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Komponistinnen!

Opernsalon in der Monkey Bar // Im Rahmen von «grrrls grrrls grrrls»

Opern von Komponistinnen haben auf den internationalen Spielplänen Seltenheitswert. Allenfalls die Werke von Zeitgenossinnen wie etwa Olga Neuwirth, Kaija Saariaho, Adriana Hölszky oder Chaya Czernowin finden sich vielerorts im Repertoire. Frühere Opern jedoch erscheinen mitunter wie weisse Flecken auf der Landkarte der Operngeschichte. Der monatliche Opernsalon «Komponistinnen!» hat zum Ziel, diese zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Opern in den Fokus zu rücken und ausgewählte Werke von Komponistinnen vom Barock bis zur Moderne vorzustellen – in der lockeren Atmosphäre der Monkey Bar. Neben einer Einführung in die jeweilige Oper und ihren Kontext präsentieren Solist_innen des Opernensembles musikalische Ausschnitte.

  • 7. Oktober 2019: «Cabildo» (1932 / 1947) von Amy Beach

    In ihrer Oper «Cabildo» erzählt die amerikanische Komponistin Amy Beach (1867–1944) von der wundersamen Flucht von Pierre Lafitte, einem inhaftierten Piraten, um die Stadt New Orleans im Britisch- Amerikanischen Krieg gegen die britischen Kolonialherrscher zu verteidigen.  «Cabildo» macht den Auftakt zum Opernsalon «Komponistinnen!», einer Reihe, die einmal im Monat dazu einlädt, eine zu Unrecht in Vergessenheit geratene Oper von Komponistinnen vom Barock bis zur Moderne kennenzulernen – in lockerer Baratmosphäre. Neben einer Einführung in die jeweilige Oper und ihren Kontext präsentieren Solist_innen des Opernensembles musikalische Ausschnitte.
     

    Musikalische Leitung und Klavier: Stephen Delaney
    Mit: Ena Pongrac (Mezzosopran), Hyunjai Marco Lee (Tenor), Domen Krizaj (Bariton)
    Konzept und Moderation: Pavel B. Jiracek

 


 

  • 4. November 2019: «La petite sirène» (1957) von Germaine Tailleferre

    Einmal im Monat lädt der Opernsalon «Komponistinnen!» dazu ein, eine zu Unrecht in Vergessenheit geratene Oper von Komponistinnen kennenzulernen – in lockerer Baratmosphäre. Im November steht die Oper «La petite sirène» (1957) von Germaine Tailleferre im Fokus. Tailleferre war Mitbegründerin und Mitglied der legendären Komponist_innengruppe «Groupe des Six», die das französische Musikleben um 1920 entscheidend prägte. In «La petite sirène» erzählt sie die berührende Geschichte von der kleinen Meerjungfrau, der berühmten Märchengestalt aus der Feder von Hans Christian Andersen.

           Musikalische Leitung und Klavier: Stephen Delaney
           Konzept und Moderation: Pavel B. Jiracek

 


  • 16. Dezember 2019: «Cendrillon» (1904) von Pauline Viardot-García
     
  • 20. Januar 2020: «La montagne noire» (1895) von Augusta Holmès
     
  • 10. Februar 2020: «La Sévillane» (1891) von Cécile Chaminade
     
  • 9. März 2020: «Infidelio» (1954) von Elisabeth Lutyens
     
  • 20. April 2020: «The Wreckers» (1906) von Ethel Smyth
     
  • 11. Mai 2020: «Céphale et Procris» (1694) von Élisabeth Jacquet de la Guerre
     
  • 15. Juni 2020: «Atlas» (1991) von Meredith Monk

 


Teil der Reihe:

GRRRLS GRRRLS GRRRLS
Eine Reihe mit Basler Bräuten und ihren Geschwistern

Zum ersten Mal streikten die Schweizer Frauen 1991, der zweite Frauenstreik fand 2019 statt. Die einzelnen Forderungen mögen in den jeweiligen Jahren etwas variiert haben, dennoch ist die Grundaussage identisch: Wir stehen nicht mehr zur Verfügung.
Frauen wollen nicht mehr ungefragt zur Verfügung stehen, nicht dafür, ihre Zeit auf die alleinige Erledigung der Hausarbeit und Kindererziehung zu verwenden, damit ihr Partner auch mit Familie seiner Karriere nachgehen kann; nicht dafür, gleiche Arbeit für weniger Gehalt zu verrichten; nicht dafür, einen Mann sexuell zu befriedigen, ohne den Anspruch auf die eigene Befriedigung zu erheben; nicht dafür, sich zu Objekten degradieren zu lassen, nicht für den Profit der Schönheits- und Sexindustrie.
Dass sich Frauen aktiv den ihnen auferlegten «Pflichten» entziehen, dass die #MeToo-Debatte massenwirksam den Machtmissbrauch von Männern thematisiert, der lange verschwiegen, weggelächelt oder bagatellisiert wurde, sind aktuelle Fortschritte in der Reihe von Errungenschaften während der nunmehr über hundert Jahre bestehenden Frauenbewegung.
Trotz der – auch von vielen Männern – gesellschaftlich eingeforderten und formal bestehenden Gleichberechtigung sind patriarchale Machtstrukturen jedoch keineswegs gänzlich überwunden. Betrachtet man zudem die Selbstinszenierung vieler junger Menschen auf Social Media, wo Männer ihre Stärke und Frauen ihre Schönheit ausstellen, kann man kaum glauben, dass wir uns bereits in der dritten Welle des Feminismus befinden.
Die interdisziplinäre Reihe «grrrls grrrls grrrls» möchte mit unterschiedlichsten künstlerischen Formaten und im engen Austausch mit dem aktuellen wissenschaftlichen Diskurs die Frage stellen: Wie gleichberechtigt sind wir eigentlich heute tatsächlich? Dazu gehört eine Rückschau der Regisseurin Katrin Hammerl auf die Arbeit der Schweizer Frauenrechtlerin Iris von Roten genauso wie die Erforschung des Modebegriffs «toxische Männlichkeit» durch den jungen Regisseur Matthias Köhler. Denn ja – die mittlerweile legendäre Monkey Bar, die sich aktuell unter weiblicher Leitung und in einem neuen Gewand von Frederik C. Schweizer präsentiert, öffnet ihre Türen für alle, auch für Sie und Ihre Perspektiven.
Bei all dem ist der Titel der Reihe «grrrls grrrls grrrls», angelehnt an die feministische Punkszene in den USA zu Beginn der 1990er-Jahre, natürlich immer auch Programm. Denn, um es mit den Worten von Laurel Gilbert zu sagen: «Grrrl bringt das Knurren zurück in unsere Miezekatzenkehlen. Grrrl zielt darauf, die ungezogenen, selbstsicheren und neugierigen Zehnjährigen in uns wieder aufzuwecken, die wir waren, bevor uns die Gesellschaft klarmachte, dass es Zeit sei, nicht mehr laut zu sein und Jungs zu spielen, sondern sich darauf zu konzentrieren, ein ‹girl› zu werden, das heisst eine anständige Lady, die die Jungs später mögen würden.»


In Kooperation mit dem Zentrum Gender Studies der Universität Basel, The Art of Intervention und der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW Basel.

 

CHF 11.-

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