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Schauspiel

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die unverheiratete

Schweizer Erstaufführung
Schauspiel von Ewald Palmetshofer

Altersempfehlung: Ab 14 Jahren

«Im April 1945, wenige Wochen vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges und des Naziregimes, wurde ein 20-jähriger Soldat als Deserteur von einem nationalsozialistischen Militärgericht zum Tode verurteilt und kurz darauf getötet. Ein Jahr später wurde eine 30-jährige Frau als Denunziantin dieses Mannes zu 12 Jahren schweren Kerkers verurteilt. Dies ist die historisch knappe Faktenlage, auf der das Drama ‹die unverheiratete› basiert. Darin wird der Frage nachgegangen, in welcher Weise sich die Auseinandersetzung mit Verantwortung und Schuld in den Familien der Täterinnen und Täter bis in die dritte Generation fortsetzt oder weiterträgt. Und es gibt ein Spezifikum dieser Generation: Wir sind die Letzten, die wir die Täterinnen und Täter noch persönlich und nicht nur aus der historischen Aufarbeitung und Geschichts-schreibung gekannt haben werden. Und trotzdem oder gerade darum gibt es einen Rest der Erinnerung, der von keiner Erzählung und keiner Geschichtsschreibung und Erinnerungsarbeit eingeholt werden kann. Die letzten Gründe der Menschen bleiben im Dunkeln. Und ins Dunkel führt auch jener Skandal, dass legal sein kann, was niemals legitim ist. Die Frage nach einer Humanität, die universal für alle ist, führt ohne Umweg in die Gegenwart.» Ewald Palmetshofer

«die unverheiratete» ist ein Drama für sieben Schauspielerinnen von geradezu antiker Wucht, das in einer hoch rhythmischen Sprache von den Verstrickungen von Schuld und Liebe und dem Hereinragen der Vergangenheit in die Gegenwart erzählt.

Ewald Palmetshofer wurde für sein Stück «die unverheiratete» mit dem renommierten Mülheimer Dramatikerpreis 2015 ausgezeichnet.

Preisstufe III (Schauspielhaus)

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