Saint François d’Assise
Oper

Oper in drei Akten und acht Bildern von Olivier Messiaen. Reduzierte Orchesterfassung von Oscar Strasnoy

  • 3 Stunden 40 Minuten mit Pause
  • Altersempfehlung: 12+
  • En français
  • Mit deutschen Übertiteln. With English surtitles.

Stückinfo

Mammutoper zu den letzten Fragen in spektakulärer Raumbühne

Er lebte in freiwilliger Armut und predigte zu den Tieren. Bis heute üben Berichte und Erzählungen über den kurz nach seinem Tod heiliggesprochenen Franziskus von Assisi eine besondere Faszination aus. Das radikale Leben des mittelalterlichen Ordensgründers inspirierte das einzige Bühnenwerk des prägenden französischen Komponisten Olivier Messiaen. ‹Saint François d’Assise› erzählt vom Kampf um den Glauben, von der Auseinandersetzung mit der Angst vor dem Tod und der Sehnsucht nach göttlicher Gnade. Mehr als acht Jahre arbeitete der gläubige Katholik Messiaen an seinen 1983 in Paris uraufgeführten ‹Scènes franciscaines›, die er als sein künstlerisches Vermächtnis betrachtete. Entstanden ist ein beeindruckendes Klangmosaik aus eindringlichen Motiven und intensiven Orchesterfarben. Einen Höhepunkt bildet die grossangelegte Vogelpredigt, in der hunderte Vogelstimmen erklingen, die Messiaen zeitlebens gesammelt und notiert hatte.

Für die schweizerische Erstaufführung am Theater Basel erarbeitet der renommierte argentinisch-französische Komponist Oscar Strasnoy eine neue Orchesterfassung, welche die musikalische Textur von Messiaens Komposition auf besondere Weise unmittelbar spürbar macht.

Intendant Benedikt von Peter inszeniert dieses Schlüsselwerk des 20. Jahrhunderts als existenzielle Grenzerfahrung in einer Welt nach der Katastrophe. Es geht um die letzten Fragen und die Bedeutung des Glaubens für den Menschen. In der spektakulären Raumbühne von Márton Ágh wird das Publikum Teil des Geschehens.

Nur zehnmal in drei Wochen!

Termine & Tickets

15.10.
Uhr
2020-10-15 19:00:00 2020-10-15 22:40:00 Europe/Zurich Saint François d’Assise Einführung 18:30 Uhr

Info: https://www.theater-basel.ch/de/saintfrancoisdassise
Grosse Bühne
Theater Basel Theaterstrasse 7 4051 Basel
12+
Geschlossene Vorstellung
18.10.
Uhr
2020-10-18 18:00:00 2020-10-18 21:40:00 Europe/Zurich Saint François d’Assise Einführung 17:30 Uhr

Info: https://www.theater-basel.ch/de/saintfrancoisdassise
Grosse Bühne
Theater Basel Theaterstrasse 7 4051 Basel
12+
30.–
95.–
110.–
125.–
140.–
21.10.
Uhr
2020-10-21 19:00:00 2020-10-21 22:40:00 Europe/Zurich Saint François d’Assise Einführung 18:30 Uhr

Info: https://www.theater-basel.ch/de/saintfrancoisdassise
Grosse Bühne
Theater Basel Theaterstrasse 7 4051 Basel
12+
30.–
90.–
105.–
120.–
135.–
24.10.
Uhr
2020-10-24 19:00:00 2020-10-24 22:40:00 Europe/Zurich Saint François d’Assise Einführung 18:30 Uhr

Info: https://www.theater-basel.ch/de/saintfrancoisdassise
Grosse Bühne
Theater Basel Theaterstrasse 7 4051 Basel
12+
30.–
95.–
110.–
125.–
140.–
26.10.
Uhr
2020-10-26 19:00:00 2020-10-26 22:40:00 Europe/Zurich Saint François d’Assise Einführung 18:30 Uhr

Info: https://www.theater-basel.ch/de/saintfrancoisdassise
Grosse Bühne
Theater Basel Theaterstrasse 7 4051 Basel
12+
30.–
90.–
105.–
120.–
135.–
28.10.
Uhr
2020-10-28 19:00:00 2020-10-28 22:40:00 Europe/Zurich Saint François d’Assise Einführung 18:30 Uhr

Info: https://www.theater-basel.ch/de/saintfrancoisdassise
Grosse Bühne
Theater Basel Theaterstrasse 7 4051 Basel
12+
30.–
90.–
105.–
120.–
135.–

Rund ums Stück

NEU! Digitaler Büchertisch

Gemeinsam mit der Dramaturgie kuratiert das Basler Kulturhaus Bider&Tanner seit vielen Jahren den Büchertisch zu unseren Stücken. Jetzt ist diese Auswahl an Büchern, CD, DVD, Katalogen oder auch Noten jederzeit im Onlineshop zugänglich. Es lohnt sich, regelmässig zu stöbern.

Saint François d‘Assise

NEU! Statt Matinée – Vor der Premiere

Kurz vor der Premiere, während der Endproben laden wir zu einem ersten exklusiven Einblick ein. In einer Einführung zu Beginn lernen Sie das künstlerische Team kennen und erfahren mehr zu Stück, Stoff und Inszenierung. Anschliessend besuchen Sie eine Bühnenprobe.

  • Treffpunkt: Foyer Schauspielhaus
  • 1 Stunde 30 Minuten
  • CHF 10.–
  • In der Regel auf Deutsch
  • Termin: 05.10.2020, 19:00 Uhr 

Kinderbetreuung

Während die Erwachsenen die Vorstellung besuchen, gibt es für Kinder ab 4 Jahren einen kostenlosen theaterpädagogischen Workshop. Anmeldung bis zwei Tage vor dem Termin, bitte per Mail an: billettkasse@theater-basel.ch

Termin: 01.11.2020, 16:00 Uhr

Danke!

Mit freundlicher Unterstützung des Theatervereins Basel

Pressestimmen

Was spektakulär ist: An diesem Haus wurde ein Solistenensemble zusammengestellt, allen voran Nathan Berg als François, das alles an diesem Abend gibt und das bis in die kleineren Partien überzeugt.
Deutschlandfunk Kultur
Sängerisch musste sich niemand ­Vorwürfe gefallen lassen, beeindruckend waren Rolf Romei als Leprakranker, Alfheiour Erla Guðmundsdóttir als Engel und vor allem Nathan Berg in der ­Titelrolle: eine Parforce-Leistung des kanadischen Bass­baritons, der praktisch pausenlos auf der Bühne stand, aber bis zum Ende stimmlich nie Kompromisse eingehen musste.
BZ
Benedikt von Peter, der so kluge Fachmann fürs Schwierige, scheinbar Uninszenierbare, zeigt zum Auftakt seiner Intendanz am Theater Basel jetzt eine echte Deutung des Stücks. Man muss vor dieser grossartigen Leistung aller Mitwirkenden sämtliche Hüte ziehen! Und die Strahlkraft von Messiaens Musik ist auch in Basel so gross, dass sie eben doch eine (Hinter-)Tür zum Himmel auflässt, nein, aufreisst (...).
BR Klassik
Die junge isländische Sopranistin Álfheiður Erla Guðmundsdóttir fristet wie die anderen ein Almosen-Dasein und lässt mit ihrer sanften, meist nur mit leichtem Vibrato geführten Stimme ihre göttliche Natur erkennen. Aber auch das Sinfonieorchester Basel (SOB) unter der Leitung von Gastdirigent Clemens Heil, einem langjährigen Künstlerpartner Benedikt von Peters, trägt zur Stimmung bei: sei es mit virtuosen Perkussions-Einlagen, sei es mit zauberhafen, Sternschnuppen-artigen Klängen der Ondes Martenots.
Basler Zeitung
Nathan Berg ist ein grandioser Sängerschauspieler.
Süddeutsche Zeitung
Benedikt von Peter hat es geschafft, mir diesen seltsamen Heiligen ganz nahe zu bringen. (...) Weil man ihn mag, geht einem auch sein Ende nahe. (...) Man glaubt nach dieser Aufführung, dass es da etwas gibt, was nicht von dieser Welt ist.
SRF 2 Kultur
Bleibt am Ende der Eindruck, dass Benedikt von Peter trotz aller Widrigkeiten ein schwieriges Werk in eine schwierige Zeit überführt hat. Mit aller Fortune, die es für einen Neustart (unter nachvollziehbaren Hygienebedingungen) im Moment auch braucht. Oder, im Sinne Franz von Assisis: als kleiner, alles Dunkel erhellender Sonnenstrahl.
Badische Zeitung
Spricht es für oder gegen Messiaen, dass der ‹Heilige Franzikus› auch in dieser Kammerversion seinen Charakter nicht verliert? Allerdings lag die musikalische Leitung dieser doppelten Erstaufführung bei dem Dirigenten Clemens Heil auch in besten Händen. Souverän, umsichtig und unaufgeregt hält er die Fäden dieser hoch komplizierten und aufwendigen Inszenierung in der Hand, gibt dem hervorragend vorbereiteten, auf der offenen Bühne positionierten Sinfonieorchester Basel die Hauptrolle als instrumentales Alter Ego des singenden Franzikus.
Frankfurter Allgemeine
Die Streicher entfalten trotz ihrer geringen Besetzung seidigen Glanz. Die Blechbläser verlieren nichts an Prägnanz. Der ständige Wechsel zwischen lyrisch-weichen und nervös akzentuierten Passagen gelingt kontrastscharf. Messiaens charakteristische Akkordschichtungen verbinden sich zu intensiven Farbmischungen. (...) Und nicht zuletzt liegt es auch am Dirigenten Clemens Heil, dass die Komplexität von Messiaens Musik so gut zu erfassen ist: Der Luzerner Musikdirektor gibt klare Impulse, belebt den Rhythmus und setzt die oft blockhaft isolierten Orchestergruppen bruchlos in Verbindung zueinander.
NZZ
Das Werk ist halb Oper, halb Oratorium, irgendwo zwischen Parsifal und der heiligen Messe. Wie der Musikwissenschaftler Paul Griffiths schreibt, besteht ein gewisser Widerspruch zwischen Messiaens dogmatischem katholischen Glauben und seiner Offenheit für die unzähligen musikalischen Einflüsse, die in Saint François zu hören sind. Die neue Inszenierung treibt diesen Widerspruch noch weiter, zweifelt einerseits an der Weltanschauung Franziskus’, erkennt aber gleichzeitig an, dass die Musik und die frommen Gefühle, die sie hervorruft, das Zeug haben, uns in Ekstase zu versetzen. 
VAN Magazin
Die Streicher entfalten trotz ihrer kleinen Besetzung seidigen Glanz. Die Blechbläser verlieren nichts von ihrer Schärfe. Der ständige Wechsel zwischen weichen, lyrischen und nervösen, scharf akzentuierten Passagen gelingt kontrastreich.
Die Deutsche Bühne
Das Sinfonieorchester Basel spielte unter der Leitung von Clemens Heil ungemein farbenreich und engagiert, (…) Unter den Gesangssolisten ragt der kanadische Bassbariton Nathan Berg hervor, der die Titelpartie ohne Ermüdungserscheinungen, mit stets geradlinig und differenziert geführter Stimme darbot. Den Engel singt mit lupenreinem, charismatischem Sopran die isländische Sängerin Álfheidur Erla Gudmundsdóttir. In einer kleineren, aber wirkungsvoll ausgefüllten Rolle ist Rolf Romei als Leprakranker zu erleben. Auch die kleineren Partien sind ausgezeichnet besetzt. (...) Der Opernstart des neuen Theaterleiters Benedikt von Peter ist damit rundum gelungen, und da insgesamt nur zehn Aufführungen angesetzt sind, muss man sich beeilen, noch ein Ticket zu erhalten.
Onlinereports
Der Bariton Nathan Berg singt sich bewundernswert klar und unangestrengt durch diese ungemein schwierige und monströse Partie. Der Engel (Álfheiður Erla Guðmundsdóttir) überzeugt mit einem schönen weichen Sopran und das Ensemblemitglied Rolf Romei (Tenor) zeigt als Leprakranker einmal mehr, was er draufhat. Wunderbar klingt auch der Chor des Theater Basel, der für die Zuschauerinnen und Zuschauer unsichtbar vom Bühnenturm hinunter für stimmungsvolle, fast schon sphärenhafte gesangliche Kommentare sorgt.
Stadtschreiber