Stückeinführung

Nadja:
Willkommen zum Einführungspodcast vom Theater Basel. Dies ist die Einführung zum unterwegs hören, stoppen, zurückspulen, nochmals hören – ganz wie Sie es möchten. In dieser Folge sprechen wir über das Handlungsballett ‹Heidi›, choreografiert von Richard Wherlock zu neu komponierter Musik von Tino Marthaler und Alain Pauli. Ich bin Nadja Camesi und mit mir hier ist Sarah Brusis, Ballettdramaturgin am Theater Basel. Hallo, Sarah.

Sarah:
Hallo, Nadja.

[Musik aus dem Stück]

Nadja:
Heidi ist die vielleicht bekannteste Schweizer Geschichte überhaupt. Sie hat geradezu Weltkarriere gemacht, was wir später nochmals aufgreifen werden. Was ist denn das für ein Stoff, dem ihr euch da gewidmet habt?

Sarah:
Ja, es ist wirklich so ein bisschen der Schweizer Stoff überhaupt. Vielleicht haben jetzt nicht so viele die beiden Romane von Johanna Spyri gelesen, aber alle kennen Heidi irgendwie. So ein bisschen ein Schweizer Kulturgut, das da über Generationen weitergegeben wurde. Viele haben vielleicht auch Kindheitserinnerungen, die sie mit Heidi verbinden. Kannst du dich auch an etwas erinnern, als du ein Kind warst?

Nadja:
Ja. Also als ich ein Kind war, sind auf SRF tatsächlich diese schwarz/weiss Filme gekommen. Ich habe ein recht klares Bild von dem Mädchen da. Und sonst halt dieses Lied, was alle kennen. «Heidi! Heidi. Deine Welt sind die Berge.»

Sarah:
Das lustigerweise ja nicht aus dem Schweizer Film ist, sondern aus der japanischen Zeichentrickserie.

Nadja:
Eben, das hätte ich jetzt nicht mehr gewusst. Aber das passt. Genau das war so ein bisschen die Zeit, was natürlich auch ein bisschen seltsam ist.

Sarah:
Ja, Heidi wirklich so ein bisschen ein Symbol für die Schweiz geworden. Das wird auch ein bisschen ausgeschlachtet, also zum Beispiel in der Tourismusbranche, da gibt es ja eben dieses Heidi Land oder das Heidi Dorf, wo Touristen da hingehen können und wie Heidi leben oder auch in der Nahrungsmittelindustrie. Migros hat da so eine Produktlinie, die Heidi heisst, wo es lauter Milchprodukte und Bündnerfleisch und solche Sachen zu kaufen gibt. Ja, und Heidi ist ja auch eine tolle Sympathieträgerin. Mit ihrer direkten, naiven, natürlichen Art bezaubert sie alle ihre Mitmenschen und ist bis auf den Grund ihres Herzens gut. Und sie verwandelt ja auch im Buch zum Beispiel den Alpöhi, also ihren Grossvater, der ja erst so ein bisschen ein kauziger, zurückgezogener, harter Kerl ist, der nichts von ihr wissen will. Und dann, nach und nach, taut er auf. Oder auch den Geissenpeter, der sehr ungebildet ist, nie in die Schule will. Und dann, dank Heidi, lernt er am Schluss sogar lesen. Oder die Klara, die im Rollstuhl sitzt und dank Heidi dann auf der Alp wieder laufen lernt. Und im Buch gibt es auch noch einen Arzt, der sein Kind verloren hat und dann in eine Depression verfällt und dank Heidi dann wieder ein bisschen fröhlicher wird. Hier bei uns ist er ein bisschen zusammengelegt mit dem Vater von Klara, also zu einer Figur. Und bei uns im Ballett ist auch die Tante Dete ein bisschen positiver gedeutet. Sie ist eigentlich so ein bisschen die böse Figur, die Heidi gegen ihren Willen erst zum Alpöhi bringt und dann nach Frankfurt, sie so hin und her schiebt. Und bei uns versöhnen sich die beiden dann auch am Schluss. Also die wird auch eigentlich zum Positiven verwandelt.

Nadja:
Was ist es denn, das diesen Stoff heute noch so aktuell macht? Die Bücher sind ja ziemlich alt.

Sarah:
Das stimmt ja genau. Johanna Spyri hat diese Bücher 1880 und 81 herausgegeben. Das erste hiess ‹Heidis Lehr- und Wanderjahre› und das zweite ‹Heidi kann lernen, was es gelernt hat›. Die sind schon sehr alt. Und eben das merkt man auch so ein bisschen an diesen ewig langen Landschaftsbeschreibungen, ein bisschen patriotisch und auch so sehr verbunden mit so Frommheit usw. Aber trotzdem sind da auch sehr aktuelle Themen drin. Also zum Beispiel diese Zugehörigkeit, Heimat, Heimweh-Thematik ist ja gerade jetzt auch vor dem Hintergrund von Migration, Flüchtlingsströmen und Kriegen eigentlich ein sehr, sehr wichtiges Thema, das auch wirklich sehr brisant ist. Oder auch dieses Thema von den beiden Welten Stadt und Land. Also Heidi ist ja so ein bisschen zwischen diesen beiden hin und hergerissen. Und auch arm und reich, also die Familie auf dem Land, die sind ja alle – leben in sehr ärmlichen Verhältnissen, haben zu wenig zu essen und die Familie in der Stadt bei Klara, die leben in Saus und Braus und Heidi ist da irgendwie dazwischen und schafft es aber auch irgendwie beide Welten zu verbinden und auch, dass die eigentlich einander dann helfen. Und ich glaube auch, dass heute diese Sehnsucht nach diesen idyllischen Schweizer Bergen, nach der Natur oder auch ein bisschen diesem einfachen Leben auch wieder gewachsen ist. Also zur Zeit von Johanna Spyri war es wahrscheinlich die Industrialisierung, die die Menschen irgendwie da ein bisschen davon entfernt hat. Und heute ist es vielleicht Globalisierung und Digitalisierung und ja, umso mehr sehnt man sich dann auch nach diesem Leben.

Nadja:
Ja, wir haben ja vorhin kurz schon gesagt, dass es viele Varianten von Heidi gibt bzw. dass es Filme gibt und eine Anime-Serie und aber es wurde schon in allen möglichen Formen erzählt. Kannst du vielleicht ein paar davon noch mal aufzählen?

Sarah:
Ja, eben. Es gibt sehr viele Filme, auch einige Schweizer Filme. Ich glaube so die bekanntesten sind die aus den 50er Jahren, die du wahrscheinlich auch gesehen, als Kind. Der eine kam 1952 heraus und hiess ‹Heidi› unter der Regie von Luigi Comecini, der andere 1955 unter dem Titel ‹Heidi und Peter› von Franz Schnyder. Und dann eben ist auch diese japanische Zeichentrickserie sehr bekannt aus den Siebzigerjahren. Aber es gibt auch ganz viele andere Serien und Filme, Comics, Mangas, Bilderbücher. Sogar als Musical wurde es schon mal gemacht und als Kindertheaterstück aber eben noch nie als Ballett oder als Tanzstück. Das heisst also, hier hat Richard Wherlock sich etwas Neues geangelt?

Nadja:
Ja, und was erwartet uns denn jetzt an diesem Abend?

Sarah:
Dadurch, dass natürlich das Stück noch nie als Ballett gemacht wurde, hat Richard Wherlock hier von Scratch auf eigentlich alles neu kreiert. Das ist eine Uraufführung und auch eine ganz neue Musik, die extra für den Abend komponiert wurde von Tino Marthaler und Alain Pauli. Und Richard Wherlock bleibt eigentlich recht nah an der Originalstory und hat als Ausgangspunkt den neuen Film von 2015 genommen, unter der Regie von Alain Gsponer und mit Bruno Ganz als Alpöhi. Dieser Film fasst eigentlich auch beide Bücher in einem zusammen und ist dadurch auch so – treibt die Handlung so ein bisschen zügiger voran. Das hat uns natürlich jetzt auch sehr geholfen, weil man jetzt auch einen Ballettabend nicht länger als eineinhalb Stunden machen wollte und die Geschichte auch ein bisschen zusammen kürzen musste. Aber trotzdem hat Richard Wherlock auch ein paar Umdeutungen oder Überraschungen. Zum Beispiel hat er auch ein paar Figuren weggelassen oder zusammengelegt oder auch ein paar neue Elemente hinzugefügt, wie zum Beispiel das Ziegenfest. Also in diesem Dorf gibt es in dieser Ballettversion jährlich oder, ich weiss nicht, regelmässig ein Fest, wo sich alle Männer als Ziegen verkleiden und eine Ziege geschlachtet wird. So eine Art Ritual, vielleicht auch ein bisschen mit einem Hint auf die Basler Fasnacht oder auch das Heufest, wo auf einmal von der Decke Heu fällt und alle beginnen zu heuen. Also das sind, das bietet sich natürlich im Ballett sehr an, solche Feste für schöne Gruppenchoreographien. Und auch mit der Figur von Klara und ihrer Familie gibt es am Schluss eine interessante Wendung, die so im Buch nicht ist. Die möchte ich hier jetzt aber noch nicht verraten. Und ich finde auch, wie Heidi dargestellt ist, ist vielleicht jetzt nicht gerade so, wie man das vielleicht erwarten würde aus dem Buch. Dieses süsse, naive kleine Mädchen, sondern sie ist auch so ein bisschen ein Hippie-Freigeist, der ich auch recht viel Eigenwille hat und auch sehr beliebt ist im Dorf. Also als sie zurückkommt aus der Stadt, wird sie von allen wie ein Star willkommen geheissen. Und das Setting ist auch sehr modern, nicht zuletzt auch wegen der Musik. Vielleicht können wir da gleich kurz reinhören. 

[Musik aus dem Stück]

Nadja:
Lass uns gleich beim Thema der Musik bleiben. Was ist denn der Ansatz der Komponisten Alain Pauli und Tino Marthaler? Was für Musik haben Sie da komponiert?

Sarah:
Ja, es ist eine sehr komplexe Klanglandschaft mit sehr vielen Ebenen. Hier haben wir jetzt gerade einen Teil auf dem Land gehört. Hier haben wir ein bisschen weichere, sphärischere Klänge, auch so natürliche Instrumente wie Cello, Klarinette, aber auch sehr schweizerische Sounds wie Alphorn, Jodeln. Später kommen dann noch Löffel vor. Das sind so Holzlöffel, also ein Instrument. Aber auch Geräusche wie Kuhglocken oder Tauben und andere ländliche Geräusche. Also es sind sehr viele Ebenen, die da sich ergänzen und sich auch ständig verändern, neue Atmosphären schaffen und viele Bilder wecken. Es gibt auch gesprochenen Text in der Klanglandschaft. Hier haben wir gehört «das isch aber schön da». Das sind Zitate aus den alten Heidifilmen, also von den 50er Jahren. Aber sie haben jetzt nicht die Original-Soundfiles genommen, sondern sie neu aufgenommen. Und auch Geräusche mit Steinen sind sehr zentral. Das kam daher, dass Richard Wherlock die Vorstellung hatte, dass der Alpöhi auf seiner Alp alles mögliche aus Stein anfertigt. Das sieht man auch ein bisschen am Bühnenbild. Und so haben sie hier auch sehr mit Steingeräuschen experimentiert, die aber auch auseinandergenommen, digital eu verändert. Unter anderem mit der sogenannten Granularsynthese. Da ist schon auch sehr viel Digitales in dieser Klanglandschaft, gerade in den Teilen in der Stadt. Hier haben wir sehr viel mehr Beats, Synthesizer. Das erinnert dann fast ein bisschen an Techno aus den 80er oder 90er Jahren. Hier können wir vielleicht auch noch mal kurz reinhören.

[Musik aus dem Stück]

Sarah:
Was man in Teilen der Stadt auch gut hören kann, sind so Stadtgeräusche, zum Beispiel Zuggeräusche. Gerade in dem Moment, als Heidi dann abreist vom Land in die Stadt oder wieder zurück. Und das wird dann mit den Rhythmen vermischt. Vielleicht können wir hier auch noch mal ein Ohr davon nehmen.

[Musik aus dem Stück]

Nadja:
Ich möchte noch auf die Ästhetik dieses Stücks eingehen. Was für ein Bühnenbild, was für Kostüme und Beleuchtung erwarten uns?

Sarah:
Ja, hier ist es eigentlich ein bisschen ähnlich wie bei der Musik, auch so eine Mischung aus modern und traditionell. Zum Beispiel bei den Kostümen Bregje van Balen, die Kostümbildnerin, arbeitet eigentlich so mit einem klassischen Biedermeierstil, aber dann doch auch mit sehr modernen Elementen. Also es sind auch paar Sneakers dabei und Neonfarben, also recht knallige Farben, besonders im Teil auf dem Land. Also die Kostüme unterscheiden sich auch sehr von Land zu Stadt, auf dem Land eben sehr bunt. Und in der Stadt ist alles fast nur schwarz/weiss oder in dunklen Farben wie Weinrot oder Dunkelblau und auch sehr adrett. Es gibt jetzt nicht so einen starken Unterschied zwischen Arm und Reich, also zwischen diesen beiden Welten. Das ist dann eher eben über die Farben gelöst, dieser Unterschied. Und im Teil auf dem Land haben wir auch viel wärmeres Licht, während es in der Stadt so dunkel, kaltblau ist. Das Bühnenbild steht auch in einem sehr starken Kontrast zu den Kostümen. Also wo die Kostüme ja sehr bunt und knallig sind, ist es eher düster, so in grauschwarzen Farben. Und das wichtigste Element sind so Gartenhäuschen-ähnliche Gebilde, die von den Tänzerinnen immer wieder verschoben und zu neuen Szenarien zusammengebaut werden. Und dann ist eben auch dieses Thema mit dem Alpöhi, der alles aus Stein anfertigt, der ein Steinmetz ist. Und so sehen eigentlich auch die meisten Bühnenbild Elemente so aus, als wären sie aus Stein angefertigt. So zum Beispiel auch die Ziegen vom Geissenpeter, die auch ein bisschen wie Steinböcke aussehen.

Nadja:
Wie muss man sich denn diesen Entstehungsprozess vorstellen? Hat Richard Wherlock eine spezielle Arbeitsweise?

Sarah:
Ja, diesmal ist ja auch wieder sein langjähriges Team dabei. Er sagt die drei Musketiere sind wieder zusammengekommen. Jordan Tuinman als Lichtdesigner, Bruce French für das Bühnenbild und Richard Wherlock selbst, aber auch mit Gregor Acuña Pohl, der ihn hier künstlerisch beraten hat und die Position des Bühnenbildes, also die Dramaturgie davon gestaltet hat, mit dem hat er auch schon sehr viel zusammengearbeitet. Mit der Kostümbildnerin Bregje van Balen jetzt noch nie. Aber man kennt sich halt so in der Tanzszene und es ist auch das ganze Ensemble involviert in dieser Produktion. Es sind aber nicht alle auf der Bühne, weil es bei den Hauptpersonen zwei Besetzungen gibt, das heisst, die Zweit- oder Erstbesetzung tanzt dann jeweils nicht. Und Richard Wherlock kreiert eigentlich auf den Proben alles im Moment. Also er hat jetzt nicht so vorchoreographierte Teile oder einen ganz genauen Plan, sondern – also er weiss schon, was in jeder Szene passieren soll, welche Stimmung da ist, welche Figuren, dann kreiert er aber alles eigentlich direkt mit den Tänzer:innen im Moment. Und er sagt auch, es ist so ein bisschen wie bricklayering, also so wie… 

Nadja:
Mauern.

Sarah: 
Ja, genau, mauern. Und er sieht dann irgendwie jetzt, da muss noch ein Ziegelstein hin, da muss es jetzt weitergehen, dass er eigentlich im Moment dann immer sieht, was als nächstes kommen muss.

Nadja:
Lass uns nochmals kurz auf die Besetzung zu sprechen kommen. Du hast sie kurz erwähnt. Es sind sehr viele Tänzer:innen involviert. Wer tanzt denn so?

Sarah:
Genau. Also als Heidi haben wir in der ersten Besetzung Gaia Mentoglio. Die gibt dieser Figur auch so eine sehr erfrischende, kindliche, direkte Art und Mikaela Kelly als zweite Besetzung, die ist ein bisschen feiner, auch ein bisschen grösser und eleganter. Das ist auch interessant, so zwei ganz unterschiedliche Interpretationen von Heidi. Ähnlich ist es auch beim Geissenpeter. Da haben wir Diego Benito Gutierrez in der ersten Besetzung und Max Zachrisson in der zweiten. Also Max ist da sehr viel, so ein bisschen grober und so ein bisschen derber, auch bübischer vielleicht. Und Diego ist da sehr viel feiner, ist aber auch ein bisschen kleiner. Also es gibt da auch wieder ganz unterschiedliche Interpretationen der Figur. Und dann beim Alpöhi, hier haben wir Frank Fannar Pedersen in der ersten Besetzung und Dayne Florence in der zweiten. Und eine interessante Figur finde ich auch Klara, die ja im Rollstuhl sitzt. Und das ist gar nicht so einfach im Ballett, im Rollstuhl eine passende Choreografie zu finden. Und da haben wir in der ersten Besetzung Eva Blunno und in der zweiten Lisa Horten Skilbrei. Und es war wirklich auch sehr spannend zu merken, was kann man alles mit dem Oberkörper und den Armen machen, weil mit den Beinen kann man da nicht so viel choreografieren, wenn man an den Rollstuhl gebunden ist.

Nadja:
Ja, das ist auch sehr spannend zu hören, dass das so unterschiedliche Körper- und Tänzer:innentypen sind. Da lohnt es sich wahrscheinlich sogar, zweimal zu kommen. 

Sarah:
Bestimmt, ja. 

Nadja:
Vielleicht noch zum Schluss. Du hast uns schon sehr viele Gründe genannt, aber warum noch zusätzlich muss man diesen Abend angucken?

Sarah:
Ja, es ist sicher Heidi, wie man es noch nicht gesehen hat, wie man es vielleicht auch nicht erwarten würde von diesem Stoff. Und es ist ja auch Richard Wherlocks letztes grosses Stück, das er mit dem Ballett Theater Basel kreiert. Und Richard hat ja schon sehr viele klassische Stoffe gemacht. Und jetzt hat er sich hier mal so ein was ganz Neues rangewagt. Aber es ist trotzdem auch interessant, wenn man dieses Stück anschaut, könnte man denken, es wäre eigentlich so ein Ballett, Klassiker oder ein potenzieller. Es lohnt sich also wirklich sehr, das anzugucken. Und ich glaube auch, dass man mit einem guten Gefühl aus der Vorstellung rausgeht und obwohl es eigentlich gar nicht kitschig oder zu patriotisch oder so ist, eben vielleicht nicht so, wie man Heidi aus den Filmen oder aus den Büchern kennt. Es gibt doch ein sehr positives und hoffnungsvolles Gefühl, auch mit diesem kleinen Mädchen, das eben mit ihrer erfrischenden Art alle ansteckt und alles zum Guten wendet. Wie sie Klara zum Laufen bringt zum Beispiel. Oder auch, wie sie den Alpöhi auftaucht. Das ist auch wirklich sehr berührend, das auch über Tanz und zusammen mit dieser modernen Musik zu sehen. Und es gibt eben ein schönes Happy End zum Schluss, was man wahrscheinlich in Zeiten wie diesen auch sehr gebrauchen kann.

Nadja:
Auf jeden Fall.
Vielen Dank für diese Einführung, Sarah. 

[Musik aus dem Stück]

Heidi können Sie in den Spielzeiten 21/22 und 22/23 auf der Grossen Bühne sehen. Das Stück dauert zwei Stunden mit einer Pause. Mehr Infos gibt's auf unserer Webseite www.theater-basel.ch