Medien
Mavi Behramoglu
(Medienverantwortliche)
m.behramoglu@theater-basel.ch
+41 61 295 14 73
Susanne Benedek
(Leiterin Kommunikation)
s.benedek@theater-basel.ch
Media releases
21. September 2023, 20:00 Uhr, Kleine Bühne
‹Little Ice Age› – Von Marthe Meinhold und Marius Schötz
Schauspiel
Eine kleine Gruppe trifft sich im Museum vor der ‹Winterlandschaft› von Hendrick Avercamp aus dem Jahr 1608. Es zeigt eine ganze Gesellschaft, die sich auf dem Eis vergnügt. Auch damals, in der so genannten Kleinen Eiszeit, änderte sich das Klima. Es wurde im Schnitt zwei Grad kälter. Dramatische gesellschaftliche Veränderungen waren die Folge: die moderne Welt entstand.
Das Regieduo Marthe Meinhold und Marius Schötz kehrt nach dem ‹Narrenschiff› ans Theater Basel zurück. Diesmal erzählen sie ein dringliches Thema von heute aus historischer Perspektive mit viel Spiellust und Humor. Marius Schötz hat den Schauspieler:innen erneut eine Reihe Songs auf den Leib geschrieben, die von Jia Lim live am Cembalo begleitet werden.
Photos: Lucia Hunziker
16. September 2023, 18:00 Uhr, Grosse Bühne
‹Die Walküre› – Erster Tag des Bühnenfestspiels ‹Der Ring des Nibelungen› von Richard Wagner
Oper
Die Walküre – zweiter Teil der ‹Ring›-Saga: Die inzestuöse Liebe der Zwillinge Siegmund und Sieglinde wird zur Zerreissprobe für die Götterfamilie. Im Streit mit seiner Gattin Fricka verspricht Wotan, seine Lieblingstochter Brünnhilde mit der Beseitigung Siegmunds zu beauftragen. Doch die Walküre Brünnhilde verweigert die Gefolgschaft, was zum endgültigen Bruch mit dem Vater führt. Wotan bestraft die «Abtrünnige», indem er sie in Schlaf versetzt und einen Feuerkreis um sie legt. Nur furchtlose Held:innen vermögen diesen zu durchschreiten.
Photos: Ingo Höhn
10. September 2023, 18:00 Uhr, Parcours
‹Gold, Glanz und Götter›
Oper
Das Rheingold ist in Richard Wagners ‹Ring des Nibelungen› Motor des Geschehens. Zu Beginn der Tetralogie noch als natürlicher Rohstoff im Rhein ruhend, wird es von Alberich geraubt und zum Herrschaftsinstrument gemacht. Das Regie-Duo Kroesinger/Dura nimmt das Motiv des Goldraubs zum Ausgangspunkt für eine investigative Beschäftigung mit Basels Kolonialgeschichte. Ein musiktheatraler Parcours beleuchtet in mehreren Stationen im Theater Basel die Rolle einflussreicher Basler Familien im Sklavenhandel und die lukrativen Tätigkeiten der Basler Mission an Afrikas Goldküste. Hans-Werner Kroesinger und Regine Dura gehören zu den Pionier:innen des Dokumentartheaters. In ihren Inszenierungen verdichten sich Zeitzeugenberichte und historische Dokumente zu vielschichtigen Erzählungen über unsere Geschichte und Gegenwart.
Photos: Ingo Höhn
9. September 2023, 19:00 Uhr, Grosse Bühne
‹Das Rheingold› – Vorabend zum Bühnenfestspiel ‹Der Ring des Nibelungen› von Richard Wagner
Oper
Als die Riesen den Lohn für das Errichten der Götterburg Walhall einfordern, gerät Chef-Gott Wotan in Bedrängnis. Der listige Loge weiss Rat: Einst kam der Nibelung Alberich in Besitz des Rheingolds, das – zum Ringgeschmiedet – grenzenlose Herrschaft verspricht. Wotan und Loge beschliessen, Alberich das Gold und den Ring zu entreissen, um die Riesen zu bezahlen. Benedikt von Peter nimmt in seiner Neuinszenierung Wotans patriarchale Herrschaft und deren unheilvolle Auswirkungen auf die nachfolgenden Generationen in den Blick. Durch die Augen Brünnhildes er-lebt das Publikum die vierteilige Geschichte als zersplitterte Erinnerungsspur.
Photos: Ingo Höhn
8. September 2023, 19:30 Uhr, Schauspielhaus
‹Antigone› – Von Lucien Haug nach Sophokles
Schauspiel
Antigone widerspricht. Ihr Bruder starb auf dem Schlachtfeld als Verräter. König Kreon verweigert ihm die letzte Ehre. Antigone lehnt sich gegen das geltende Recht, den neuen Herrscher und am Ende gegen alle auf. Antigone und Kreon, das sind Vera Flück und Sven Schelker. Zusammen sind sie gefangen in einer Arena, umringt von zahlreichen Stimmen ihrer Stadt. Sie verhandeln den uralten Konflikt neu, spielen vom Boten bis zum König alle Rollen selbst, um so zum Kern der Tragödie vorzustossen.
Photos: Ingo Höhn
7. September 2023, 20:00 Uhr, Kleine Bühne
‹Ensemble› – Uraufführung
Ballett
Anlässlich der Eröffnung der neuen Spielzeit und des Starts der neuen Leitung des Balletts präsentieren Mitglieder des Ballettensembles eine eigene Arbeit. Sie experimentieren und forschen in vielfältigen Formaten. Das Publikum ist eingeladen, den ganz eigenen Ausdruck des neu formierten Ensembles in facettenreichen Weisen hautnah mitzuerleben. Der Abend bietet einen Querschnitt der Stimmen von heute und morgen – Tanz und Choreographie und darüber hinaus. Miteinander geht es weiter. Ensemble.
Photos: Ingo Höhn
10. Juni 2023, 20:00 Uhr, Kleine Bühne
‹Stürmen› – Nach William Shakespeare
Oper, Theater Public
Die Junge Oper des Theater Basel stürmt die Kleine Bühne mit einer grossen Produktion. In William Shakespeares ‹The Tempest› ist der Sturm ein künstlich herbei-geführtes Unwetter, ein Zauberwerk. Er wird benutzt, um brüderlichen Zwist beizulegen und eine staatspolitisch wichtige Ehe zu stiften.
Mit sturmtiefer Musik von Henry Purcell bis Henry Cowell lassen sich die jungen Menschen von Shakespeares Sturm zu Themen inspirieren, die für sie wichtig sind: Machtmissbrauch, das Gefühl von Fremdbestimmtsein, Wut und Ohnmacht, innerer Sturm und Drang nach Mitbestimmung und natürlich: Liebe.
Photos: Ingo Höhn
2. Juni 2023, 19:00 Uhr, Treffpunkt: Roxy Birsfelden
‹Abteilung Leben› – Von Christoph Marthaler und Ensemble
Schauspiel
Christoph Marthaler lädt das Publikum des Theater Basel über die Kantonsgrenze nach Birsfelden. Die Strecke ist kaum der Rede wert, unter zehn Minuten dauert die Tramreise ab Bankverein. Der Ausflug könnte sich lohnen, denn Marthaler und sein Ensemble empfangen ihre Gäste an einem Ort, an dem das menschliche Dasein in sinnvolle Bahnen gelenkt wird: in der Abteilung Leben in Birsfelden!
Die Erfindung von Theaterereignissen im Öffentlichen Raum war Christoph Marthalers grosse Leidenschaft, als er Ende der 1980er Jahre mit dem Inszenieren begann. In Basel und Zürich bespielte er Plätze, Apotheken, Stadthäuser, Garagen und Bahnhöfe. Auch später führten ihn seine Wege für einzelne Projekte immer wieder zurück zu diesen Wurzeln.
Photos: Ingo Höhn
26. Mai 2023, 19:30 Uhr, Schauspielhaus
‹Explosiv! – Schweizer Premiere ‹FIT› von Alexander Ekman und die Uraufführung ‹Far Side› von Andonis Foniadakis
Ballett
Zwei energetische Bilderstürmer treffen aufeinander und lassen den Tanzboden beben: der Schwede Alexander Ekman, dessen packende Bühnensprache am Theater Basel zuletzt in seinem abendfüllenden Stück ‹Cow‹ zu erleben war und der Grieche Andonis Foniadakis. In Foniadakis' atmosphärisch dichtem Stück ‹Far Side› erkundet das Ensemble zu neukomponierter Musik von Julien Tarride die dunkle Seite des Mondes («far side of the Moon»). Ekman arbeitet in ‹FIT›mit bereits bestehender Musik an konkreten Fragestellungen unserer Zeit: Wer oder was passt («fitting in» im Sinne von «hineinpassen») in einen gesellschaftlichen oder künstlerischen Kontext? Zwischen Abgrenzung und Zugehörigkeit erlebt man ein humorvolles Tanzstück, in dem mit dem Strom aber auch dagegen geschwommen wird. Neben Foniadakis' körperbetont grosser Gestik prägt bei Ekman theatral getanzte Zwischenmenschlichkeit und auch etwas Situationskomik den Abend.
Photos: Gregory Batardon
26. Mai 2023, 19:30 Uhr, Grosse Bühne
‹Vergeigt› – Von Herbert Fritsch
Oper
In ihrer ersten Zusammenarbeit erschaffen Regisseur Herbert Fritsch, Ausnahmegeigerin Patricia Kopachinskaja und der bildende Künstler Jannis Varelas eine musikalische Welt jenseits der Genregrenzen. Mit Feuereifer und Todesernst widmet sich ein spartenübergreifendes Ensemble dem kollektiven Instrumentalspiel. Eine humorvolle Komposition aus Klängen, Gesten und absurden Situationen schraubt sich zur präzise choreographierten Sinnfreiheit empor. Hoch virtuos und hochgradig ungeschickt: hier wird auch das Nicht-Können bis zum Exzess perfektioniert. Die Hingabe wird zum Ort, wo die Musik ihren Ursprung hat.
Photos: Thomas Aurin
29 Premieren und zehn Wiederaufnahmen stehen in der Spielzeit 23/24 auf dem Programm. Darunter Richard Wagners ‹Der Ring des Nibelungen›. In der Ballettsparte weht ein frischer, internationaler Wind, und sowohl Schauspiel als auch Oper bringen grosse Held:innen, Klassiker und Neuinszenierungen auf die Bühne. Der Start ist am 7. September!
Intendant Benedikt von Peter hat heute gemeinsam mit der Schauspielleitung Anja Dirks, Inga Schonlau, Antú Romero Nunes und Jörg Pohl, der Künstlerischen Leiterin und Kuratorin Ballett Adolphe Binder und dem stellvertretenden Künstlerischen Leiter Ballett Tilman O’Donnell sowie Patrick Oes, Co-Leiter Theater Public, das Programm für die Spielzeit 23/24 vorgestellt. Die Medienkonferenz fand im Schauspielhaus statt.
Photos: Ingo Höhn
5. Mai 2023, 19:30 Uhr, Schauspielhaus
‹Die bitteren Tränen der Petra von Kant› – Von Rainer Werner Fassbinder
Schauspiel
Fassbinders meistgespieltes Theaterstück handelt von den verhängnisvollen Seiten des Begehrens. Es geht um die Liebe im Kapitalismus. Die erfolgreiche Modeschöpferin Petra von Kant hat bereits ihren Ehemann und andere Konventionen in Sachen Liebe über Bord geworfen. Aber auch ihre neue Romanze ist alles andere als ein utopischer Sehnsuchtsort. Die Beziehungen zu ihrer Geliebten und zu ihrer Sekretärin offenbaren die wahren Machtverhältnisse. Die private Wohnung wird zum Schauplatz gesellschaftlicher Abrechnung. Ein virtuoses Melodram mit sechs starken Frauenrollen.
Photos: Ingo Höhn
28. April 2023, 20:00 Uhr, Kleine Bühne
‹Die beste aller Zeiten› – Von Michelle Steinbeck
Schauspiel
Die Erde ist kaputt. Der König hat beschlossen, dass kein Nachwuchs mehr geboren werden soll. Wenn schon keine Hoffnung auf eine bessere Zukunft besteht, dann sollen die Menschen ihre restlichen Tage wenigstens ohne Sorgen verbringen. Die Utopie verspricht Freiheit und Gleichheit für alle. Und doch regt sich Widerstand: Einige Unverbesserliche arbeiten noch immer an einer Zukunft. Das Stück basiert auf einer mittelalterlichen neapolitanischen Märchensammlung. Es sind derbe, wilde, brutale Geschichten voller Lebenslust und Sinnenfreude. Michelle Steinbeck, Hausautorin in der Spielzeit 21/22, zerlegt dieses Werk der europäischen Lachkultur und zeichnet eine groteske Vision unserer gegenwärtigen Misere.
Photos: Lucia Hunziker
22. April 2023, 19:30 Uhr, Grosse Bühne
‹Die Schöpfung› – Oratorium von Joseph Haydn
Oper
Joseph Haydns Oratorium erzählt von den grundlegenden Mythen der westlichen Kultur: der biblischen Geschichte der Schöpfung. Die Musik führt uns vom Chaos über die sieben Tage der Schöpfung bis hin zu Adam und Eva im Garten Eden. Regisseur Thomas Verstraeten lässt sich in seinen Arbeiten von lokalen Gemeinschaften und Subkulturen inspirieren. Für ‹Die Schöpfung› arbeitet er mit verschiedenen Schulen in der Region Basel zusammen: die Gymnasien in Muttenz und Oberwil, die mit diesem Projekt ihr 50-jähriges Jubiläum feiern. Gemeinsam mit den Schüler:innen wird die Geschichte, die so alt wie die Zeit ist, interpretiert und konfrontiert mit ihren eigenen Geschichten. Neben den Schulchören singen und spielen auch der Chor des Theater Basel und das La Cetra Barockorchester.
Photos: Judith Schlosser
31. März 2023, 19:30 Uhr, Grosse Bühne – Uraufführung
‹Molière – der eingebildete Tote› – Von Nona Fernández nach Molière
Schauspiel
Im Theater kann man nicht «wirklich» sterben. Aber was, wenn doch? Hier geht es um eine Schauspieltruppe, deren Leiter mitten in einer Aufführung stirbt. Am 17. Februar 1673 spielt Molière die Hauptrolle in ‹Der eingebildete Kranke›. Doch als dieser von seinem vorgetäuschten Tod wieder «aufwachen» soll, regt Molière sich nicht mehr. Was dann passiert, davon erzählt ‹Der eingebildete Tote› mit Slapstick, Gags, Verwechslungen und Täuschungen. Denn Molière sieht gar nicht ein, dass er tot ist. Er fleht seine Kolleg:innen an, weiterzuspielen, aber sie hören und sehen ihn nicht. Es entwickelt sich ein temporeiches Stück, in dem die Lebenden gegen die Toten intrigieren und umgekehrt.
Molière und seine Compagnie haben auf der Bühne, für die Bühne gelebt. Wie zahllose Theatergruppen vor und nach ihnen arbeiteten sie jahrzehntelang zusammen und schufen ein einzigartiges Werk. Doch was bleibt in der flüchtigsten aller Künste, wenn man stirbt? Molières unruhiger Geist kann sich dem Tod nicht übergeben, weil die Bühne ihn nicht lässt. Anlässlich seines 350-jährigen Todestages widmet die Basler Compagnie diesem quicklebendigen Untoten des Theaters eine Komödie in seinem eigenen Stil.
Photos: Lucia Hunziker
18. März 2023, 19:30 Uhr, Grosse Bühne
‹Coppélia› – Ballett in zwei Akten mit Musik von Léo Delibes und Milko Lazar
Ballett
Swanilda und Franz sind verlobt. Doch sie zweifelt an seiner Treue, als er der geheimnisvollen Coppélia nachstellt. Durch einen Zufall entdeckt Swanilda, dass die übermenschlich schöne Coppélia nur eine Puppe ist, und fasst einen Plan, wie sie Franz’ Herz zurückgewinnen kann. Der Ballettklassiker beruht auf E. T. A. Hoffmanns unheimlicher Erzählung ‹Der Sandmann›. Das Schauermotiv der lebendigen Puppe wird hier aber in einer heilen Welt angesiedelt. Edward Clug kombiniert beide Stimmungen in seinem modernen Tanzabend und ergänzt die heitere Originalmusik von Léo Delibes mit Neukompositionen von Milko Lazar. Durch das Luxus-Interieur der erfolgreichen Industrial Designerin Nika Zupanc entsteht auf der Bühne eine verführerisch verspielte Atmosphäre um Coppélia. So nähert sich Clug dem Unheimlichen und Phantastischen über die Magie der Schönheit.
Photos: Gregory Batardon
17. März 2023, 19:30 Uhr, Schauspielhaus
‹Die Perser› – Von Aischylos. Nach einer Übersetzung von Kurt Steinmann
Schauspiel
Aischylos zeigt ein despotisches Regime kurz vor dem Zusammenbruch. Der Chor der jungen Perserinnen beklagt die im Krieg getöteten Kämpfer:innen. Ihre Trauer verwandelt sich in Wut. Sie begehren auf und setzen eine revolutionäre Bewegung in Gang, die das autokratische System ins Wanken bringt.
Wie geht der Westen mit dem Schrecken um, der ihn umgibt? Mit Grenzkontrollen und Abschottung, mit Diplomatie und Waffenlieferungen, mit hohlen Phrasen und belanglosem Geschwätz. Aber auch mit Empathie und Solidarität, mit Hilfe und Schutzangeboten, mit Schuldgefühlen und ausgestreckten Händen.
Photos: Eike Walkenhorst
4.März 2023, 20:00 Uhr, Gare du Nord, Uraufführung
‹Persona – Von Anda Kryeziu nach dem Film von Ingmar Bergman
Oper
Von einem Tag auf den anderen verstummt Elisabeth Vogler. In der Zurückgezogenheit eines Strandhauses kümmert sich Krankenpflegerin Alma um sie und versucht alles, um sie wieder zum Sprechen zu bringen. Ingmar Bergmans Film ist ein rätselhaftes Psychogramm über zwei Frauen, deren obsessive Beziehung die Ränder ihrer Persönlichkeiten zum Bröckeln bringt. In ihrer Adaption erkunden Komponistin Anda Kryeziu und Regisseurin Caterina Cianfarini die Grenzen des Sagbaren und die Beschaffenheit menschlicher Identität. Mittels Live-Elektronik und Klangveränderung untersucht die Komposition Wahrnehmungsprozesse sowie das Verhältnis von Körper, Technik und Stimme. Erstmals spielt eine Musiktheater-Produktion des Theater Basel im Gare du Nord.
In Kooperation mit dem Gare du Nord, Bahnhof für Neue Musik
Photos: Ingo Höhn
11. Februar 2023, 19:30 Uhr, Grosse Bühne
‹Intolleranza 1960› – Szenische Handlung in zwei Teilen von Luigi Nono
Oper
Auf der Suche nach seiner Heimat irrt ein Vertriebener durch die Trümmer des 20. Jahrhunderts. In der Begegnung mit verschiedenen Kollektiven erfährt er von den Ungerechtigkeiten seiner Epoche, von politischem Widerstand und seiner Unterdrückung. Luigi Nonos erstes Bühnenwerk entstand 1961 als bekennende Anklage gegen Ausbeutung und Gewalt. In Benedikt von Peters Inszenierung betritt das Publikum die Bühne und mischt sich unter den Chor. So wird es Teil einer kollektiven Erfahrung. Das unsichtbar im Bühnenraum verteilte Orchester lässt Nonos expressive Partitur zum klangtheatralen Erlebnis werden.
Photos: Ingo Höhn
28. Januar 2023, 20:00 Uhr, Kleine Bühne
‹Imbalanced Parallels› - Uraufführungen von zwei Choreographieteams Ballett
Auf der Kleinen Bühne zeigt das Ballett Theater Basel zwei Uraufführungen mit grossen Themen. Die Geschwister Marne und Imre van Opstal nähern sich in ‹Mommy, Look!› auf einer Showbühne umrundet von spektakulär blinkenden Lichtsäulen, mit fünf Tänzern und einer detailverliebten Bewegungssprache den Themen Reizüberflutung, Aufmerksamkeitssucht, Selbstwertgefühl und Stereotypen aus einer männlichen Perspektive. Die Musik wurde dafür extra vom Musikerinnenduo Hen Yanni und Rotem Frimer komponiert und in engem Zusammenspiel mit der Choreographie aus verschiedenen digitalen und analogen Klangebenen zusammengestellt.
Das Paar Iratxe Ansa und Igor Bacovich kreiert auf einer Bühne voller Sterne und schwarzer Asche ein spannungsgeladenes, pulsierendes Ensemblestück mit dem Titel ‹Supernova›, das die vierzehn Tänzer:innen an ihre körperlichen Grenzen bringt. Geleitet von rohen Kräften und vom bebenden Klang-Sog ‹Shaker Loops› (John Adams), transformieren sich die vierzehn Tänzer:innen darin wie ein ununterbrochen mäandrierender Körperkomplex unter beständiger Anspannung von einem Extremzustand in den nächsten.
Photos: Lucia Hunziker
27. Januar 2023, 19:30 Uhr, Schauspielhaus
‹Die Aufdrängung› - von Ariane Koch
Eine Frau wohnt in einer Kleinstadt neben einem dreieckigen Berg in einem zu grossen Haus. Als ein Fremder auftaucht, nimmt sie ihn direkt bei sich auf. Er weckt ihre Neugier, doch wer oder was ist dieser Gast? In den Augen seiner Gastgeberin wandelt er sich von Tier, zu Wesen, zu Mensch. Diese Uneindeutigkeit macht ihr Angst, sie überwacht und kontrolliert ihn, beginnt damit absurde Regelwerke aufzusetzen.
Die Basler Autorin Ariane Koch nahm sich dieser Urszene zwischenmenschlicher Begegnung an und erhielt zahlreiche Preise für ihren Debütroman – ein Kritiker verglich sie mit Kafka. Meisterhaft und zeitlos erzählt sie von unserem Verhalten gegenüber Fremden und zeichnet dabei ein wunderbar komisches und zugleich tiefgründiges Bild der Schweiz.
Das Ensemble um Regisseurin Marie Bues schafft daraus eine groteske Reise in abgründige Machtfantasien, in denen die Darstellerinnen immer wieder mit feinem und pointiertem Humor überraschen. Der Gast, seiner Sprache beraubt, spielt nur mit Geräuschen und Musik und bringt damit die geordnete Welt der Frau gehörig durcheinander.
Photos: Ingo Höhn
Wir sind dabei! Das Theater Basel ist mit der Schauspielproduktion ‹Ein Sommernachtstraum› von Schauspieldirektor Antú Romero Nunes am diesjährigen Theatertreffen in Berlin vertreten.
Das Berliner Theatertreffen findet in diesem Jahr vom 12. bis 28. Mai 2023 zum 60. Mal statt und präsentiert die zehn bemerkenswerten Inszenierungen aus dem deutschsprachigen Raum. Die Schauspielproduktion ‹Ein Sommernachtstraum› von William Shakespeare – inszeniert von Antú Romero Nunes mit der Basler Compagnie – wurde von einer siebenköpfigen Kritiker:innen-Jury ausgewählt. Die Auswahl erfolgte nach der Sichtung von rund 400 Inszenierungen.
Photos: Ingo Höhn
21. Januar 2023, 19:30 Uhr, Grosse Bühne
‹Rigoletto› – Melodramma von Giuseppe Verdi
Oper
Eifersuchtsdrama in einer Welt der Äusserlichkeiten: Am Hof von Mantua herrscht eine üble Macho-Gesellschaft. Der Herzog vertreibt sich seine Langeweile mit zahllosen Liebesabenteuern und mit Erniedrigung seiner Untergebenen. Rigoletto, der Hofnarr, treibt dazu seine zynischen Spässe. Doch als seine Tochter Gilda ins Visier des Herzogs gerät, bricht Rigolettos Welt zusammen. Regisseur Vincent Huguet und Dirigent Michele Spotti widmen sich nach ‹Don Carlos› einem weiteren Meisterwerk Giuseppe Verdis. Der französische Stardesigner Pierre Yovanovitch gestaltet das Bühnenbild – seine erste Arbeit für eine Oper. Mit ihrem Debüt in der Rolle der Gilda kehrt die Schweizer Sopranistin Regula Mühlemann ans Theater Basel zurück.
Photos: Matthias Baus
17. Dezember 2022, 19:30 Uhr, Schauspielhaus
‹Ein Sommernachtstraum› – Von William Shakespeare
Schauspiel
William Shakespeare, der berühmteste Autor der Theatergeschichte, erfand die Hochzeit des Königspaares von Athen als Anlass für ein sommernächtliches Schauspiel. Geschrieben hat er es im Winter 1595, nach mehrjähriger Pandemie zur Unterhaltung des Theaterpublikums. In den Theatern, die seinerzeit in London aus dem Boden schossen, kamen alle gesellschaftlichen Klassen zusammen, ein Grossteil des Publikums waren Handwerker und junge Gesellen. Shakespeares Klassiker handelt von der Frage, was Illusion ist und was Realität: Welche Gefühle sind echt? Antú Romero Nunes und die Basler Compagnie suchen die Antwort im Spiel, im Als-ob, im Theater im Theater im Theater.
Photos: Ingo Höhn
Bilanz der Spielzeit 21/22
Benedikt von Peter, Intendant, und Alexander Kraus, Direktor Finanzen & Verwaltung, haben heute vor den Medien den Jahresabschluss der Spielzeit 21/22 präsentiert. Das Theater Basel hat in der Spielzeit 21/22 insgesamt 148'155 zahlende Besucher:innen gezählt. Die Jahresrechnung 21/22 schliesst mit einem Ergebnis von +/- 0 ab. Die Auslastung betrug 61.4%.
Die Spielzeit 21/22 war weiterhin von der Pandemie geprägt, auch wenn das Theater nicht wieder schliessen musste. Die Zahl der verkauften Eintritte liegt mit 148'155 bei 15% unter dem 10-jährigen Durchschnitt von jährlich 175’000 Besucher:innen. Bereinigt man diese Zahl um die 38 ausgefallenen Vorstellungen, so reduziert sich der Rückgang auf etwa 10%. Hinzugekommen sind 19’289 Besucher:innen von Gratisformaten – inklusive und vor allem im Foyer Public. Insgesamt hat das Theater Basel in der Spielzeit 21/22 somit 167'444 Menschen (Kaufkarten und freier Eintritt) im Theater begrüssen können.
3. Dezember 2022, 19:30 Uhr, Grosse Bühne
‹Der wunderbare Mandarin / Herzog Blaubarts Burg› - Pantomime und Oper von Béla Bartók
Zwei Stücke über die Abgründe des Begehrens: Regisseur Christof Loy nimmt sich der düsteren Märchenwelt Béla Bartóks an und verbindet zwei symbolistische Schlüsselwerke des Komponisten. Die Pantomime handelt von einem rätselhaften Mandarin, der unsterblich scheint und nur durch die wahre Liebe besiegt werden kann. Im zweiten Teil des Abends kommt Judith dem Geheimnis ihres zukünftigen Mannes, Herzog Blaubart, Schritt für Schritt näher und entdeckt die grausame Wahrheit über seine Vergangenheit.
In Bartóks berühmter und einziger Oper spielen Christof Fischesser und Evelyn Herlitzius das düstere Paar. Ivor Bolton, Chefdirigent des Sinfonieorchester Basel, leitet erstmals eine Opernaufführung am Theater Basel.
Photos: Matthias Baus
1. Dezember 2022, 18:00 Uhr, Schauspielhaus
‹Ciao Ciao› – Uraufführung
Ballett
Humor, Magie und Absurdität machen das künstlerische Schaffen von Martin Zimmermann aus. Kern seiner Arbeit ist der Dialog zwischen menschlichen Körpern und Objekten mit Eigenleben. Für seine Stücke entnimmt er der Realität alltägliche Dinge und setzt sie in surreale Parallelwelten. In dem fantasievollen Familienstück ‹Ciao Ciao› treffen die Zirkusartistin Eline Guélat und der Zirkusartist Aimé Morales auf fünf Tänzer:innen des Basler Ballettensembles und nehmen das Publikum mit in ein bildstarkes, fellineskes Universum.
Photos: Gregory Batardon
23. November 2022, 20:00 Uhr, Kleine Bühne
‹Wilhelm Troll› – Uraufführung
Schauspiel
Aus den Zwischenzonen des Internets tritt der Troll auf die politische Bühne. Etwa als Staatschef aus dem Trash-TV, der mit Krokodilen gegen Flüchtlinge und mit Nuklearwaffen gegen Wirbelstürme kämpft. Er erscheint in Person des rechten Hipsters, der seinen Bart ebenso liebevoll pflegt wie seinen Hass auf Andersdenkende. Der Troll gilt als unangepasst. Er stiftet Chaos, hat es aber niemals so gemeint. Der reinen Wahrheit verpflichtet, zertrümmert er jegliche Objektivität. Gemeinsam mit anderen stahlharten weissen Männern jammert er seinen Privilegien hinterher. Der Troll scheint ewiggestrig – und ist doch topmodern. Der Autor Lasse Koch und Schauspieler und Co-Schauspieldirektor Jörg Pohl widmen sich in diesem Projekt der Figur eines rückwärtsgewandten Revolutionärs, der zum Sturm auf den demokratischen Status quo bläst.
Photos: Ingo Höhn
4. November 2022, 19:30 Uhr, Grosse Bühne
‹Giselle› – Ballett in zwei Akten mit Musik von Adolphe Adam
Ballett
Ein Ballettklassiker in mitreissender Neuinterpretation: Albrecht und Bathilde sind verlobt. Er verliebt sich aber in Giselle, die bei seiner reichen Familie als Putzkraft arbeitet. Ihre unterschiedliche Herkunft und die Erwartungen seiner Familie erschweren ihre Liebe. Als sein Doppelleben auffliegt, stürzt sich Giselle im Wahnsinn in den Tod. Sie wird von den Wilis aufgenommen, den Geistern der Vergangenheit, und verfolgt Albrecht in seinen Träumen. Pontus Lidberg macht aus diesem romantischen Ballett zur Originalmusik von Adolphe Adam einen modernen Tanzabend mit aktueller Thematik.
Photos: Lucia Hunziker
Photo Nr. 1: Ingo Höhn
Nach über 40 Jahren kehrt ‹Der Ring› ans Theater Basel zurück. Heute, Montag, 31.10.2022, haben Intendant Benedikt von Peter und sein Team ihre Pläne für die Umsetzung präsentiert: Der monumentale Opern-Zyklus von Richard Wagner als Gemeinschaftskunstwerk.
Über die nächsten zwei Spielzeiten bildet sich um die Premieren von ‹Das Rheingold›, ‹Die Walküre›, ‹Siegfried› und ‹Götterdämmerung› ein mehrwöchiges Festival mit Uraufführungen, Gesprächsreihen, Late-Night-Formaten und weiteren Veranstaltungen, die eigene Perspektiven auf die vielfältigen Themenkomplexe des ‹Rings› einnehmen. In Abgrenzung zu Wagners Idee des Gesamtkunstwerkes soll ein Gemeinschaftskunstwerk entstehen, das der Vorlage kritisch begegnet. Ein internationales ‹Ring›-Ensemble mit vielen interessanten Rollendebüts und spielfreudigen Sänger:innen kommt exklusiv für dieses Projekt zusammen.
Photo: Ingo Höhn
Hinten v.l.n.r.: Hans-Werner Kroesinger, Ted Gaier, Knut Klassen, Imogen Knight, Matthew Herbert / Vorne v.l.n.r.: Regine Dura, Monika Gintersdorfer, Caterina Cianfarini, Benedikt von Peter, Roman Reeger
29. Oktober 2022, 19:30 Uhr, Grosse Bühne
‹Lady in the Dark› – Musical Play in zwei Akten, Schweizer Erstaufführung
Oper
Psychoanalyse als Broadway-Show-Spektakel: Hin- und hergerissen zwischen ver-schiedenen Titelblättern, Männern und Lebensentwürfen, stolpert die erfolgreiche Mode-Chefredaktorin Liza Elliott ungebremst in ein Burn-out. Sie begibt sich in Psychoanalyse und legt ihre Träume auf den Seziertisch. In Kurt Weills Broadway- Musical von 1941 wird Liza Elliots Traumwelt zum überdrehten Revue-Spektakel mit vollbesetztem Sinfonieorchester. Nach seiner Erfolgsinszenierung ‹Ein Käfig voller Narren (La cage aux folles)› am Theater Basel übernimmt Martin G. Berger die Schweizer Erstaufführung. Die Sängerin und Schauspielerin Delia Mayer spielt die Hauptrolle an der Seite von Stefan Kurt.
Photos: Ingo Höhn
14. Oktober 2022, 19:30 Uhr, Schauspielhaus
‹Das Narrenschiff› – Nach Sebastian Brant
Schauspiel
Für seinen Bestseller recherchiert Sebastianus Brant auf einem seltsamen Schiff. Die dorthin verstossenen Narren sind auf einer Reise ohne Ziel. Über einen Sturm, die ein oder andere Liebschaft, einige Sammlerstücke und viele Lieder erreichen sie am Ende die Selbsterkenntnis. Zumindest rückblickend. Das ‹Narrenschiff›, 1494 in Basel erschienen, war der erste deutschsprachige Bestseller. Die Moralsatire versammelt eine Typologie von über hundert Närrinnen und Narren auf symbolischer Reise in das imaginäre Land Narragonien.
Photos: Lucia Hunziker
2. Oktober 2022, 18:30 Uhr, Grosse Bühne
‹Salome› – Drama von Richard Strauss
Oper
Prinzessin Salome ist besessen von dem mysteriösen Propheten Jochanaan. Seinen Mund zu küssen, ist alles, was sie will. Da sich Jochanaan verweigert, verlangt Salome von ihrem Stiefvater, König Herodes, das Ungeheuerliche: den Kopf des Propheten in einer Silberschüssel. Herbert Fritsch inszeniert die Obsessionen der Figuren als groteske Familienaufstellung zwischen Totentanz und Fiebertraum. Heather Engebretson ist mit ihrer intensiven und viel gelobten Darstellung der Titelpartie erstmals am Theater Basel zu hören und zu sehen.
Photos: Thomas Aurin
16. September 2022, 19:30 Uhr, Schauspielhaus
‹Der Phönix aus der Währung› – Uraufführung
Schauspiel
Draussen tobt eine Katastrophe und drinnen verdienen einige Wenige «le gros d’argent», Unmengen von Geld. Doch die grosse Finanzbubble crasht erneut. Schon wieder hat sich das System nicht bewiesen, und hinterlässt einen traurigen Haufen Financiers. Gesucht werden dringend neue Ideen! Diese Männer – einer anderen Zeit entfallen – sind nicht mehr imstande, solche zu liefern. Stattdessen singen sie und weinen. Wer zahlt, damit es nicht zum Kollaps kommt? Sie hoffen auf die Jugend – hier einen kleinen Jungen. Er fragt nach einem neuen, besseren Geld, das schön und gut ist, und erzählt uns die Legende vom Phönix aus der Währung. Ihn kann man beschwören, wenn man alle Währungen der Welt verbrennt und seinen Wohlstand aufgibt. Der Preis ist hoch, aber die einzige Chance, das Unglück abzuwenden.
Bonn Parks neues Stück erzählt von einer Gesellschaft am Abgrund, die zu neuer Hoffnung findet. Der Komponist Ben Roessler schrieb dazu die Musik. Bekannte Pop-Songs, umgeschrieben für Barockinstrumente und neue Lieder erzählen von einer Welt, in der jede und jeder ein Millionär sein kann. Aber nur, wenn man bereit ist, damit die Welt zu retten.
Photos: Lucia Hunziker
15. September 2022, 19:30 Uhr, Grosse Bühne
‹Der Freischütz› – Romantische Oper von Carl Maria von Weber
Oper
Jägerromantik, Stammtischgespräche und Vereinsgesänge werden zum Ausgangspunkt für Christoph Marthalers ‹Freischütz›. Eine spielerische Neuerfindung des deutschen Singspielklassikers mit einem Ensemble aus Schauspieler:innen und Sänger:innen. Titus Engel dirigiert das Kammerorchester Basel.
Photos: Ingo Höhn
3. September 2022, 20:00 Uhr, Kleine Bühne
‹Wie alles endet› – Uraufführung
Schauspiel
Das Ende ist eine Erfindung. Zeit und Raum sind unendlich. Die Natur ist zyklisch. Doch der Mensch, speziell der westliche Mensch, will ein Happy End. Oder ein tragisches Ende. Hauptsache, einen Abschluss, einen Schlussstrich, einen Endpunkt. Doch welche politische Funktion haben die allgegenwärtigen Geschichten vom Ende der Welt? Warum ist es so schwer, sich eine Geschichte ohne Ende überhaupt vorzustellen?
Die chilenische Regisseurin Manuela Infante ist Spezialistin dafür, komplexe theoretische Fragen sinnlich auf die Bühne zu bringen. Ihr Theater erzählt Geschichten auf ungewohnte Weise, oft mit Loops und Sprachschichten, immer mit feinem Humor.
Photos: Ingo Höhn
10. Juni 2022, 18:00 Uhr, Kleine Bühne
‹Trallalali, trallalala!› – Uraufführung
Nonsense-Oper mit Kinderstimmen
Zusammen mit einer Gruppe Kindern erfindet Sänger, Schauspieler und Multitalent Hubert Wild ein wundervoll verwirrendes Musiktheaterstück für Jung und Alt. Hier wird die menschliche Stimme zum Tummelplatz für den unermesslichen Unsinn. In anarchischen Experimenten suchen sie nach Klängen und Geräuschen, von deren Existenz noch niemand etwas ahnt. In Echtzeit erschafft Komponistin Alexandra Holtsch daraus eine abenteuerliche Klangkomposition.
Photos: Ingo Höhn
4. Juni 2022, 19:00 Uhr, Grosse Bühne
‹Einstein on the Beach›
Oper in vier Akten von Philip Glass und Robert Wilson
In ihrer ersten Operninszenierung schaffen Susanne Kennedy und Markus Selg ein posthumanistisches Gesamtkunstwerk. Dabei sprengen sie Grenzen zwischen Mensch und Maschine, Zukunft und Vergangenheit, Theater, bildender Kunst und virtueller Realität. Die beständig drehende Bühne wird zum Lebensraum einer neuartigen Gemeinschaft. Sie pflegt eine hieroglyphische Bewegungssprache und scheint nach eigenen, rätselhaften Regeln zu leben. Inspiriert von dem unkonventionellen Genie Albert Einstein, schuf Philip Glass ein musikalisches Meisterwerk des 20. Jahrhunderts, das alle Regeln der Oper bricht und keiner linearen Erzählstruktur folgt. Repetitive Muster machen die Zeit sinnlich erfahrbar und versetzen das Publikum in Trance.
Photos: Ingo Höhn
26. Mai 2022, 19:30 Uhr, Schauspielhaus
‹Dämonen› – Uraufführung/Screening
Schauspiel
Eine Gruppe junger Leute zieht in die Nacht. Es sind die Enkel:innen der 68er, die bereits um das Verklingen der 68er-Bewegung wissen. Sie leben in einer multikulturell geprägten, aber nicht in einer gerechten Welt. Sie glauben nicht an den einen Gott. Sie haben vielleicht keinen religiösen Glauben mehr und auch nicht den Glauben, sie könnten die Welt, die machtvollen Konstellationen von Kapital, Medienkonzernen, Nationalstaaten und globalisiertem Markt in irgendeiner Weise beeinflussen. Sie verfügen über das Vokabular zeitgenössischer Diskurse, aber was ist ihre Zukunft, wenn die Lehre aus der Vergangenheit ist, dass man sie nicht mehr neu erfinden kann. Doch an diesem Abend haben sie etwas vor. Nichts ist selbstverständlich in der Stadt, in der eigentlich alle Ecken vertraut sind. Die Wahrnehmung ist geschärft, als wäre es vielleicht der letzte Abend. ‹Dämonen› ist ein rauschartiges Portrait einer Generation.
Photos: Ingo Höhn
21. Mai 2022, 20:00 Uhr, Kleine Bühne
‹MILF› – Uraufführung
Schauspiel
Kat kehrt zurück in ihre Heimat, um ihre grosse Liebe aufzusuchen: Tamara, die zwischen den Ansprüchen des Ehelebens, der Kindererziehung und ihrem eigenen sexuellen Begehren hin- und hergerissen ist. Ihr Ehemann Dominik, gerät in einen Strudel weiblichen Begehrens und wird zum Opfer seiner eigenen Ängste.
Die Autorin Anne Haug und die Regisseurin Sahar Rahimi geben ihrer ersten Zusammenarbeit den Titel ‹MILF›: «Mother I’d Like To Fuck». Dabei geht es ihnen darum die Perspektive umzudrehen: Aus dem Blickwinkel der begehrenden Mutter überschreiben sie den sexistischen Begriff mit grossen Bildern.
Photos: Lucia Hunziker
Spielzeitpräsentation 22/23
28 Premieren und acht Wiederaufnahmen stehen in der Spielzeit 22/23 auf dem Programm. Das Theater Basel heisst hochkarätige Teams und Künstler:innen willkommen, arbeitet mit aussergewöhnlich vielen regionalen Kooperationspartner:innen zusammen und wird mehr denn je ein Begegnungsort für alle.
Intendant Benedikt von Peter hat heute gemeinsam mit der Schauspielleitung Anja Dirks, Inga Schonlau, Antú Romero Nunes und Jörg Pohl, Ballettdirektor Richard Wherlock, Operndramaturg Roman Reeger sowie Anja Adam und Patrick Oes, Co-Leitung Theater Public, das Programm für die Spielzeit 22/23 vorgestellt. Die Medienkonferenz fand im Schauspielhaus statt.
8. Mai 2022, 18:30 Uhr, Schauspielhaus
‹Der Barbier von Sevilla›
Oper von Gioachino Rossini
Figaro ist nicht nur der beste Barbier der Stadt, sondern auch Spielmacher, Intrigenspinner und Tausendsassa. Mit kalkuliertem Chaos und vielerlei Maskerade schafft er es, Rosina aus den Händen ihres Vormunds Bartolo zu befreien und sie mit dem schönen Grafen Almaviva zusammenzubringen. In der Inszenierung von Regisseur und Figurenspieler Nikolaus Habjan treten kunstvolle Klappmaulpuppen ins Rampenlicht. Die Figuren entwickeln eine tiefe menschliche Psyche und werden zu ebenbürtigen Spielpartner* innen der Sänger:innen. Die Produktion feiert das 15-jährige Bestehen des Opernstudios OperAvenir.
Photo: Ingo Höhn
6. Mai 2022, 19:30 Uhr, Grosse Bühne
‹Heidi› – Nach dem Roman von Johanna Spyri – Uraufführung
Ballett
Johanna Spyris Roman handelt nicht nur von der Sehnsucht nach den Schweizer Bergen, sondern beschreibt auch Armut und soziale Spannungen. Es ist das erste Mal, dass der Schweizer Klassiker als Handlungsballett aufgeführt wird. Mit dem gesamten Ballett-Ensemble kreiert Richard Wherlock ein modernes Tanzstück über ein starkes Mädchen und ihre Liebe zu Mensch, Tier und Natur. Wherlock widmet sich dabei auch den Themen Identität, Zugehörigkeit und der Bedeutung von Heimat.
Photos: Ingo Höhn
9. April 2022, 19:30 Uhr, Schauspielhaus
‹König Teiresias› – frei nach ‹König Ödipus› von Sophokles
Schauspiel
Wer Schlangen beim Sex erschlägt, wird vom Mann zur Frau – und umgekehrt. So erzählt es der Mythos. Der Seher Teiresias kennt deshalb beide Geschlechter, sein Erfahrungshorizont ist übermenschlich. Durch ihn versteht Ödipus, dass er der Mörder seines Vaters ist und der Geliebte seiner Mutter. In Sophokles’ ‹König Ödipus› hat er eine Nebenrolle. Regisseurin Leonie Böhm stellt Teiresias ins Rampenlicht – die Figur des Wissenden, der lieber nicht wüsste. Wäre er der bessere König? Bekannt für ihre pointierten Klassiker-Bearbeitungen, wurde Böhm 2020 mit ‹Medea*› zum Theatertreffen eingeladen.
Photos: Maurice Korbel
8. April 2022, 19:30 Uhr, Grosse Bühne
‹Der letzte Pfiff – ein Drehschwindel› – Uraufführung
Schauspiel
Christoph Marthaler kehrt mit dieser Arbeit an das Theater Basel zurück. Erstmals widmet er sich dem populären Genre des Krimis. Literarisch unterschätzt bietet der Kriminalfall doch alles, was das Schicksal an folgenschweren Fragen stellt: nach Gut und Böse, Schuld und Unschuld, Sinn und Sinnlosigkeit. Und so ermittelt jede:r, der/die zu-schaut, auch ein bisschen für sich mit, wenn die Tat wieder zu unzähligen Spekulationen, Perspektiven und Verdächtigungen einlädt. Nicht selten verstricken sich ansonsten standhafte Aufklärer:innen vor aller Augen selbst in den Grauzonen des menschlichen Verbrechens. Und genau dieses Wissen um die Fragilität unserer sonst gefestigten Realität liegt Marthalers Kunst zugrunde.
Die Arbeit ‹Der letzte Pfiff› widmet Christoph Marthaler Werner Düggelin, dem 2020 verstorbenen, prägenden Intendanten des Theater Basel.
Photos: Ingo Höhn
31. März 2022, 20:00 Uhr, Kleine Bühne
‹Was geschah mit Daisy Duck› – Uraufführung
Schauspiel
Der kleine Junge Horatio will ans Meer. Zuerst weil seine Oma es noch nie gesehen hat, dann weil ihm der Comicheld El Norro erzählt, dort seien alle gleich – alle gleich schwer. So wird die Gleichheit aller zur grössten Sehnsucht des kleinen Jungen. Doch schon Dagobert zeigte uns, dass das nicht stimmt und die weissen Erpel in ferne Länder reisen, um den Eingeborenen ihre Schätze abzunehmen und darin zu baden. So wird eine Irrfahrt ans Meer – erfunden und geschrieben vom Ensemble – zur slapstickhaften Reise durch zahlreiche Genres und Comics und zur berührenden Suche nach der ultimativen Sehnsucht. Sollen wir alles dafür aufgeben, wenn das eigentliche Glück gerade um die Ecke lauert? Oder ist es etwa Daisy, die kurz davor ist, unsere Träume zerschmettern.
Photos: Maurice Korbel
25. März 2022, 19:00 Uhr, Grosse Bühne
‹Matthäus-Passion› – Oratorium von Johann Sebastian Bach
Oper
Johann Sebastian Bach schuf mit der ‹Matthäus-Passion› ein musikalisches Ritual für die gläubige Gemeinde seiner Zeit. Die Berichte von Leiden, Sterben und Auferstehung gehören zu den Fundamenten der europäischen Kultur. Doch was bedeutet die Passion für eine diverse Gesellschaft, in der die christliche Religion zunehmend an Relevanz verliert? Im Zentrum von Benedikt von Peters Inszenierung steht eine Gruppe von Kindern, die die Passion nachspielen. Orchester, Sänger:innen, Chöre und Publikum kommen als grosse Gemeinschaft zusammen. Singvereine aus Basel und Umgebung sind zu Gast und unterstützen den Chor des Theaters, und auch das Publikum ist zum Singen eingeladen.
Photos: Ingo Höhn
20. März 2022, 18:30 Uhr, Schauspielhaus
‹Sharon Eyal/Marcos Morau›
Ballett
Choreographien: ‹Salt Womb› von Sharon Eyal, ‹Forest Fires› von Marcos Morau
‹Salt Womb› von Sharon Eyal
In ‹Salt Womb› bewegt sich die Compagnie als Ganzes wie eine Maschine, pulsierend und intensiv zu stampfenden Trommeln und Technobeats. Das erfolgreiche Stück ist ursprünglich für 11 Tänzer:innen konzipiert, wird aber am Theater Basel zum ersten Mal von 21 Tänzer:innen performt. Mit ihren eindringlichen und energiegeladenen Stücken zählt Sharon Eyal zu den führenden Choreograph:innen der zeitgenössischen Tanzszene.
‹Forest Fires› von Marcos Morau
Marcos Morau lotet in seiner Neukreation ‹Forest Fires› die Höhen und Tiefen des menschlichen Seelenlebens aus. Ausgehend von poetischer Musik – unter anderem von Nick Cave – durchleben die Körper Einsamkeit, Zärtlichkeit, Erinnerungen, verlorene Idylle aus der Kindheit und einen tiefgehenden Schmerz. ‹Forest Fires› ist Moraus erste Arbeit am Theater Basel.
Photos: Ingo Höhn
26. Februar 2022, 20:00 Uhr, Kleine Bühne
‹off/limits› – Uraufführung
Ballett
Ballett meets Streetdance: Muhammed Kaltuk und Edouard Hue – die beiden Choreographen dieses Abends begannen ihre Tänzerkarrieren im Hip-Hop. Von dort eroberten sie den zeitgenössischen Tanz. Nun treffen sie auf das Ensemble des Ballett Theater Basel.
Photos: Lucia Hunziker
13. Februar 2022, 18:00 Uhr, Grosse Bühne
‹Don Carlos› – Oper in fünf Akten von Giuseppe Verdi, Libretto von Joseph Méry, Camille du Locle, nach Friedrich Schiller
Spanien, Mitte des 16. Jahrhunderts. Ein Überwachungsstaat herrscht mit den Grausamkeiten der Inquisition. Das Königshaus wird zum Schauplatz politischer Intrigen und privater Verwicklungen um den Thronfolger Carlos. Dieser erhebt Anspruch auf seine Stiefmutter Königin Elisabeth und gerät so in Konflikt mit seinem Vater, König Philipp II.
Giuseppe Verdis Oper nach Schillers gleichnamiger Vorlage ist packendes politisches Drama und präzises Familienporträt. Regisseur Vincent Huguet inszeniert dieses Werk zusammen mit der Bühnenbild-Legende Richard Peduzzi und einem hochkarätigen Sänger:innen-Ensemble. Die musikalische Leitung hat der junge Dirigent Michele Spotti. Mit gerade einmal 28 Jahren gehört der aus Mailand stammende Spotti zu den gefragten Dirigenten seiner Generation.
Photos: Matthias Baus
Die Dramaturgin und Kuratorin Adolphe Binder übernimmt ab 2023 für zwei Spielzeiten die Künstlerische Leitung des Balletts am Theater Basel.
Mit Adolphe Binder kommt eine international renommierte Persönlichkeit des zeitgenössischen Tanzes in die Schweiz. Als Intendantin, Kuratorin und Programmdirektorin war Binder zuletzt für das Tanztheater Wuppertal Pina Bausch und die Tanzsparte der Göteborger Oper verantwortlich. Binders kuratorischer Ansatz fokussiert sich auf die Konzeption und Entwicklung hybrider künstlerischer Tanzprojekte. Sie verbindet in ihrer Arbeit zeitgenössischen Tanz mit anderen Theater- und Kunstformen.
In den zwei Jahren am Theater Basel ist es ihr Ziel, eine möglichst grosse Bandbreite an verschiedenen Handschriften zu präsentieren und so den Horizont dafür zu öffnen, was im Tanz alles möglich ist. Bei dieser Aufgabe unterstützt sie der deutsch-amerikanische Tanzkünstler Tilman O’Donnell als Stellvertreter und Company Manager.
Photos: Christian Knörr
29. Januar 2022, 20:00 Uhr, Kleine Bühne
‹Penthesilea›
Schauspiel – Trauerspiel von Heinrich von Kleist
Schicksal und Leidenschaft treiben die Amazonenkönigin Penthesilea und den griechischen Heerführer Achill zueinander. Doch das Gesetz schreibt vor: nur eine siegreiche Amazone hat auch ein Recht auf erotische Eroberung. Liebes- und Blutrausch sind bald nicht mehr voneinander zu trennen. Eva Trobisch inszeniert den grandios komponierten Kampf zweier Liebender gegen sich selbst und gegeneinander. Als Stellvertreter:in eines überkommenen Systems brechen sie mit der gesellschaftlichen Ordnung, die keinen Raum für alternative Lebensformen lässt. Nach Trobischs preisgekrönten Film ‹Alles ist gut› mit Ensemblemitglied Aenne Schwarz in der Hauptrolle ist ‹Penthesilea› nun ihre erste Theaterinszenierung.
Photos: Lucia Hunziker
28. Januar 2022, 19:30 Uhr, Schauspielhaus
‹Der Spieler›
Schauspiel – Nach Fjodor M. Dostojewskij
In Roulettenburg regieren Geld, Spielsucht und obsessive Liebe. Dabei die ewige Illusion: «Morgen, schon morgen ist alles vorbei.» Die reiche Erbtante soll es richten. Doch während alle auf die erlösende Nachricht ihres Todes warten, taucht sie quick-lebendig auf und verspielt selbst den letzten Rubel. Regisseurin Pınar Karabulut inszeniert mit ‹Der Spieler› einen ekstatischen Trip. Die handelnden Personen sind unentwegt miteinander im Spiel. Sie produzieren sich und ihre Gefühle, um ihre Sucht zu befriedigen. Wenn der Erregungsgrad nicht hoch genug ist, stimmt der Einsatz nicht. Am Roulettetisch und in intimen Begegnungen entsteht der Nervenkitzel. Hauptsache, es wird etwas gespürt. Der Rausch ist Kraftstoff für den Motor, der am Leben hält.
Photos: Ingo Höhn
Nach 22 Jahren als Direktor und Chefchoreograph des Balletts am Theater Basel wird Richard Wherlock ab Juni 2023 neue Wege gehen.
Als Ballettdirektor und Hauschoreograph hat Richard Wherlock seit 2001 am Theater Basel rund 40 Stücke choreographiert und über 80 Tanzabende mit Gastchoreograph:innen aus aller Welt auf die Bühne gebracht. Die Basler Ballettcompagnie hat unter Richard Wherlocks Leitung mit über 30 renommierten Choreograph:innen zusammengearbeitet und ist ausserordentlich in ihrer Diversität und stilistischen Vielfalt. Nun hat sich der gebürtige Brite dazu entschieden, seine Zeit als Künstlerischer Leiter des Balletts nach der Spielzeit 22/23 zu beenden und sich nach 22 Jahren am Theater Basel neuen Projekten zu widmen.
22. Januar 2022, 19:30 Uhr, Grosse Bühne
‹Eine Winterreise› – Nach Liedern von Franz Schubert
Oper
Zusammen mit der grossen Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter entwickelt Christof Loy einen intimen Musiktheaterabend. Inspiriert von den Liedern Franz Schuberts, die sich zwischen Lebensjubel und Todessehnsucht bewegen, erzählen die beiden von den Extremen des menschlichen Fühlens. Das einzigartige Team wird durch Kristian Bezuidenhout ergänzt, der für sein virtuoses Spiel auf dem Hammerklavier international bekannt ist.
Photos: Monika Rittershaus
9. Dezember 2021, 19:30 Uhr, Schauspielhaus
‹Ulysses›
Schauspiel – Nach James Joyce
Dublin, 16. Juni 1904: James Joyce schildert einen ganz gewöhnlichen Tag im Leben des Anzeigenverkäufers Leopold Bloom. Er und Stephen Dedalus, der schon aus Joyces früherem Roman ‹Ein Porträt des Künstlers als junger Mann› bekannt ist, sowie eine ganze Reihe weiterer Figuren werden im Verlauf dieses Tages von acht Uhr morgens bis tief in die Nacht in ihren Bewegungen durch die Stadt Dublin, in Ge-sprächen, bei der Arbeit, vor allem aber in ihren Gedanken und Erinnerungen verfolgt.
Photos: Maurice Korbel
4. Dezember 2021, 19:00 Uhr, Kleine Bühne
‹Verlorene Illusionen›
Schauspiel
Die Unzufriedenen, die Träumer, die geborenen Loser. Ihre hochfliegenden Illusionen und Hoffnungen zerschellen an der Realität. Trotzdem lassen sie sich nicht kleinkriegen. Um den gesellschaftlichen Aufstieg zu schaffen, verraten sie ihre Herkunft. Denn auch sie lockt, wie alle anderen, der Gewinn von Macht, Ruhm und Geld. Zwischen ständigem Jammern und übersteigertem Geltungsdrang hin- und hergerissen, kämpfen die Abgehängten um ihr Überleben. Der Regisseur Martin Laberenz inszeniert den berühmtesten Roman aus dem Werkzyklus ‹Die Menschliche Komödie› von Honoré de Balzac als pseudo-fiktionale Satire auf die Vergnügungsindustrie.
Photos: Ingo Höhn
27. November 2021, 19:30 Uhr, Grosse Bühne
‹Die Nase›
Oper in drei Akten von Dmitri Schostakowitsch nach Nikolai Gogol
Eine rastlose Gesellschaftssatire über ein verlorenes Körperteil: Als Platon Kusmitsch Kowaljow eines Morgens erwacht, bemerkt er, dass er keine Nase mehr hat. Sie scheint durch die Gegend zu spazieren, was bald die gesamte Stadt in Aufruhr versetzt.
‹Die Nase› ist eine bissige Satire über die Hysterisierung einer Gesellschaft. Die Musik des 22-jährigen Dmitri Schostakowitsch ist überbordend, ideenreich und voll von groteskem Humor. Regisseur Herbert Fritsch widmet sich, nach seiner Inszenierung von Richard Strauss’ ‹Intermezzo›, abermals einer Oper der experimentierfreudigen 1920er/1930er Jahre. Musikalische Leitung: Clemens Heil
Photos: Thomas Aurin
14. November 2021, 18:30 Uhr, Grosse Bühne
‹La traviata›
Melodramma in drei Akten von Giuseppe Verdi, nach ‹Die Kameliendame› von Alexandre Dumas
Die amerikanische Starsopranistin Nicole Chevalier steht als Violetta mutterseelenallein auf der Bühne – eine Frau, die von der Welt im Stich gelassen wurde. Geisterhaft erklingen Stimmen des Ensembles aus dem dunklen Zuschauerraum. Benedikt von Peter hat eine radikal verdichtete Einsamkeitsstudie inszeniert, ebenso heutig wie zeitlos. In der Titelrolle von Verdis Melodramma begeistert die amerikanische Starsopranistin mit ihrer bewegenden Solo-Performance seit Jahren das Publikum.
Photos: Ingo Hoehn
7. November 2021, 18:30 Uhr, Schauspielhaus
‹Il ritorno d’Ulisse in patria›
Oper in einem Prolog und drei Akten von Claudio Monteverdi
Unter der Leitung von Johannes Keller interpretieren I musici de La Cetra eines der ersten Werke der Operngeschichte. Es erzählt von dem Helden Odysseus, der nach dem Trojanischen Krieg und jahrelanger Irrfahrt in seine Heimat zurückkehrt und in Gestalt eines Bettlers sein Zuhause zurückerobert. Odysseus bleibt eine Phantasie: an seine Stelle treten Basler Männer mit Migrationsgeschichte(n) und verbinden Monteverdis Oper mit der Gegenwart.
Photos: Judith Schlosser
6. November 2021, 19:30 Uhr, Grosse Bühne
‹La fille mal gardée›
Ballett zur Musik von Louis Ferdinand Hérold, bearbeitet von John Lanchbery
‹La fille mal gardée› zählt zu den ältesten der heute noch getanzten Balletterzählungen aus dem späten 18. Jahrhundert. Der Choreograph Jeroen Verbruggen macht aus diesem etwas altertümlichen Ballettklassiker einen queeren und skurrilen Tanzabend.
Photos: Ingo Hoehn
22. Oktober 2021, 19:30 Uhr, Grosse Bühne – Uraufführung
‹Die Mühle von Saint Pain›
Schauspiel, Oper
Zum ersten Mal widmen sich Antú Romero Nunes und sein Team dem Genre der Schauspieloper: Gemeinsam mit den Basler Autor:innen Anne und Lucien Haug, der Komponistin Anna Bauer und einer Bühne von Matthias Koch, in der eine Tinguely-Maschine integriert ist, erzählen sie die Legende um Krabat als Familiengeschichte neu und nutzen dafür alle Künste, die dem Theater Basel zur Verfügung stehen: Schauspiel, die Basel Sinfonietta und eine Opernsängerin erwecken die Mühle zu neuem Leben und dichten gemeinsam ein musikalisches Märchen um eine zerrissene Familie.
Photos: Maurice Korbel
17. Oktober 2021, 18:00 Uhr, Kleine Bühne
‹Die Rote Zora und ihre Bande› – Nach Kurt Held
Junges Haus
Ein Klassiker über Gerechtigkeit, gespielt von einem jungen diversen Ensemble: In einer kleinen Küstenstadt ist die legendäre Rote Zora mit ihrer Bande unterwegs. Ohne Eltern, ohne Geld und nur auf sich gestellt, erleben die Bandenmitglieder Abenteuer und echte Kämpfe ums Überleben.
Photos: Maurice Korbel
16. Oktober 2021, 19:30 Uhr, Schauspielhaus – Deutschsprachige Erstaufführung
‹Un sentiment de vie› - Von Claudine Galea
Schauspiel
Was ihr Lebensgefühl ausmacht, wird der Tochter bewusst, als ihr Vater stirbt. Sie hört seine Lieblingssongs und denkt über seine Herkunft nach. Ihr eigenes Leben scheint wie ein verwobenes Netz aus Erfahrungen, Erinnerungen und Zuschreibungen. Erst das Erzählen und Schreiben öffnet ihr den Blick für einen eigenen Weg. Dieses autofiktionale Zwiegespräch hat die Pariser Autorin Claudine Galea geschrieben. Am Theater Basel inszeniert Emilie Charriot ‹Un sentiment de vie› in deutscher Sprache und als Solo mit Anne Haug, Schauspielerin, Autorin und Mitglied der Basler Compagnie. Die französische Regisseurin ist bekannt für ihre genauen und reduzierten Arbeiten mit grosser emotionaler Tiefe.
Photos: Ingo Hoehn
18.09. 2021, 19.30 Uhr, Grosse Bühne – Uraufführung
‹4 ½ Jahreszeiten›
Oper
Bei diesem Musiktheaterabend spielt ein Orchester die Hauptrolle. Statt im Graben zu musizieren, stehen die Musiker:innen des Kammerorchester Basel auf der Bühne.
Ein Sinfonieorchester probt Haydns ‹Die Jahreszeiten›. Das Konzert soll in wenigen Stunden beginnen, der Dirigent ist aber noch nicht zufrieden. Der Frühling ist zu kalt, der Sommer dauert zu lange, die Flöten hätten lieber Vivaldi und es wurde die falsche Dekoration geliefert. Das führt zu Streit, es muss improvisiert werden. Aus musikalischen Überlagerungen und allerlei Störgeräuschen entsteht eine heitere bis verzweifelte Neuerfindung der gegenwärtigen Welt- und Wetterlage.
Der Schweizer Regisseur Thom Luz kehrt zurück ans Theater Basel. Zusammen mit Musiker:innen des Kammerorchester Basel und einem Ensemble aus Tänzern und Schauspielern entwickelt er eine Raumkomposition über die sich verändernde Wirklichkeit in Zeiten, in denen es aus allen Richtungen wetterleuchtet.
Photos: Judith Schlosser
17.09. 2021, 19.30 Uhr, Schauspielhaus
‹Die Physiker› – Eine Komödie in zwei Akten von Friedrich Dürrenmatt
Schauspiel
Schon die zweite Krankenschwester einer Nervenheilanstalt wurde ermordet. Der Täter, einer von drei Physikern, behauptet Einstein zu sein. Ein weiterer hält sich für Newton. Dem Dritten, Möbius, erscheint der König Salomo. Schnell wird klar, dass sie sich alle etwas vorspielen.
«Was alle angeht, können nur alle lösen», schrieb Dürrenmatt. Die Basler Compagnie schreibt sich dieses Credo auf die Fahne, verzichtet auf eine Regisseurin oder einen Regisseur und rekonstruiert die Uraufführung von 1962 – die Kulisse in schwarz-weiss gehalten, wie auf den Bildern von damals, mitsamt rotem Vorhang und verstaubtem Frauenbild.
Photos: Ingo Hoehn
16. September 2021, 20:00 Uhr, Kleine Bühne – Uraufführung
‹Empty Thrones›
Kammerballett nach Motiven von William Shakespeare
Ein leerer Thron, eine Handvoll Tänzerinnen und Tänzer, und die Frage: Wie ist es möglich, dass ein ganzes Land einem unberechenbaren Tyrannen in die Hände fällt? Diese Frage inspiriert Richard Wherlock dazu, zum Ende seiner Jubiläumsspielzeit ein Stück über ‹Empty Thrones› – leere Throne – zu choreographieren.
Die Musik zu diesem Kammerballett wird vom Tänzer Max Zachrisson komponiert und arrangiert. Bereits zum zweiten Mal arbeitet Wherlock mit Zachrisson auch musikalisch zusammen, zuletzt bei ‹Don’t Tell the Kids›, das im September 2018 auf der Kleinen Bühne Premiere hatte.
Photos: Lucia Hunziker
Das Theater Basel ist zurück aus der Sommerpause und hat sich etwas Besonderes für den Start nach der pandemiegebeutelten letzten Saison einfallen lassen.
Neun Stücke, die in der letzten Spielzeit kaum gezeigt werden konnten, kommen vom 20. August bis 3. Oktober 2021 noch einmal auf die Bühne: 46 Vorstellungen verkürzen in den ‹Extra Wochen› das Warten auf die Spielzeit 21/22.
Bereits seit einer Woche ist neben dem Haupteingang des Theater Basel die ‹Extrabar by Nomad› in Betrieb – Barchef Alexej Dick und sein Team bieten hier bis zum 3. Oktober 2021 täglich eine Auswahl an Weinen, alkoholfreien Mocktails, Bier, Drinks und Kaffee. Seine Empfehlung: Der eigens für das Theater Basel kreierte Cocktail ‹Theater Cherry›!
Photos: Ingo Hoehn
5. Juni 2021, 19.30 Uhr, Grosse Bühne
‹Cosmic Drama›
Schauspiel
Irgendwo im Universum leben fünf Weltraumbewohner:innen isoliert in einem ausgehöhlten Asteroiden. Natur, Kunst, Wissenschaft, menschliche Zivilisation – was bedeutet das für sie fernab vom Hier und Heute? Und was finden sie auf anderen Planeten vor? In phantastischen Welten gerät die kleine Gemeinschaft in verworrene, oft komische Situationen. Philippe Quesne ist bekannt für seine zarten, mit Humor und Staunen durchzogenen Fabeln. Der französische bildende Künstler und Theatermacher inszeniert ein Science-Fiction-Stück zwischen Träumerei und Utopie. Mit lakonischem Humor betrachtet er liebevoll die Zerbrechlichkeit der Menschheit und ihr zwiespältiges Verhältnis zur Natur.
Photos: Martin Argyroglo
3. Juni 2021, 19.30 Uhr, Privatwohnung
‹Gianni Schicchi›
Oper in einem Akt von Giacomo Puccini, Libretto von Giovacchino Forzano
In wechselnden Privatwohnungen spielen die Nachwuchssänger:innen des Opernstudios und Ensemblemitglied Andrew Murphy Giacomo Puccinis bitterböse Komödie über einen habgierigen Familienclan. Ob als Gastgeber:in oder Besucher:in – alle Anwesenden gehören zu den Auserwählten und werden Kompliz:in bei einem spektakulären Trickbetrug.
Die Spielzeit 20/21 neigt sich dem Ende zu und am Theater Basel ist noch einmal einiges los: 100 Plätze gibt es ab sofort. 54 Vorstellungen erwarten Sie im Juni, die letzte Premiere der Saison und das ‹Foyer Public›, das allen offensteht.
Spielzeitpräsentation 21/22
Extra Wochen, Nachbarschaft und ein hochkarätiger Spielplan – nach einem krisengeschüttelten Corona-Jahr plant das Theater Basel eine kraftvolle Spielzeit 21/22!
Intendant Benedikt von Peter hat gemeinsam mit der Viererspitze im Schauspiel Anja Dirks, Inga Schonlau, Antú Romero Nunes und Jörg Pohl sowie Ballettchef Richard Wherlock das Programm für die Spielzeit 21/22 vorgestellt. Die Medienkonferenz vom 25. Mai 2021 fand im Schauspielhaus Basel statt – live und gestreamt.
Die erste gemeinsame Spielzeit des neuen Teams am Theater Basel war geprägt durch Absagen, Verschiebungen und Planungsunsicherheit. Es wurde, wenn auch reduziert, weiter produziert: erste künstlerische Highlights entstanden, sodass das Theater hochmotiviert in die neue Spielzeit geht.
12. Mai 2021, 19:30 Uhr, Grosse Bühne
‹Gloria›
Ballett mit Musik von Giovanni Battista Pergolesi und Antonio Vivaldi
‹Gloria› konnte im Mai 2020 nicht zur Premiere gebracht werden. Thematisch passt es heute mehr denn je: Dieser Ballettabend ist inspiriert von der Idee, die Krise zu nutzen und aus allen Einschränkungen, die die Corona-Pandemie mit sich brachte, das Beste zu machen.
Photos: Lucia Hunziker
Der Verwaltungsrat der Theatergenossenschaft Basel gibt heute bekannt, dass er zum 1. Juni 2021 die Leitungs- und Organisationsstruktur des Theater Basel an die Anforderungen eines modernen Kulturbetriebes anpassen wird.
6. Mai 2021, 19:30 Uhr, Schauspielhaus
‹Onkel Wanja› – Drama in vier Akten von Anton Tschechow in einer Fassung von Lucien Haug
Schauspiel – Uraufführung
Wanja verwaltet die Firma seiner verstorbenen Schwester. Mit dem Gewinn hält er seinen Schwager aus, einen Schriftsteller, der der ganze Stolz der Familie ist. Der Tausendsassa kehrt nun mittellos, aber mit junger, neuer Frau aus der grossen Stadt zurück. Wanja selbst träumte jahrelang von einem Künstlerleben. Als der hoch ge-schätzte Autor schliesslich eröffnet, das Geschäft verkaufen zu wollen, bricht Wan-jas Lebenslüge endgültig zusammen und er greift zu einer radikalen Lösung, mit der er grandios scheitert.
Photos: Judith Schlosser
4. Mai 2021, 20:00 Uhr, Kleine Bühne
‹Philoktet› - Von Heiner Müller
Schauspiel
Heiner Müller ist einer der wichtigsten politischen Autoren der Theaterliteratur, sein Werk von lyrischer Dichte. Filmregisseur Jan Bonny stellt bei seiner ersten Theaterarbeit dem Heroismus des Kriegs und der Gewalt die körperliche Versehrung und Überwindung des eigenen Mitleids gegenüber.
Photos: Lucia Hunziker
24. April 2021, 19.30 Uhr, Grosse Bühne
‹Moby Dick – das Solo› – Nach Herman Melville
Schauspiel
Ein Klassiker der Weltliteratur als rauschhaftes Spektakel
Der Matrose Ismael erzählt als einziger Überlebender vom Schicksal des Walfangschiffs ‹Pequod› und seiner Mannschaft. Kapitän Ahab verfolgt den zwanghaften Wunsch sich an dem riesigen, weissen Pottwal zu rächen, der ihm ein Bein abgerissen hat. Wer Moby Dick zuerst sichtet, erhält eine Goldmünze. Die Männer, die mit dem Walfang ihr Brot erwerben, geraten in den Bann des charismatischen Schiffsführers und werden immer mehr Teil von Ahabs Rachewahn.
Antú Romero Nunes inszeniert mit wenigen Mitteln den einsamen Kampf eines Menschen gegen die Naturgewalten. Eine Windmaschine, mit Wasser gefüllte Bottiche und ein paar Seile reichen, um die Bühne in ein wankendes Boot im Sturm zu verwandeln. Auf der nassen und glitschigen Bühne springt der Darsteller Jörg Pohl von einer Rolle in die nächste und verwandelt sich dabei in Ahab – einen gespaltenen Menschen, versengt und gekocht von der Feuersbrunst, die in ihm wütet.
Photos: Ingo Hoehn
24. April 2021, 19.30 Uhr, Schauspielhaus
‹The Square› – Nach dem Drehbuch von Ruben Östlund
Schauspiel
Ein satirisches Drama über Moral und Kunst
Ein angesehener Kurator wird Opfer eines Trickdiebstahls. Smartphone und Geld sind weg. Er gerät in eine existenzielle Krise. Auch seine neue Ausstellung, ‹The Square›, bringt ihn in Situationen, die seinen moralischen Kompass und sein Leben ausser Kontrolle geraten lassen. Und auch die Kunst als geschützter Ort steht plötzlich infrage.
Tom Kühnel und Team schauen durch die Brille der zeitgenössischen Kunst auf die filmische Vorlage. Museums- und Theaterraum gehen fliessend ineinander über. ‹The Square› wird auf der Bühne zu einem assoziativen Streifzug durch die Welt der bildenden Kunst, zu einer performativen Ausstellung. Videoinstallation, Performance und Aktionskunst folgen lustvoll aufeinander.
Photos: Maurice Korbel
23. April 2021, 19.30 Uhr, Schauspielhaus, Kleine Bühne, Grosse Bühne
‹Ballett auf allen Bühnen›
Ballett
Choreographien – Bryan Arias, Sidi Larbi Cherkaoui, Alexander Ekman, Johan Inger, Hofesh Shechter, Ed Wubbe, Richard Wherlock
Ballett Theater Basel
3 Bühnen – 7 Choreographen – 20 Jahre Richard Wherlock & Compagnie
Mit Wherlock an der Spitze erneuerte sich die Geschichte des Balletts am Theater Basel auf grundlegende Weise. Der ambitionierte und hoch produktive Ballettchef verstand es, über zwei Dekaden ein Ensemble von höchstem technischem Niveau aufzubauen. Neben seinen eigenen, meist abendfüllenden Kreationen hat Wherlock in den vergangenen zwanzig Jahren regelmässig international renommierte Gastchoreographinnen und -choreographen eingeladen, um mit seinem Basler Ensemble Uraufführungen zu kreieren oder Repertoirestücke einzustudieren.
Für sein zwanzigjähriges Jubiläum in der Stadt Basel hat er nun wieder illustre Gäste aus der Tanzwelt eingeladen, darunter preisgekrönte Choreographen wie Hofesh Shechter, Johan Inger, Alexander Ekman oder Sidi Larbi Cherkaoui.
22. April 2021, 19.30 Uhr, Grosse Bühne
‹Intermezzo›
Oper
Der international gefeierte Regisseur Herbert Fritsch inszeniert Strauss’ selten gespielte Ehe- und Eifersuchtsoper. Sopranistin Flurina Stucki und Bariton Günter Papendell spielen und singen das streitende Ehepaar.
Für seine 1924 komponierte ‹bürgerliche Komödie› griff Richard Strauss auf eine autobiographische Episode zurück, die sich zwischen ihm und seiner Frau Pauline ereignete. Den Libretto-Text schrieb er selbst und entwickelte einen feinen sowie leichtgängigen Vokalstil, der sich an der natürlichen Unterhaltung orientiert. Die klang- und detailreich orchestrierten Zwischenspiele zeigen den Komponisten auf dem Höhepunkt seines musikalischen Erfindungsreichtums.
Ein Stoff wie gemacht für Herbert Fritsch, der bevorzugt Komödien inszeniert, in denen die bürgerliche Verkrampftheit im Zentrum steht. Mit seinem spielfreudig-überdrehten Stil mit Hang zum Dada gehört er seit Jahren zu den eigenwilligsten Theatermachern. ‹Intermezzo› ist seine erste Inszenierung in Basel, unter der musikalischen Leitung von Clemens Heil, der zuletzt bei der Eröffnungsproduktion ‹Saint François d'Assise› die musikalische Leitung am Theater Basel innehatte. Ihn verbindet eine mehrjährige Arbeitserfahrung mit Herbert Fritsch.
Photos: Thomas Aurin
Gemäss den aktuellen Corona-Massnahmen des Bundesrats sind Veranstaltungen draussen mit 100 Personen und drinnen mit 50 Personen ab dem 19. April 2021 wieder erlaubt. Das Theater Basel ist in den Startlöchern und freut sich, nach einer Spielpause von gut 4 Monaten, die Türen wieder öffnen zu können.
Alte Billettkasse
Rough Love. Erzählen mit Tauben & Geschätzte Tiere
Eine Wohngemeinschaft von Tauben und Menschen
Zwölf Tauben, Seraina Dür und Jonas Gillmann wohnen gemeinsam in der Alten Bil-lettkasse. Gemeinsam üben sie Erzählungen für ein zukünftiges, weniger menschen-bezogenes Miteinander. Durch eine Flugklappe fliegen die Tauben raus in die Stadt und bringen manchmal ihre Stadtfreundschaften mit. Regelmässig kommt auch die Zeichnerin Nicole Schuck zu Besuch. Vor Ort fertigt sie Skizzen, die – zu Zeichnun-gen ausgeformt und auf Stoff gedruckt – als Flaggen im Stadtraum flattern.
Nach Bekanntgabe der Verlängerung der Corona-Massnahmen durch den Bundesrat am 19. März 2021 bleiben die Türen des Theater Basel weiterhin geschlossen.
Intendant Benedikt von Peter: «Wir sind sehr enttäuscht, dass der Bundesrat noch immer keine Veranstaltungen zulässt. Mit Schutzkonzepten sind Kulturveranstaltungen sicher, siehe Spanien: dort sind in vielen Städten die Theater geöffnet. Für das Theater Basel ist die andauernde Schliessung eine extreme Belastung: finanziell, aber zunehmend auch psychisch für unsere Belegschaft und emotional für unser Publikum. Die mittel- bis langfristigen Folgen sind noch gar nicht abzusehen.»
Anja Dirks, Co-Leitung Schauspiel und geschäftsführende Dramaturgin, äussert sich zu der Verlängerung der Massnahmen wie folgt: «Wir haben uns in den letzten Monaten im Netzwerk Kulturpolitik Basel aktiv bei der Erarbeitung des Basler Konzepts mit eingebracht. Damit könnte man die pandemiebedingten Einschränkungen für Veranstaltungen verhältnismässig gestalten, unter Berücksichtigung sachlicher Faktoren wie Raumgrösse und Lüftungskapazität. Da der nächste Öffnungsschritt nun wieder verschoben ist, gäbe es zumindest Zeit, ihn für Kulturveranstaltungen in diesem Sinne vorzubereiten.»
Ein Stück Theater für Zuhause: Am 19. Februar 2021 startet das Theater Basel mit einem Online Programm aus allen drei Sparten. Jeden Freitag wird auf der Internetseite etwas Neues geboten.
Nach Bekanntgabe der neuen Corona-Massnahmen durch den Bundesrat am 11. Dezember 2020 stellt das Theater Basel den Spielbetrieb bis zum 22. Januar 2021 ein.
5. Dezember 2020, 16:00 Uhr, Schauspielhaus
‹Der Räuber Hotzenplotz›
Schauspiel – Von Otfried Preussler in einer Fassung von Fatima Moumouni und Laurin Buser
Hotzenplotz lebt wild und kennt keine Gesetze. Ausserhalb der Gesellschaft haust er in seinem Waldversteck, ist exzentrisch gekleidet und bis an die Goldzähne bewaffnet. Er geht keiner tristen Arbeit nach, er nimmt sich was er will. Doch dann entwendet er bei einem Raubüberfall Grossmutters Kaffeemühle und zieht so den Zorn von Kasper und Seppel auf sich. Sie beschliessen den Schurken an die Polizei auszuliefern.
5. Dezember 2020, 19:00 Uhr, Grosse Bühne
‹Die Zauberflöte›
Grosse Oper in zwei Aufzügen von Wolfgang Amadeus Mozart, Libretto von Emanuel Schikaneder
Märchen, Mystik und Wiener Vorstadtbühnenrummel: Simon McBurneys europaweit umjubelte Zauberflöten-Inszenierung macht Halt in Basel. Der britische Theatermacher und Schauspieler erzählt die beliebteste aller Opern als buntes Kaleidoskop. Als magisches Märchen, als Liebes- und Initiationsgeschichte, aber vor allem als Geschichte über das Menschsein und die transformierende Kraft der Musik. Mit spielerischer Leichtigkeit lässt McBurney aus dem leeren Bühnenraum magische Welten entstehen.
Geschäftsbericht 2019/2020
In der Spielzeit 19/20 besuchten 114'712 Zuschauer:innen das Theater Basel, welches seinen Spielbetrieb aufgrund der Corona-Pandemie am 29. Februar 2020 schliessen musste und im Juni nur mehr mit stark reduziertem Platzangebot spielen konnte. Das Theater Basel war dank der Auslastung von über 80% bis zur Schliessung des Betriebs auf dem Weg, die Marke von 200'000 Zuschauer:innen zu erreichen. Hohe Einnahmenverluste durch das frühe Ende der Spielzeit konnten durch sofortige Massnahmen kompensiert werden.
3. Dezember 2020, 19:30 Uhr, Grosse Bühne
‹Alte Tiere Hochgestapelt›
Eine Basler Stadtmusikantenrevue von und mit Les Reines Prochaines & Friends
Zusammen mit ihren Freund:innen aus der Musik- und Performance-Szene nehmen ‹Les Reines Prochaines› das Märchen ‹Die Bremer Stadtmusikanten› zum Ausgangspunkt für eine kollektive Revue.
Bis zum 13. Dezember, solange die Einschränkungen des Kanton Basel-Stadt gelten, spielt das Theater Basel in einem stark reduzierten Spielplan. Drei Inszenierungen werden zur Premiere gebracht.
‹Café Populaire›
Schauspiel – Von Nora Abdel-Maksoud
Svenja gibt sich alle Mühe, ein guter Mensch zu sein. Mit einer Mischung aus Humor und Humanismus will sie die Welt verbessern. In ihr lebt aber auch der böse Don. Und der Don verachtet Arme und Schwache und sagt das auch laut. ‹Café Populaire› ist eine feine Satire über unsere Gesellschaft, in der von sozialen Klassen nicht mehr die Rede ist.
Das Theater Basel wird ab dem 4. November 2020 für 50 Zuschauer:innen spielen.
Wir halten den Spielplan auf der Kleinen Bühne aufrecht. Die Vorstellungen auf der Grossen Bühne und im Schauspielhaus entfallen komplett. Diese Regelung gilt vorerst für den November 2020.
‹Hitchcock im Pyjama›
Schauspiel – Von Charlotte Sprenger und Ensemble nach Motiven von Alfred Hitchcock.
Das Ensemble um Regisseurin Charlotte Sprenger schickt den Meister des Suspense selbst auf eine Traumreise. Im Labyrinth seiner Filmwelten begegnet er nicht nur seinen Ängsten, sondern auch einer seiner blonden Musen, der Schauspielerin Tippi Hedren, die er während der Dreharbeiten zu ‹Die Vögel› mit Angriffen echter Tiere quälte. Sie dreht den Spiess um und liefert dem Film-Genie eine Show seiner ärgsten Phantasien. Eine Geschichte über unerfüllte Liebe und die Kunst, die daraus entsteht.
Die Premiere von ‹Hitchcock im Pyjama› wird von Samstag, 24. Oktober 2020 auf Dienstag, 27. Oktober 2020, 19:30 Uhr verschoben. Wir benötigen für diese Uraufführung noch drei weitere Tage Probenzeit. Karten behalten die Gültigkeit für den 27. Oktober 2020. Es ist kein Umtausch notwendig.
Wir laden Sie herzlich zur Premiere ein und hoffen auf zahlreiches Erscheinen. Anmelden können Sie sich über: m.behramoglu@theater-basel.ch
Die beiden Vorstellungen unserer Neuproduktion ‹Metamorphosen› am 25. und 28. Oktober 2020 im Schauspielhaus entfallen leider aufgrund eines Covid-19-Falls im Schauspielensemble.
‹Das Ende der Welt, wie wir es kennen› – Ein Übergangszenario
Schauspiel
Für ‹Das Ende der Welt, wie wir es kennen› nistet sich die Schauspiel-Truppe im Bühnenbild der Oper ‹St. François d’Assise› ein. Die Gruppe um den neuen Co-Schauspielleiter Jörg Pohl bereitet sich mittels individueller Massnahmen auf jegliche Art von Katastrophe vor, je nach Situation bewaffnet mit Dosenfutter, Humor oder auch mal mit Theorie. Erstmals auf der Bühne des Theater Basel zu sehen sind drei Schauspieler:innen der neuen Basler Compagnie: Jan Bluthard, Jörg Pohl, Gala Othero Winter und drei Studierende der Hochschule der Künste Bern als Studiogäste.
Intendant und Regisseur Benedikt von Peter eröffnet das neu sanierte Theater mit einer Schweizer Erstaufführung:
‹Saint François d’Assise›
Oper in drei Akten und acht Bildern von Olivier Messiaen
Bis heute üben Berichte und Erzählungen über den kurz nach seinem Tod heiliggesprochenen Franziskus von Assisi eine besondere Faszination aus. Das Opus Magnum des Komponisten Olivier Messiaen, der zu den einflussreichsten französischen Komponisten des 20. Jahrhunderts zählt, wurde von 1975 bis 1983 im Auftrag der Pariser Oper komponiert.
Die besondere Erzählstruktur macht ‹Saint François d’Assise› zu den zentralen und ungewöhnlichsten Werken der letzten 100 Jahre: In acht Tableaus geht es um das Leben und Sterben sowie die Heiligwerdung des heiligen Franziskus. Einen Höhepunkt bildet die Vogelpredigt mit hunderten von Vogelstimmen, die der Komponist an teilweise exotischen Orten sammelte und in Musik übersetzte.
‹Im Flow der Apokalypse›
Oper – Basler Studierende der Musikakademien besetzen dreizehn Tage die Kleine Bühne mit ihren Uraufführungen
Eine Kooperation mit der Fachhochschule für Musik und der Hochschule für Gestaltung und Kunst der Fachhochschule Nordwestschweiz. Knapp 100 Studierende sind als Musiker:innen, Szenograph*Innen, Sänger:innen, Komponist:innen und Audiodesigner:innen an dem Projekt beteiligt.
Die Zuschauer:innen erleben dreizehn Nächte lang Musik und Performances, Klassik, Jazz, Neue Musik und elektronische Neukompositionen. Die Bandbreite reicht von intimen, konzentrierten Performances bis hin zu Besetzungen mit grossem Gesangsensemble.
Die BLKB baut ihr Engagement mit dem Theater Basel aus. Neu unterstützt die Bank neben dem Ballett Basel auch die beiden Sparten Schauspiel und Oper und agiert als offizielle Kulturpartnerin des Theater Basel.
Die Beiträge ermöglichen dem Theater Basel unter anderem das Programm ‹Tarif 20.–/10.–›: Kinder, Jugendliche und Auszubildende bezahlen pauschal CHF 20. – Eintritt für Vorstellungen auf der Grossen Bühne und CHF 10. – für das Schauspielhaus und die Kleine Bühne. So soll das Theater gezielt einem jüngeren Publikum zugänglich gemacht und breiter in der Öffentlichkeit verankert werden. Mit der kommunikativen Unterstützung über die Kanäle der BLKB erweitert das Theater Basel zudem seine Reichweite – speziell auch bei jüngeren Zielgruppen.
Antú Romero Nunes, neuer Co-Schauspielleiter am Theater Basel, eröffnet die Spielzeit mit einem Ensemblestück:
‹Metamorphosen›
Schauspiel – Eine Stückentwicklung nach den Metamorphosen von Ovid mit Texten von Antú Romero Nunes und den Schaupieler:innen der Basler Compagnie.
Eine Gruppe von Göttern und Göttinnen beschliesst, die Menschheit zu vernichten. Weil aber auch die Götter und Göttinnen aufhören zu existieren, wenn niemand mehr an sie glaubt, lassen sie aus den Gebeinen der Erde neue Lebewesen entstehen. Doch auch die neue Generation ist fehlerhaft. Die Tapferkeit ihrer Held:innen schlägt um in Hochmut und erregt abermals den Zorn der Götter und Göttinnen.
Die Kaufmännische Direktorin Henriette Götz verlässt das Theater Basel auf Ende Oktober 2020. Die unterschiedlichen Auffassungen zwischen ihr und dem neuen Intendanten über die zukünftige Führung des Theaters, bewogen den Verwaltungsrat, die erfolgreiche Zusammenarbeit zu beenden. Der Verwaltungsrat bedauert diesen Entscheid sehr.
Ab Mai 2019 leitete Henriette Götz als kaufmännische Direktorin zusammen mit dem interimistischen Direktions-Kollektiv das Theater Basel. Die sehr erfolgreiche Saison 19/20 wurde im März abrupt durch die Corona-Krise abgebrochen. Henriette Götz hat die Schliessung des Theaters innert kürzester Zeit vorbereitet und vollzogen. Sie hat das Theater Basel in diesen schwierigen Monaten umsichtig durch die Krise geführt: weder kam es zu Ansteckungen bei Publikum und Mitarbeitenden noch zu einem finanziellen Schaden.
Unterschiedliche Auffassungen zwischen dem neuen Intendanten und Henriette Götz über die zukünftige kaufmännische Führung des Theaters, bewogen den Verwaltungsrat, die Zusammenarbeit per Ende Oktober zu beenden. Der Verwaltungsrat bedauert dies sehr und wünscht ihr für die Zukunft alles Gute.
Das Theater Basel lädt am 10. Oktober 2020 zum Eröffnungsfest und zum Picknick public. Der Eintritt ist frei. Alle, die möchten, bringen etwas mit – gerne auch Getränke, einen Suppenteller und Löffel!
122 Meter lang, knallrot, oval – der ‹utopische Tisch› schlängelt sich am Theaterplatz vorbei an der Serra-Plastik, über die grosse Treppe hinauf ins Theater und über die Aussentreppe wieder zurück auf den Platz. Die Installation des Zürcher Szenographie-Duos ‹Ortreport› ist eine konkrete und ideelle Einladung, den Platz und den Ort des Theaters einzunehmen und zu nutzen. Er verbindet Innen und Aussen und gibt einen Vorgeschmack auf die Eröffnung des ‹Foyer Public› im November.
Eingeladen sind Freund:innen, Passant:innen, Interessierte und Nachbar:innen des Theater Basel. Picknickkörbe, Getränke oder Snacks bringt jede:r selbst mit. Das gesamte Leitungsteam, Dramaturgie, Kommunikation und Vermittlung des Theater Basel ist vor Ort, beantwortet Fragen, führt Gespräche – und serviert ab 13:00 Uhr Suppe und Brot. Suppenteller und Löffel müssen bitte selbst mitgebracht werden.
In einem Monat startet das Theater Basel in die Spielzeit 20/21!
Intendant und Regisseur Benedikt von Peter eröffnet das neu sanierte Theater am 15. Oktober 2020 mit einer Schweizer Erstaufführung: ‹Saint François d’Assise› - eine Oper in drei Akten und acht Bildern von Olivier Messiaen.
In einem Monat startet das Theater Basel in die Spielzeit 20/21!
Antú Romero Nunes, neuer Co-Schauspielleiter am Theater Basel, eröffnet die Spielzeit mit ‹Metamorphosen› - eine Stückentwicklung nach den Metamorphosen von Ovid mit Texten von Antú Romero Nunes und den Schaupieler:innen der Basler Compagnie.
Es geht wieder los! Wer bereits mit Vorfreude der neuen Spielzeit 20/21 entgegenblickt, hat seit heute die Möglichkeit, Tickets für den Oktober zu erwerben.
Neu gilt der Vorverkauf für alle drei Spielstätten jeweils nur für die Vorstellungen im Folgemonat. Auch bei Veranstaltungen mit freiem Eintritt bitten wir die Gäste, sich im Ticketshop anzumelden und eine Freikarte zu bestellen. Nur so können wir die Anzahl der Teilnehmenden nachvollziehen. Zudem wird das Publikum gebeten, die Tickets – wenn immer möglich – online oder telefonisch zu bestellen. Aufgrund aufwändiger Umbauarbeiten befindet sich die Billettkasse vorübergehend im Schauspielhaus.
Bedingt durch den Umbau muss das Theater Basel mit der Eröffnung noch bis zum Oktober warten. Zur Überbrückung wurde ein neues Format entwickelt: Die ‹Hausbesuche›.
Zwischen dem 26. August und dem 5. September 2020 schwärmt das neue künstlerische Team in die Stadt hinaus, kommt in die Wohnzimmer, ins Büro, in den Garten. Theaterpädagog:innen, der Intendant, Sparten- und Abteilungsleiter:innen und Dramaturg:innen sind in den einzelnen Quartieren unterwegs und in Cafés und Bibliotheken anzutreffen. Bei den ‹Hausbesuchen› stellen sie sich vor, lernen ihr Publikum kennen und kommen gemeinsam mit ihren Gastgeber:innen ins Gespräch über Theater. Man erfährt Näheres über das neue ‹Foyer Public› und weitere künstlerische Pläne. Immer mit dabei: Das Spielzeitheft voll mit neuen Angeboten und sagen-haften 29 Premieren.
Die Bühnen Beider Basel laden zum Probesitzen mit Kuchen!
Zur neuen Saison machen die Theater nach Lockdown und Sommerpause wieder auf. Live-Erlebnisse sind endlich wieder möglich – aber sicher! Wie gelangt man jetzt mit Schutzkonzepten und Abstandsregeln in den Zuschauerraum? Wie organisieren die Veranstalter die Abläufe auf und vor der Bühne? Die Bühnen in Baselland und -Stadt haben Kuchen gebacken und machen die Türen auf. Die Teams erwarten Sie zum Probesitzen!
Benedikt von Peter stellt zusammen mit seinem Team seine erste Spielzeit als Intendant am Theater Basel vor.
Ab der Spielzeit 20/21 haben nunmehr alle drei Sparten am Theater Basel einen Hausregisseur bzw. -choreographen. Gemeinsam eröffnen sie ihre erste gemeinsame Spielzeit am Theater Basel. Los geht’s am 9. Oktober 2020 mit der ersten Arbeit von Antú Romero Nunes und dem neuen Schauspielensemble mit ‹Metamorphosen› nach Ovid im Schauspielhaus. Am 10. Oktober 2020 lädt das Theater Basel beide Basel zu einem Eröffnungsfest mit einem ‹Picknick am utopischen Tisch› auf den Theaterplatz ein, während die Ballettcompagnie einen Tanz-Parcours durch die Stadt choreographiert. Am Abend besetzen Studierende der Basler Musikhochschulen die Kleine Bühne mit einer szenischen Installation: ‹Im Flow der Apokalypse›.