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Operettencouch

Basel blickt auf eine langjährige Tradition im Bereich des Unterhaltungstheaters zurück – mit Küchlins Varieté-Theater im Zentrum, in dem zu Beginn des 20. Jahrhunderts glanzvolle Revuen und Operetten mit internationalen Stars zur Aufführung kamen. An diese Tradition knüpft die «Operettencouch» in der Monkey Bar des Theater Basel an: In lockerer Baratmosphäre wird einmal im Monat eine in Vergessenheit geratene Operette vorgestellt – von der frechen Germanenburleske «Die lustigen Nibelungen» von Oscar Straus bis hin zu den mondänen, subversiven Jazzoperetten der 1920er- und 1930er-Jahre von Emmerich Kálmán oder Paul Abraham, von dem es Anfang der Saison auch «Die Blume von Hawaii» zu sehen gibt. Neben einer Einführung in das jeweilige Werk und seinen Kontext präsentieren Solist_innen des Opernensembles Höhepunkte aus Textbuch und Musik.
 


MO 4. Dezember 2017: «Die lustigen Nibelungen» (1904) von Oscar Straus

Oscar Straus und sein Librettist Rideamus adaptierten 1904 die «urdeutsche» Nibelungensage für die Operettenbühne – und zogen sich angesichts ihrer bissig satirischen Parodie auf das Germanentum (samt ironischer Verweise in der Musik auf Wagners «Ring des Nibelungen» und preussische Militärmärsche) den Zorn deutscher Nationalisten zu. Die Operettencouch stellt dieses höchst amüsante und melodienreiche Meisterwerk in der lockeren Atmosphäre der Monkey Bar vor.


MO 8. Januar 2018: «Schwarzwaldmädel» (1917) von Leon Jessel

In einem verträumten Schwarzwaldstädtchen lebt das arme Bärbele – ein schwäbisches Aschenputtel samt Bollenhut – als Haushälterin bei Domkapellmeister Blasius Römer. Als zwei Wandermusikanten aus Berlin im Städtchen eintreffen und vom Domkapellmeister beherbergt werden, wird das kleine Örtchen gehörig durcheinandergewirbelt – und das Bärbele schliesslich zur Königin der Herzen. Uraufgeführt im Kriegsjahr 1917, traf Leon Jessels Heile-Welt-Operette einen Nerv der Zeit und wurde zum Welthit – der den jüdischen Komponisten später jedoch nicht vor der Ermordung durch die Nazis bewahren sollte.


Weitere Vorstellungen:

  • 26. Februar 2018: Die jiddische Operette: Abraham Goldfaden und seine Folgen
  • 26. März 2018: «Der Pusztakavalier» («Mágnás Miska») (1916) von Albert Szirmai 
  • 9. April 2018: «Frühlingsstürme» (1933) von Jaromír Weinberger 
  • 7. Mai 2018: «Der Orlow» (1925) von Bruno Bernhard Granichstaedten
  • 11. Juni 2018: «Die Afrikareise» (1883) von Franz von Suppé

CHF 11.-

Wir empfehlen auch

  • Die Blume von Hawaii

    Operette in drei Akten von Alfred Grünwald, Fritz Löhner-Beda und Emmerich Földes. Musik von Paul Abraham.

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    Eine Werkstatt in mehreren Teilen von Ansi Verwey

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