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Leonce und Lena

Schauspiel von Georg Büchner

Altersempfehlung: Ab 14 Jahren.

Georg Büchners «Leonce und Lena» beginnt als scheinbar klassische Verwechslungskomödie, endet aber als seltsam unerlöstes Traumspiel über Sinn und Unsinn des Daseins, den Zweifel an der Wirklichkeit und die Sehnsucht, sich in einen Automaten zu verwandeln. Es ist ein Freiflug ins Nichts, voller Traurigkeit und doppeltem Sinn, in dem jeder Satz etwas anderes bedeuten könnte, als er auf den ersten Blick zu bedeuten scheint.
 
 «Sehen Sie hier, meine Herren und Damen, zwei Personen beiderlei Geschlechts, ein Männchen und ein Weibchen, einen Herrn und eine Dame. Nichts als Kunst und Mechanismus, nichts als Pappendeckel und Uhrfedern. Jede hat eine feine, feine Feder von Rubin unter dem Nagel der kleinen Zehe am rechten Fuss, man drückt ein klein wenig und die Mechanik läuft volle fünfzig Jahre. Diese Personen sind so vollkommen gearbeitet, dass man sie von andern Menschen gar nicht unterscheiden könnte, wenn man nicht wüsste, dass sie blosse Pappdeckel sind; man könnte sie eigentlich zu Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft machen. Geben Sie Acht, meine Herren und Damen, sie sind jetzt in einem interessanten Stadium, der Mechanismus der Liebe fängt an sich zu äussern …» Georg Büchner

Entstanden ist das Stück 1836 parallel zu «Woyzeck», als Beitrag zu einem Preisausschreiben der Cotta’schen Buchhandlung. Weil Büchner den Einsendeschluss verpasste, erhielt er es ungelesen zurück, und die Uraufführung fand erst knapp sechzig Jahre später statt, 58 Jahre nach seinem Tod. 

Hausregisseur Thom Luz macht Büchners entrückte, zerfallende Schlussszene zum Ausgangspunkt einer neuen Musiktheaterarbeit und bahnt sich einen eigenen Weg durch Büchners verzweifelten, heiteren Kosmos. Seit 2015 hat Luz am Theater Basel die Arbeiten «LSD – mein Sorgenkind», «Inferno» und die szenische Installation «Paradiso» herausgebracht. 2015 und 2017 wurde er mit Einladungen zum Berliner Theatertreffen ausgezeichnet.

Preisstufe IV (Schauspielhaus)

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