20.000 Meilen sind doch mehr als wir dachten
Schauspiel
Von Eylin Ammon und Franz Broich
Von Eylin Ammon und Franz Broich
Auf einer phantastischen Reise in die Tiefsee erkennt ein überforderter Praktikant im Blick eines kommunistischen Krakens, was kollektiv gescheitert ist. Unbeirrt setzt eine interdisziplinäre Besatzung von Forscherinnen ihre Expedition fort. Ausgerüstet mit Kameras, Sensoren und spekulativen Protokollen dokumentieren sie Bewegungen, Rhythmen und Begegnungen der Meeresbewohner:innen und folgen dabei der geheimnisvollen «kinetischen Literatur» der Tiere. So entfaltet sich eine poetische Unterwasserfabel über Einsamkeit, verpasste Verständigung und die utopische Sehnsucht nach echter Begegnung.
Was passiert, wenn Verständigung scheitert? Können daraus neue Formen von Beziehung entstehen?
Nach ‹Schneekönigin›, ‹Die Beste aller Zeiten› und ‹Erpresso Macchiato› arbeitet Franz Broich diesmal gemeinsam mit Eylin Ammon an einer Stückentwicklung mit Spieler:innen der Basler Compagnie. In dieser vierten Zusammenarbeit begibt sich das Ensemble auf eine posthumanistische, kompostistische Expedition: Menschen stehen nicht länger im Zentrum, sondern sind Teil eines vielstimmigen Humus aus menschlichen und nicht-menschlichen Akteur:innen und 20.000 Meilen unter dem Meer reicht diese Perspektive weiter, als man je gedacht hätte.
Im Anschluss an die Vorstellung vom 28. Januar 2026 findet ein Nachgespräch statt.