• Vernissage: 19. März 2022, 15:00 Uhr
  • Ausstellung: 19. März – 10. April 2022
  • Di–So 11:00–18:00 Uhr
  • Eintritt frei 

‹A waiting room› ist ein partizipatives Raum- und Soundprojekt, eine Zusammenarbeit von geflüchteten Menschen und Theaterschaffenden

In dieser vielstimmigen dokumentarischen Sound-Collage denken geflüchtete Menschen laut über ihre Situation nach. Ihre Wege haben sie in die Schweiz geführt und spinnen sich hier in einen Alltag weiter. Dieser ist geprägt von Neuanfang und Zukunftswünschen einerseits, und von Erinnerungen an Hindernisse und Gefahren der Flucht, an geographische, territoriale und mentale Schranken andererseits. Dabei spielt ihr Handy eine zentrale Rolle: Als Speicher für Fotos, Videos und Dokumente, als Informationsquelle, als Hilfsmittel auf der Flucht, als Kommunikationsgerät. Indem über die Beziehungen zwischen elektronischen Bildern, Wunschvorstellungen und gegenwärtigen Realitäten nachgedacht wird, entsteht eine komplexe Untersuchung über Erinnerungen, Vermutungen, blinde Flecken, und Zukunftserwartungen. 

Mit ihren Beiträgen geben die Geflüchteten ihre Antworten auf Fragen zu globalen virulenten Themen wie Menschrechte und Privatsphäre. 

A waiting room ist ein individuelles Hör- und Raumerlebnis. Sie können zu Beginn mit ihrem eigenen Smartphone einen QR-Code scannen und so der Installation auf eigenen Kopfhörern beiwohnen. Für Besucher*innen ohne Smartphone oder Kopfhörer sind fixe Stationen im Raum eingerichtet. 

Visualisierung aus der Installation

Von und mit Barbara Weber, Bülent Zengin, Diana Rojas-Feile, Massire Koma, Michael Sauter, Mikki Levy-Strasser, Sohail Utmaanzai und andere.

Das Projekt wird in allen Phasen der Arbeit unter vollem Einbezug von Personen mit Fluchthintergrund entwickelt. 

Eine Produktion von «volldabei und vollaufgeklärt» der Berner Rechtsberatungstelle für Menschen in Not, in Kooperation mit Transit Productions, dem Festival about us! Zürich, Bühnen Bern, Theater Basel, Kulturhaus Helferei Zürich, Haus der Religionen Bern, UNHCR Schweiz und Lichtenstein 
«volldabei und vollaufgeklärt» initiiert und forscht im Rahmen von verschiedenen partizipativen Projekten an einem künstlerischen und reflektierten Diskurs zu Migration und Flucht. 

Mit Dank an Cassinelli-Vogel-Stiftung und GGKZ