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Spuk in der Villa Stern

Von David Gieselmann, frei nach der Revue von Friedrich Hollaender
Uraufführung/Auftragswerk

Musik und Songtexte von Friedrich Hollaender. Neue Dialogtexte von David Gieselmann. In deutscher Sprache. Altersempfehlung: Ab 11 Jahren.

Die Familie Stern, die mit Spiessers verwandt, mit Neureichs verschwägert ist, gibt in ihrer Villa einen Kostümball. Neben verschiedenen illustren Gästen erscheint auch ein «echter» Einbrecher – für einen guten Freund in ausgezeichneter Maske gehalten – und wird vom Hausherrn gebeten, den Geldschrank zu knacken …

In seiner ebenso bitterbösen wie komischen «Revuette» nimmt der legendäre Kabarettist und Komponist Friedrich Hollaender («Ich bin von Kopf bis Fuss auf Liebe eingestellt») das gutgläubige Bürgertum aufs Korn, das sich willig einem Verbrecher ergibt und damit den eigenen Untergang besiegelt. 1931 im Berliner Tingel-Tangel Theater im Keller des Theater des Westens uraufgeführt, spielte der «Spuk in der Villa Stern» unverhohlen auf den aufkommenden Nationalsozialismus in Deutschland an, der als das eigentliche Gespenst umhergeht. Hollaender komponierte für den «Spuk in der Villa Stern» einige seiner erfolgreichsten und bissigsten Songs, darunter «Die Kleptomanin», «An allem sind die Juden schuld» – eine heftige Satire auf den Antisemitismus – und «Münchhausen», einen Song über die Macht der Lügen, der gerade in Zeiten von behaupteten «Fake News» aktueller denn je erscheint. Am Tag nach der Uraufführung bemerkte die Berliner Volks-Zeitung in ihrer Rezension: «Niemals war eine Zeit ergiebiger für die Satire und Parodie der Kleinkunst. Niemals war eine Zeit so gefährlich für die Ausübenden. Was gestern noch risikolos angeulkt werden konnte, ist morgen vielleicht schon gefährlich.» In der Tat musste Friedrich Hollaender 1933 aufgrund seiner jüdischen Abstammung Deutschland verlassen.

Sein «Spuk in der Villa Stern», der seit seiner Uraufführung nicht mehr auf der Bühne zu sehen war und nur in Teilen überliefert ist, wird in Basel wiederauferstehen – in einer neuen Textfassung aus der Feder des für seine kritischen Unterhaltungskomödien bekannten Autors David Gieselmann. Eine rasante Tour de Force, in Szene gesetzt von Regisseur Christian Brey, der das Stück auf seine kabarettistische Spitze treibt und mit Opernsängerin Noëmi Nadelmann, Chansonnier Michael von der Heide sowie Publikumsliebling und Ensemblemitglied am Theater Basel Karl-Heinz Brandt Stars des Schweizer Theaters gleich in über ein Dutzend Rollen schlüpfen lässt!

Preisstufe VI (von 30.– bis 102.–)

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