Stimmen aus einer archivierten Stille - Theater Basel - Spielplan
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Stimmen aus einer archivierten Stille

Eine Rechercheausstellung zur Basler Kolonialgeschichte von Vera Ryser und Sally Schonfeldt, basierend auf «Tropenliebe» von Bernhard C. Schär

Obwohl die Schweiz keine eigenen Kolonien besass, war sie dennoch in die koloniale Geschichte involviert. Besonders die universitäre Forschung konnte von den imperialen Bestrebungen der europäischen Kolonialmächte profitieren. Im Dienste der Wissenschaft brachten die beiden Basler Naturforscher Fritz und Paul Sarasin exotische Tiere und Pflanzen, ethnologische und archäologische Objekte sowie Schädel und Skelette nach Basel. Der Grundstein für eine der grössten ethnologischen Sammlungen im deutschsprachigen Europa wurde gelegt.

Die beiden Ausstellungsmacherinnen Vera Ryser und Sally Schonfeldt begaben sich in den Basler Archiven auf die Suche nach dem Erbe der beiden Naturforscher. Zusammen mit Künstler_innen aus Sri Lanka und Indonesien ist ein alternatives Archiv entstanden, das den Blickwinkel der Herkunftsländer miteinbezieht und einen erweiterten Interpretationsraum für die damals entstandenen Forschungsergebnisse eröffnet. Die Leerstellen, welche die archivierten Objekte im Heimatland der srilankischen Künstlerin Deneth Piumakshi Wedaarachchige hinterlassen haben, werden in ihrer Arbeit aus der gegenwärtigen Perspektive sichtbar. In den Interviewaufzeichnungen des indonesischen Videokünstlers ‹Jimged› Ary Sendy Trisdiarto, die zusammen mit der in der Schweiz aufgewachsenen bildenden Künstlerin Angela Wittwer in Jakarta entstanden sind, wird deutlich, welche Auswirkungen die Kolonialgeschichte auf lokale Zusammenhänge hatte und wie die gegenwärtigen globalen Strukturen das Land heute beeinflussen.

Die Ausstellung korrespondiert inhaltlich mit der Uraufführung von «Wiederauferstehung der Vögel» des Hausautors Thiemo Strutzenberger und wird parallel dazu im Foyer des Theater Basel zu sehen sein.
Zusätzlich befasst sich eine Diskussionsreihe zusammen mit Expert_innen, Künstler_ innen und Wissenschaftler_innen mit den Möglichkeiten eines verantwortungsvollen Umgangs mit der Vergangenheit in unserer Gegenwart sowie der Position der Schweiz befassen: «Diskussionsreihe zur Ausstellung und Uraufführung»


Ausstellungsdauer bis Ende Mai 2020, geöffnet jeweils eineinhalb Stunden vor Vorstellungsbeginn auf der Grossen Bühne


Die Ausstellung «Stimmen aus einer archivierten Stille» wird unterstützt von Bernhard C. Schär (ETH Zürich), dem Schweizerischen Nationalfonds SNF, der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, der Christoph Merian Stiftung, der Ernst Göhner Stiftung und dem Aargauer Kuratorium.

Freier Eintritt

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