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Schöne neue Welt

Klub Roter Oktober: Lesung

1932 erschien mit Aldous Huxleys «Schöne neue Welt» einer der berühmtesten Zukunftsromane des 20. Jahrhunderts. Seine Hauptfiguren Lenina Crowne und Bernard Marx leben in einer utopischen Welt im Jahre 2540 nach Christus, in der die Internationale verwirklicht ist. Im Reich dieser Weltregierung besteht das Totalitäre nicht in der brutalen Unterdrückung eines Überwachungsstaates, sondern im genormten Wohlfühlglück einer hoch entwickelten Gesellschaft, in der alle Menschen am Luxus teilhaben. Unruhe, Elend und Krankheit sind überwunden, aber individuelle Freiheit, Kunst und Solidarität bleiben auf der Strecke. «Damals», schrieb Huxley selbst über seinen Roman, «verlegte ich diese Utopie sechshundert Jahre in die Zukunft. Heute scheint es durchaus möglich, dass uns dieser Schrecken binnen eines einzigen Jahrhunderts auf den Hals kommt.» 

Das Motto des Romans stammt von dem russischen Revolutionär Nikolai Alexandrowitsch Berdjajew, der den ambivalenten Umgang mit Utopien betont: «Utopien erscheinen realisierbarer als je zuvor. Wir finden uns mit einer neuartigen, besorgniserregenden Frage konfrontiert: Wie sollen wir ihre endgültige Verwirklichung verhindern? Utopien sind verwirklichbar. Das Leben strebt ihnen entgegen. Und vielleicht wird ein neues Jahrhundert kommen, eines, in dem Intellektuelle und die Bildungsschicht darüber nachdenken werden, wie man Utopien verhindern und zu einer nicht-utopischen Gesellschaft zurückkehren kann, weniger perfekt und dafür freier.)»

Eingerichtet und gelesen von Helmut Berger und Barbara Horvath.

CHF 11.-

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