deutsch english

Ballett

Premiere Spielplan Ensemble

Oper

Premiere Spielplan Ensemble

Schauspiel

Premiere Spielplan Ensemble

Hotel Strindberg

Schauspiel von Simon Stone nach August Strindberg.
Uraufführung/Auftragswerk

Aus dem Englischen von Martin Thomas Pesl. Altersempfehlung: Ab 14 Jahren

August Strindberg war ein unsteter, unglücklicher Geist, der auf sehr persönliche Art und Weise die Kämpfe mit sich und der Welt in seinem OEuvre verarbeitete: oft war es der Krieg der Geschlechter, der ihn umtrieb. Nach der Beschäftigung mit Henrik Ibsen und Anton Tschechow wendet sich der für seine Überschreibungen bekannt gewordene Regisseur Simon Stone dem berühmten schwedischen Schriftsteller zu, um zu untersuchen, was dessen zwischen Naturalismus und Expressionismus oszillierendes, faszinierendes Werk mit uns und unserer heutigen Welterfahrung zu tun hat.

Simon Stone entlehnt Figuren und Motive aus gleich mehreren der selten gespielten Dramen Strindbergs wie «Gespenstersonate», «Der Pelikan» und «Nach Damaskus» sowie aus dessen autobiografischen Schriften und verwebt sie mit leichter Hand miteinander. Sein Dreiakter ist ein Menschheitspanorama der Jetztzeit mit Unterhaltungsfaktor: In unzähligen, oft parallel stattfindenden Szenen entwirft er hochaktuelle, hysteriegesteuerte Familien- und Paartragödien, entlockt aber gleichzeitig dem abgründigen Strindberg’schen Kosmos so viel Humor, dass man fast meinen könnte, Strindberg wäre ein brillanter Komödiendichter
gewesen.

Das «Hotel Strindberg» ist keine heimelige Herberge, sondern der vorübergehende Aufenthaltsort für einsame, verlassene, hassende, gierige, begehrende, träumende Menschen – jung wie alt. Auf drei Etagen mit Rezeption, Zimmern und Treppenhaus begegnen sie sich, wechseln in Sekundenschnelle Identität und Etage. Im letzten Akt bleibt ein einzelner an den Geschlechterverhältnissen verzweifelnder Mann zurück – sollte das ganze «Hotel Strindberg» etwa seinem Kopf entsprungen und nur ein Traumspiel sein?

Nach seinen mit Einladungen zum Berliner Theatertreffen respektive mit dem Nestroy-Preis ausgezeichneten Schauspielinszenierungen «Engel in Amerika», «John Gabriel Borkman» und «Drei Schwestern» sowie seinem Operndebüt mit «Die tote Stadt» ist dies die fünfte Arbeit des australischen Regisseurs mit Basler Wurzeln für das Theater Basel.


Eine Koproduktion des Theater Basel mit dem Burgtheater Wien.

Preisstufe V (Gr. Bühne)

svg-sprite