werden Praktiken der Kunst in ihrem gesellschaftlichen Kontext erforscht und befragt und sich vorgestellt, wie sie zukünftig beschaffen sein könnten. So werden neue Methoden entwickelt und erprobt. Das Institut Kunst ist ein Ort, an dem die Praxis bestimmt: das Denken, die Prozesse und die Gespräche darüber, was das ‹Machen› für die Kunst bedeutet. Dieser Ansatz prägt den Bachelor und Master-Studiengang, die Studierenden sind frei, ihre Medien und Inhalte selbst zu wählen, um ihre eigene künstlerische Sprache zu entwickeln. Dozierende und internationale Gäste mit vielfältigen Hintergründen unterstützen sie dabei und führen sie an wichtige Fragestellungen der Kunstpraxis heran.

Thematisch stehen Natur und soziale Gerechtigkeit im Zentrum des Curriculums, Themenfelder die auch das öffentliche Programm des Institut Kunst wie die Gesprächsserie ‹Art Taaalkssss›, die digitale Plattform ‹Corona Kino› oder die Podcastserie ‹Promise No Promises!› sowie Symposien prägen. 

dertank.ch 
 
Eine Kollaboration des Institut Kunst HGK FHNW mit dem Theater Basel

Eröffnungsausstellung

Rough Love. Erzählen mit Tauben & Geschätzte Tiere

Eine Wohngemeinschaft von Tauben und Menschen

Fünf Tauben, Seraina Dür und Jonas Gillmann wohnen gemeinsam in der Alten Billettkasse. In ihrem ‹Parlament der Dinge, Tiere, Pflanzen und Algorithmen› üben sie Erzählungen für ein zukünftiges, weniger anthropozentrisches Miteinander. Durch eine Flugklappe bewegen sich die Tauben frei zwischen Innen und Aussen und bringen manchmal Stadtbekanntschaften mit. Regelmässig kommt auch die Zeichnerin Nicole Schuck zu Besuch. Ihr Projekt ‹Geschätzte Tiere› stellt die Tauben ins Zentrum von Schucks Recherche: Vor Ort fertigt sie Skizzen, die – zu Zeichnungen ausgeformt und auf Stoff gedruckt – als Flaggen im Stadtraum flattern.

Tauben und Menschen in einem Raum mit Matten und Möbeln

Kunsträume als Übungsfeld

Seraina Dür und Jonas Gillmann schaffen performative Settings, die von nicht-menschlichen und menschlichen Akteur*innen gestaltet und bespielt werden. Als artenübergreifende Theatercompagnie kreieren sie Räume, in denen unsere Verstrickung mit der beschädigten Umwelt, in der wir leben, sichtbar wird. Nicole Schuck beschäftigt sich zeichnerisch und erzählerisch mit Wildtieren zwischen natürlicher Umgebung und urbanen Lebensräumen, zwischen Kunst und Wissenschaft.

Innovative Antworten auf die Klimakrise

Das KlimaKontor Basel initiiert übergreifende, partizipative Kunstprojekte. Ziel ist ein regionaler, gleichermassen utopischer wie konkreter Diskurs zur Zukunft des Planeten, der von Neugierde, Verantwortungsbewusstsein, Optimismus und Gestaltungsfreude geprägt ist.

Zusammenarbeit mit dem KlimaKontor Basel und dem Neumarkt Zürich, gefördert durch m2act des Migros-Kulturprozent