La fille mal gardée
Ballett

Ballett zur Musik von Louis Ferdinand Hérold, bearbeitet von John Lanchbery
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  • Eine Szene aus La fille mal gardée
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  • 1 Stunde 45 Minuten mit Pause
  • Altersempfehlung: 12+

Altes Handlungsballett neu erzählt

Der belgische Choreograph Jeroen Verbruggen macht aus dem ältesten Handlungsballett, das bis heute aufgeführt wird, einen queeren und psychologisch vielschichtigen Tanzabend. Das idealisierte französische Landsetting des 18. Jahrhunderts verlegt er an die holländische Küstenregion Zeeland. Eine Windmühle, in Plastik verpackte pinke Heuballen und praktikable Gummistiefel geben dem Agrartreiben eine industrielle Note. Aus dem berühmten Holzschuhtanz wird ein Gummistiefeltanz und das Element des Hühnertanzes findet sich in der Soundebene wieder: Vogelklänge lösen die Musik ab und vermitteln mal das Gefühl von Freiheit, mal von eingesperrt Sein. Beim dominanten Thema der arrangierten Hochzeit überträgt Verbruggen das Geldargument auf gesellschaftliche Erwartungen betreffend sexuelle Orientierung. 

Das Bauernmädchen Lise ist eine Frohnatur und vergnügt sich auf dem Feld, mit wem es ihr gerade so passt. Ihre ambitionierte Mutter Simone will sie aus Eigeninteresse an Alain verheiraten, den weltfremden und zerbrechlichen Sohn des reichen Winzers Thomas. Doch Lise sucht sich ihre Liebe lieber selbst aus. Anders als im Original, wo sie eine heimliche Liebschaft mit dem armen Bauernjungen Colas pflegt, schlägt ihr Herz hier heimlich für ihre beste Freundin Colette. Und auch Alain entzieht sich den Heiratsplänen seines Vaters, denn er interessiert sich mehr für eine unheimliche Vogelscheuche als für Lise. Ob sich die strenge und gefühlskalte Simone und der maskuline Gummistiefel-Thomas umstimmen lassen und ob zum Schluss die wahre Liebe siegt?

Gemeinsam mit der Dramaturgie kuratiert das Basler Kulturhaus Bider&Tanner seit vielen Jahren den Büchertisch zu unseren Stücken. Jetzt ist diese Auswahl an Büchern, CD, DVD, Katalogen oder auch Noten jederzeit im Onlineshop zugänglich. Es lohnt sich, regelmässig zu stöbern.

La fille mal gardée

Das kulinarische Theatererlebnis. Verbinden Sie Ihren Theaterbesuch mit einem Mehr-Gänge-Menü in der neu eingerichteten Monteverdibar mitten im Theater. Das Menü beginnt jeweils 1 Stunde 30 Minuten vor Stückbeginn.

Buchbar bei der Billettkasse und im Ticketshop. Zur Vorstellung von ‹La fille mal gardée› am 21.01.2022, 19:30 Uhr.

Kommen Sie zum Probenbesuch, der bzw. die jeweilige Dramaturg:in kümmert sich persönlich um Sie. Im Anschluss laden wir Sie auf einen Apéro ein. Eintritt CHF 20.–, maximal 2 Stunden, für 50 Leute.

  • Datum: 1. November 2021

Kurz vor der Premiere, während der Endproben laden wir ein zu einem ersten exklusiven Einblick. In einer Einführung zu Beginn lernen Sie das künstlerische Team kennen und erfahren mehr zu Stück, Stoff und Inszenierung. Anschliessend besuchen Sie eine Bühnenprobe.

  • Treffpunkt Foyer
  • 2 Stunden
  • In der Regel auf Deutsch
  • CHF 10.–
  • Termin: 2.11.2021, 18:30 Uhr

Tickets

Hören Sie die ‹Einführung zum Mitnehmen› für Stücke auf der Grossen Bühne und im Schauspielhaus! Abonnierbar auf Spotify, Apple Podcasts und Google Podcasts. Alle Folgen finden Sie in der Mediathek. Mehr

Termine folgen

Choreograph Jeroen Verbruggen mischt die komödiantische Liebesgeschichte aus dem 18. Jahrhundert ordentlich auf. Er setzt eine lesbische Liebesgeschichte ins Zentrum. (…) Tänzerisch ist das wunderbar umgesetzt: sanfte Annäherung, Zögern und schliesslich pures Glück und Zärtlichkeit. (...) Verbruggen geht sehr verspielt an den Stoff heran. Zwischen Neoklassik, zeitgenössischem Tanz und akrobatischen Einlagen gibt es auf der Bühne viel Bewegung und jugendlichen Übermut zu sehen. Und richtig viel Tempo!
SRF 2 Kultur