Ulysses
Schauspiel

Nach James Joyce
Leider vorbei!
  • Eine Szene aus Ulysses
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  • Eine Szene aus Ulysses

  • 2 Stunden 15 Minuten ohne Pause
  • Altersempfehlung: 16+
  • With English surtitles

Der Schlüsselroman der Moderne im Schnelldurchlauf

James Joyce schildert einen ganz gewöhnlichen Tag im Leben des Anzeigenverkäufers Leopold Bloom. Auf seinen Gängen durch die Stadt versucht er, sich von der Affäre seiner Frau Molly abzulenken. Dabei trifft er auf den unzufriedenen jungen Lehrer Stephen Daedalus, der sich zum Dichter berufen fühlt. Nach einer ereignisreichen Nacht im Rotlichtmilieu betrinken sich die beiden Ausgestossenen und spenden einander Trost. Der New Yorker Regisseur John Collins hat seine Wurzeln im amerikanischen Avantgarde-Theater. International erfolgreich wurde er mit klugen und spielfreudigen Romanadaptionen voller Sprachwitz und Slapstick.

Gemeinsam mit der Dramaturgie kuratiert das Basler Kulturhaus Bider&Tanner seit vielen Jahren den Büchertisch zu unseren Stücken. Jetzt ist diese Auswahl an Büchern, CD, DVD, Katalogen oder auch Noten jederzeit im Onlineshop zugänglich. Es lohnt sich, regelmässig zu stöbern.

B&T Büchertisch

Am Mittwoch, 16. Februar 2022 ab 19:30 Uhr spielt das Sinfonieorchester Basel im Stadtcasino zwei Werke von Péter Eötvös unter der Leitung des Komponisten:  ‹Sirens’ Song› für Orchester (inspiriert vom sogenannten ‹Sirenen›-Kapitel aus James Joyce' ‹Ulysses›) und ‹Focus›, Konzert für Saxofon und Orchester. Mehr

Besucher:innen mit einem Theater-Billett für ‹Ulysses› erhalten für diese Veranstaltung 25% Rabatt.

Das ‹Entdeckerprogramm› von 17:30 – 19:00 Uhr im Stadtcasino (in Zusammenarbeit mit dem Theater Basel und der Paul Sacher Stiftung) ist für Besucher:innen mit einem Theater-Billet für ‹Ulysses› gratis:

  • Péter Eötvös: Streichquartett ‹Sirens’ Song›
  • Lesung des vertonten Ausschnitts des ‹Sirenen›-Kapitels aus James Joyce: ‹Ulysses›, mit Nairi Hadodo 
  • Podiumsgespräch mit Péter Eötvös 

Am 2. Februar 2022 wird der Roman 100 Jahre alt. Wir feiern das mit zwei Sonderveranstaltungen im Theatercafé:

  • Dauerlesung des Jahrhundertromans mit der Basler Compagnie, 11:00–22:00 Uhr, Eintritt frei. Auch als Livestream an dieser Stelle!
  • ‹Bloomsday – die Winterausgabe›: Hommage an Joyce und ‹Ulysses› mit Whiskey, Texten und Musik, 22:00–02:00 Uhr, Eintritt frei

Hören Sie die ‹Einführung zum Mitnehmen› für Stücke auf der Grossen Bühne und im Schauspielhaus! Abonnierbar auf Spotify, Apple Podcasts und Google Podcasts. Alle Folgen finden Sie in der Mediathek. Mehr

Mediathek

Termine folgen

Gebt’s auf, Ulysses verstehen und interpretieren zu wollen. Wer sich entspannt dem Chaos überlässt, hat gewonnen! Das ist die Botschaft von John Collins, der mit slapstickhaften Nummern das Thema der Überforderung durch Geschwindigkeit und Komplexität humorvoll variiert. (…) Dass man sich von dieser zwei Stunden dauernden Romanadaption manchmal verwirrt, niemals gelangweilt, und insgesamt prächtig unterhalten fühlte, ist nicht zuletzt das Verdienst des glänzend aufgelegten fünfköpfigen Schauspielensembles.
Nachtkritik
Die Basler kultivieren die Polyphonie, diese Vielfalt der Stimmen, wirklich aufs Vergnüglichste! (…) Wer den Roman kennt, wird ihn mit Freude wiedererkennen. Wer ihn nicht kennt, bekommt zumindest einen Eindruck dieser fabelhaften Vielstimmigkeit und was für eine Lust es ist, sich mit ‹Ulysses› zu beschäftigen.
SRF 2 Kultur
Der New Yorker Regisseur John Collins erschlägt uns nicht mit Bildungsballast, traktiert uns nicht mit exegetischer Analyse und distanzierenden Randbemerkungen. Im Gegenteil, seine hundert Theater-Minuten sind federleicht, er spannt ein stets durchsichtiges Gewebe aus Szenen, Lesung, Geräuschen, weit entfernter Musik. (…) Die Konzentriertheit und Genauigkeit des Ensembles halten das Publikum wach. Zum Schluss führt Carina Braunschmidt den mutmasslich besten Monolog ihrer bisherigen Karriere – und bringt damit das Konzept des Abends zum Gipfel: des Gedankenstroms.
OnlineReports
Carina Braunschmidt, die den ganzen Abend als laszive Versuchung in einem Zimmer lag, erzählt als Molly Bloom rauchend und mit tiefem Timbre aus ihrem Liebesleben. Das Punktkommastrichlose von Joyces Prosa wird von ihr in eine schöne, erotische Beiläufigkeit gebracht. 
Deutschlandfunk Kultur
Es ist eine wahre Freude und ein grosser Spass, dem Ensemble beim Joycesisieren über zwei Stunden zu folgen – und dabei durch den ganzen 16. Juni 1904 bis spät in die Nacht hinein geleitet zu werden.
Badische Zeitung
Den ‹Ulysses›, dieses tausendseitige homerische Ungeheuer, brutal zu kürzen, zu dramatisieren und in zweieinhalb Stunden über die Bühne zu peitschen: Kann das funktionieren? Es kann, wie das in dieses Abenteuer mutig einsteigende fünfköpfige Ensemble des Theaters Basel beweist. Und zwar deshalb, weil Andrea Bettini, Carina Braunschmidt, Fabian Dämmich, Nairi Hadodo und Fabian Krüger mit Leidenschaft, Präzision und Tempo bei der Sache sind und alle Stimmungslagen von leiser Poesie bis zu emotionsgeladenen Ausbrüchen lustvoll ausschöpfen.
Basler Zeitung