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©Simon Hallström
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die unverheiratete

Schweizer Erstaufführung
Schauspiel von Ewald Palmetshofer

Altersempfehlung: Ab 14 Jahren

«Im April 1945, wenige Wochen vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges und des Naziregimes, wurde ein 20-jähriger Soldat als Deserteur von einem nationalsozialistischen Militärgericht zum Tode verurteilt und kurz darauf getötet. Ein Jahr später wurde eine 30-jährige Frau als Denunziantin dieses Mannes zu 12 Jahren schweren Kerkers verurteilt. Dies ist die historisch knappe Faktenlage, auf der das Drama ‹die unverheiratete› basiert. Darin wird der Frage nachgegangen, in welcher Weise sich die Auseinandersetzung mit Verantwortung und Schuld in den Familien der Täterinnen und Täter bis in die dritte Generation fortsetzt oder weiterträgt. Und es gibt ein Spezifikum dieser Generation: Wir sind die Letzten, die wir die Täterinnen und Täter noch persönlich und nicht nur aus der historischen Aufarbeitung und Geschichts-schreibung gekannt haben werden. Und trotzdem oder gerade darum gibt es einen Rest der Erinnerung, der von keiner Erzählung und keiner Geschichtsschreibung und Erinnerungsarbeit eingeholt werden kann. Die letzten Gründe der Menschen bleiben im Dunkeln. Und ins Dunkel führt auch jener Skandal, dass legal sein kann, was niemals legitim ist. Die Frage nach einer Humanität, die universal für alle ist, führt ohne Umweg in die Gegenwart.» Ewald Palmetshofer

«die unverheiratete» ist ein Drama für sieben Schauspielerinnen von geradezu antiker Wucht, das in einer hoch rhythmischen Sprache von den Verstrickungen von Schuld und Liebe und dem Hereinragen der Vergangenheit in die Gegenwart erzählt.

Ewald Palmetshofer wurde für sein Stück «die unverheiratete» mit dem renommierten Mülheimer Dramatikerpreis 2015 ausgezeichnet.


Zum Autor Ewald Palmetshofer

Geboren 1978 im Mühlviertel (Österreich). Studium der Theologie und der Philosophie/Psychologie an der Universität Wien. Seine Stücke «hamlet ist tot. keine schwerkraft» (2007, Regie: Felicitas Brucker), «wohnen. unter glas» (2008, Regie: Sebastian Schug) und «faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete» (2009, Regie: Felicitas Brucker) wurden am Schauspielhaus Wien uraufgeführt. 
2007/2008 war Palmetshofer Hausautor und 2008/2009 Gastdramaturg am Schauspielhaus Wien, wo er 2010 die Serie «Die X Gebote» kuratierte. 2010 fand am Staatsschauspiel Dresden die Uraufführung von «tier. man wird doch bitte unterschicht» (Regie: Simone Blattner) statt. 2012 wurde «räuber.schuldengenital» am Burgtheater Wien uraufgeführt (Regie: Stephan Kimmig). 2014 wurde «die unverheiratete» in der Inszenierung von Robert Borgmann am Burgtheater Wien uraufgeführt und zum Theatertreffen eingeladen. Das Stück wurde mit dem Mülheimer Dramatikerpreis 2015 ausgezeichnet. Seine Dramen wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Unter dem Titel «faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete» gab der S. Fischer Verlag 2014 eine Textsammlung von Ewald Palmetshofer heraus. Seit 2012/2013 unterrichtet er am Institut für Sprachkunst der Universität für angewandte Kunst Wien. Seit der Spielzeit 2015/2016 ist Palmetshofer Dramaturg am Theater Basel.

Preisstufe III (Schauspielhaus)


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