Pop-up-Formate abseits der Bühnen

Alles, was wir schon immer mal machen wollten. Karaoke-Comedy oder Lieblingskino. Tanztee oder Trash-Performance. Heimweh-Abend oder Lyrik-Lesung. Die B-Formate sind der Ort für verborgene Talente, dringende Ideen und künstlerische Alleingänge der charismatischen Gang, die wir Compagnie nennen. Insider*innen wissen es: auf der B-Seite, der Rückseite einer Single-Schallplatte, sind oft die wahren musikalischen Schätze zu finden. Die B-Formate sind quasi die Rückseite des Theater-Vinyls. Regelmässig fassen wir mehrere B-Formate zu einem Spektakel zusammen. 

Ab CHF 5.–

Reihe mit der Autorin Michelle Steinbeck:

14. Mai 2022

Heroinen & Hyänen III: Adelheid Duvanel – Lesung mit Klaviermusik

Alles andere als erbauliche Geschichten schrieb die Basler Künstlerin Adelheid Duvanel (1936-1996). Von Musikkritikern in der Provinz; Kindern, die nicht herzig sind; und Männern, die ihre Frauen erwürgen, weil sie bessere Gedichte schreiben als sie selbst.

Ein Melodram mit Grace & Angel und Michelle Steinbeck

23. April 2022 – verschoben auf 8. Mai 2022, 19:00 Uhr, neuer Spielort: Alte Billettkasse

Heroinen & Hyänen II: Lesung von ‹Sascha, bring den Müll raus› der ukrainischen Autorin Natalia Vorozhbyt

Eine Küche bei Kiew, 2014. Katja und Oksana und ein Gespenst namens Sascha. Der verstorbene Partner und Stiefvater war Offizier bei der ukrainischen Armee. Jetzt, wo Krieg ausgebrochen ist, will er zurückkommen.

Natalia Vorozhbyt ist die vielleicht bekannteste ukrainische Dramatikerin und Drehbuchautorin. Ihre Stücke wurden in der Ukraine, Russland, Grossbritannien, Polen, den USA und Lettland aufgeführt. Im Jahr 2020 erhielt sie den Preis des Filmclubs Verona für den Film ‹Bad Roads›. Ausserdem erhielt sie 2020 den ‹Women in Arts Award› für ihren Beitrag zur Film- und Theaterindustrie.

Mit: Jan Bluthardt, Carina Braunschmidt, Marie Löcker und Michelle Steinbeck

18. Februar 2022

Heroinen & Hyänen I: ‹Das Fest der Lämmer› – Surrealistisches Werwolf-Stück von Leonora Carrington

Eine Familiengeschichte mit Menschen, Tieren und Geistern, Schwiegermüttern, Halbbrüdern, Exfrauen und jungfräulichen Schafen. 

Leonora Carrington, 1917 bis 2011, war eine britisch-mexikanische Surrealistin: Malerin, Bildhauerin, Schriftstellerin, Dramatikerin.

Von und mit: Elmira Bahrami, Jana Furrer, Julia Kraushaar, Julian Schneider und Michelle Steinbeck

18. November 2021

Gesprächsreihe zu ‹Die Physiker›

Wissenschaftsjournalist und Cocktail-Anarchist Roland Fischer lädt an den Tresen und diskutiert über die Verantwortung der Wissenschaft. In drei Ausgaben widmen wir uns Chemie, Medizin, Ethik, Katastrophen und Wahnsinn. Dazu werden Drinks serviert, die nicht immer ganz dem klassischen Cocktail-Rezeptbuch folgen. Das Publikum bekommt auch etwas zu trinken und ist eingeladen, sich im Verlauf des Abends am Gespräch zu beteiligen.

18. November: Katastrophendenken und Risikowahrnehmung - früher und heute

35 Jahre nach Schweizerhalle, 100 Jahre nach Oppau: Haben wir etwas gelernt aus vergangenen menschengemachten Katastrophen, haben wir die Risiken heute besser im Griff? Vielleicht hat sich das Narrativ auch nur verschoben: Nach wie vor erzählen wir die Zukunft gern als Katastrophe, allerdings als schleichende, nicht mehr als den  grossen Knall.

Gäste: 

  • Prof. Dr. Christian Rohr, Umwelt- und Klimahistoriker an der Universität Bern
  • Philipp Hübner, Kantonschemiker
     

3. Dezember: pata-, data-, dadaphysik – entfällt!

Wie die Welt erkunden, im Grössten wie im Kleinsten, im Augenscheinlichen wie im Absurden? Vielleicht hat die Grundlagenphysik längst Dimensionen erreicht, in der Sinn kaum mehr von Unsinn unterschieden werden kann, in der Grenzen zwischen Experiment und Theater, zwischen Kunst und Wissenschaft umso verschwommener werden, je genauer man hinschaut. Ein CERN-Physiker erklärt uns, wie es ist, in den unterirdischen Kathedralen der Forschung in Genf zu arbeiten, wie man mit ungeheuren Datenmengen umgeht und wie man (vielleicht) hin und wieder eine Nadel im Heuhaufen findet. Und der Leiter des Pataphysischen Instituts Basel gibt einen Einblick in Forschungen der eher abseitigen aber vielleicht gerade deshalb sehr anwendungsorientierten Art. Ein wenig Dada ist wohl sowieso das eine wie das andere.

Gäste: 

  • Sigve Haug, CERN (Uni Bern)
  • Beni Schmid, Pataphysisches Institut Basel

24. August 2021

Wasn’t there a goddess
Or a maid, or some
Woman in a story,
Who wept all day?
Even as she slept,
Even as she wept,
She was laughing?
Johanna Hedda

Welche Geschichten gehen in die Geschichte ein? Wofür ist die Hexe Sündenbock und wie kann die Hexe als aktuelles Phänomen betrachtet werden? Wo können wir ansetzen für neue Entwürfe und diese weiterweben? Circe und Penelope beginnen auf der Insel Aiaia ihre eigenen Erzählungen. 

  • Konzept, Bühne, Kostüm – Jana Furrer, Louisa Raspé
  • Text – Louisa Raspé
  • Musik – Yanik Soland
  • Mit: Annika Meier – Penelope, Vera Flück – Circe

24. August 2021
Ort: Park bei der Elisabethenkirche, Basel
Eintritt frei, Kollekte