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Tod in Venedig

Ballett von Richard Wherlock

Musik von Dmitri Schostakowitsch. Altersempfehlung: Ab 14 Jahren.

Der Protagonist dieses Balletts verfällt dem treibenden Wunsch, sein Denken, sein Fühlen, ja sein ganzes Leben infrage zu stellen. Nach dem Tod seiner jungen Frau drängt es ihn, Neues auszutesten, gesellschaftlich festgefahrene Grenzen zu überschreiten und er gibt sich dem entflammenden Bedürfnis hin, seinen unerfüllten erotischen Fantasien endlich Gestalt geben zu können. Richard Wherlock choreografiert ein Handlungsballett nach Thomas Manns autobiografisch beeinflusster Künstlernovelle, die zwischen Juni 1911 und Juli 1912 entstand und in der «Neuen Rundschau» im Oktober 1912 erschien. Sie ist stark von den Erlebnissen des Autors geprägt, wie den Ferien der Familie Mann in Venedig oder der Nachricht vom Tod des Komponisten Gustav Mahler, den Mann als Vorbild für die Beschreibung der Figur Aschenbachs wählte.

Wie in Manns «Tod in Venedig» treffen auch in diesem Ballett unüberwindbare Gegensätze aufeinander. Fasziniert beobachten wir den rational agierenden und nach Perfektion strebenden Gustav Aschenbach, der auf eine emotionale Welt trifft, die ihn magisch anzieht: Tod und Begehren, Schönheit und Verfall, Nüchternheit und Verzückung liegen dicht beieinander und bilden für diese choreografische Umsetzung des Stoffes die Matrix, auf der sich das Apollinische und das Dionysische tänzerisch begegnen. 

Die Musik Dmitri Schostakowitschs reflektiert farbenreich die Vielfalt der Emotionen, die der Protagonist während seiner Reise nach Venedig erlebt. Das vielfältige kompositorische Werk Schostakowitschs spiegelt ausserdem auf ganz besondere Weise das 20. Jahrhundert wider und lässt Zeitgeist und Atmosphäre greifbar und fühlbar werden. Der Komponist war schon zu seinen Lebzeiten weltbekannt und wurde zugleich in der Heimat scharf kritisiert. In seiner Musik meint man immer wieder einen Subtext zu entdecken, in dem die Zerrissenheit des Künstlers aufblitzt und in dem er uns seine Tiefgründigkeit offenbart. Dmitri Schostakowitschs Musik gleicht in ihrer breit gefächerten Erscheinung einer Lebenserzählung, einem Lebensdrama aus einer inneren Welt und ist zugleich tänzerisch figurativ und bildhaft plastisch. Richard Wherlock, der bereits sein Erfolgsballett «Snow White» zu Schostakowitsch choreografierte, gelingt es, die Musik mit seiner dynamischen Bewegungssprache zu einer Einheit zu verschmelzen und seine Protagonisten dabei bildhaft in Szene zu setzen.


Partner des Ballett Theater Basel: Basellandschaftliche Kantonalbank

Preisstufe VII (von 30.– bis 118.–)

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