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Engel in Amerika

Teil I: Die Jahrhundertwende naht / Teil II: Perestroika
Schauspiel von Tony Kushner

Aus dem Englischen von Frank Heibert.

AUSGEZEICHNET!
Wiener Theaterpreis Nestroy 2016:  ‚Beste deutschsprachige Aufführung‘

Eingeladen zum Schweizer Theatertreffen 2016


Beide Teile werden einzeln und als Marathon-Vorstellungen gezeigt.

Teil I: Die Jahrhundertwende naht
(ca. 2 Stunden und 20 Minuten, eine Pause)
Teil II: Perestroika (ca. 2 Stunden und 20 Minuten, eine Pause)

Dauer Teil I und II: ca. 5 Stunden und 30 Minuten inkl. Pausen



Mitte der 1980er-Jahre: Der Ausbruch der Krankheit Aids erschüttert New York. Louis, Sprössling einer jüdischen Grossfamilie, verlässt panisch seinen erkrankten Freund Prior und kommt mit dem konservativen, mormonischen Anwalt Joe zusammen. Dessen medikamentenabhängige Frau flüchtet sich daraufhin in ihren Träumen ins ewige Eis, seine strenggläubige Mutter reist aufgebracht aus Salt Lake City an. Der republikaner Roy Cohn, ein machtbesessener und zynischer Anwalt, behauptet bis zu seinem letzten Atemzug, weder schwul, noch an Aids erkrankt zu sein. So liefert er sich sogar am Sterbebett deswegen noch Gefechte mit seinem schwarzen Pfleger Belize. und dann bricht durch Priors Schlafzimmerdecke ein Engel, «ein kosmischer reaktionär», wie ihn Belize nennt, doch für Louis steht fest: Alles Einbildung, denn es gibt keine Engel in Amerika!

Tony Kushners Theater-Epos, 1993 mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet, stammt aus der Geburtsstunde des Neoliberalismus, spielt in der Reaganära und gilt in den USA neben Millers «Tod eines Handlungsreisenden» als zentraler Klassiker über das Ende der US-amerikanischen Vormachtstellung in der Welt. Mehr als zwanzig Jahre nach seiner Erstaufführung ist «Engel in Amerika» die mit überbordender Phantasie erzählte, schonungslose Analyse einer Gesellschaft, die einen kollektiven Infekt in sich trägt und damit ringt, dessen Existenz zu akzeptieren. Ein Infekt, der die Welt spaltet, in die Reichen, die ihn therapieren können, und die Armen, die daran zugrunde gehen.

Der australische Regisseur Simon Stone, Hausregisseur am Theater Basel, ist nur einige Jahre älter als das Stück. Geboren wurde er in Basel, wo die Forschungsabteilungen der Pharmaindustrie die Bekämpfung der Seuche Aids entscheidend mitgelenkt haben. Er liest Kushner aus der Perspektive unseres Jahrtausends, in der der neoliberale Geist sich unwidersprochen in alle Lebensbereiche eingenistet hat.

Preisstufe V (Gr. Bühne)


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