Il ritorno d’Ulisse in patria
Oper

Oper in einem Prolog und drei Akten von Claudio Monteverdi
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  • Eine Szene aus Il ritorno d'Ulisse in patria
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  • 2 Stunden 20 Minuten ohne Pause
  • Altersempfehlung: 12+
  • In italiano, mit deutschen Übertiteln / with English surtitles
  • Einsatz von Stroboskoplicht am ende des 3. Akts
  • Aus 20/21

Ein Meisterwerk der Barockoper als Erzählung über Zugehörigkeit und Fremdsein

Grosse Oper im Schauspielhaus: Unter der Leitung von Johannes Keller interpretieren I musici de La Cetra eines der ersten Werke der Operngeschichte. Es erzählt von dem Helden Odysseus, der nach dem Trojanischen Krieg und jahrelanger Irrfahrt in seine Heimat zurückkehrt und in Gestalt eines Bettlers sein Zuhause zurückerobert. In der neuen Basler Inszenierung bleibt Odysseus eine Phantasie: an seine Stelle treten Basler Männer mit Migrationsgeschichte(n) und verbinden Monteverdis Oper mit der Gegenwart.

Als Penelope ist die Mezzosopranistin Katarina Bradić erneut am Theater Basel zu erleben. Schauspieler Martin Hug verkörpert mit dem tragikomischen Iros eine der einzigartigsten Rollen der Operngeschichte.

 

Gemeinsam mit der Dramaturgie kuratiert das Basler Kulturhaus Bider&Tanner seit vielen Jahren den Büchertisch zu unseren Stücken. Jetzt ist diese Auswahl an Büchern, CD, DVD, Katalogen oder auch Noten jederzeit im Onlineshop zugänglich. Es lohnt sich, regelmässig zu stöbern.

Il ritorno d'Ulisse in patria

Kurz vor der Premiere, während der Endproben laden wir ein zu einem ersten exklusiven Einblick. In einer Einführung zu Beginn lernen Sie das künstlerische Team kennen und erfahren mehr zu Stück, Stoff und Inszenierung. Anschliessend besuchen Sie eine Bühnenprobe.

  • Treffpunkt Foyer
  • 2 Stunden
  • In der Regel auf Deutsch
  • CHF 10.–
  • Termin: 3.11.2021, 18:30 Uhr

Hören Sie die ‹Einführung zum Mitnehmen› für Stücke auf der Grossen Bühne und im Schauspielhaus! Abonnierbar auf Spotify, Apple Podcasts und Google Podcasts. Alle Folgen finden Sie in der Mediathek. Mehr

Termine folgen

Schon in ihrer Auftrittsarie ‹Di misera regina› verfallen der Sängerin nicht nur die Freier auf der Bühne, sondern auch Zuhörerinnen und Zuhörer: Ihre Stimme fliesst wie von selbst, feine Schattierungen künden von Sehnsucht, zum Wort ‹morte› verstummt die Musik auf beklemmende Weise, zum hell und offen gesungenen ‹ritorno› keimt neue Hoffnung auf. Bradićs eindringlicher Diktion und ihrem dunkel grundierten Mezzosopran kann man sich kaum entziehen.
Basler Zeitung
Penelope steht ganz im Zentrum der Inszenierung. (...) Hier erfährt Katarina Bradić im Prolog die menschliche Zerbrechlichkeit. Hier wird sie von den drei Freiern, die von den als Menschen verkleideten Göttern verkörpert werden, heftig bedrängt. Aber diese Penelope bleibt dank Bradićs dunklem, tragfähigem Mezzosopran stark und widerstandsfähig, zeigt aber auch gegenüber ihrem Sohn Telemachos (präsent: Jamez McCorkle) ihre weiche Seite.
bz Basel
Mit seinem schwerelosen, betörenden Altus ist Théo Imart in gleich drei Rollen (Amor, Juno, Amphinomos) musikalisch ein echter Glücksbringer. 
Badische Zeitung
Da wird geklettert, geturnt und gegrapscht. Und ordentlich gesungen: Katarina Bradić ist mit kleinem, aber warmem Mezzosopran eine bewegende Penelope, Théo Imart singt mit etwas scharfem Countertenor einen der penetranten Freier, Rolf Romei setzt seinen barockerprobten Tenor in mehreren Rollen ein, Alex Rosen ist ein furchtgebietend kräftiger Bass, Stefanie Knorr bezaubert als amorgleiche Minerva-Sopranistin, Jamez McCorkle erfüllt die Basspartie des Sohnes Telemachos mit sonorer Klangfülle, und Ronan Caillet bewährt sich als Eumaios. Martin Hug spielt (und singt!) mit routinierter Komik die Partie des sprayenden, ausländerfeindlichen Vielfrasses Iros.
OnlineReports
Den Schmarotzer Iros, der von den Freiern verköstigt wird, macht die Regie zum ausländerfeindlichen Wutbürger mit Gummistiefeln und Giftspritze auf dem Rücken. Schauspieler Martin Hug bewältigt die gesanglichen Herausforderungen wie die Lamento-Parodie zu Beginn des dritten Aktes mit vollstem Einsatz.
nmz - Neue Musikzeitung