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Edward II. Die Liebe bin ich

Schauspiel von Ewald Palmetshofer nach Christopher Marlowe
Uraufführung/Auftragswerk

Eine Koproduktion des Theater Basel mit den Wiener Festwochen und dem Schauspielhaus Wien


Eingeladen zum Schweizer Theatertreffen 2016 vom 26. bis 29. Mai 2016 in Genf. Die Vorstellung im Rahmen des Schweizer Theatertreffens ist am Sonntag, 29. Mai 2016, 14 Uhr in der Comédie de Genève.


Der ausschweifende, öffentlich zur Schau gestellte Lebenswandel von Edward II, König der Engländer, führt in Christopher Marlowes 1594 postum publiziertem Königsdrama zu einem blutigen Ränkespiel um politische Einflussnahme, Ordnung und Souveränität. Nach und nach ruft Edwards sexuelle Begehrlichkeit all jene auf den Plan, die an den Schalthebeln der Macht sitzen oder gerne sässen – ob Adel, Kirche, Königsgattin, Günstling oder Königsmörder. Das Historiendrama des Shakespearezeitgenossen Marlowe, der 29-jährig unter ungeklärten Umständen gewaltsam zu Tode kam, stellt die beunruhigende Frage nach dem Verhältnis von kompromisslosem Begehren und autoritärer Staatsgewalt. Denn der Mensch ist des Menschen Wolf und Beischläfer. Er dringt in ihn, im Bett und von Henkers Hand am Schafott.

Marlowes für das Elisabethanische Theater bahnbrechende Bühnensprache trifft in dieser Neudichtung des österreichischen Dramatikers Ewald Palmetshofer auf dessen musikalischen, radikal geformten Sprachkosmos. Nora Schlocker, Hausregisseurin am Theater Basel, inszeniert diese Studie vom Niedergang eines blindwütig Liebenden und den Mechanismen der Macht. Ewald Palmetshofer erhielt 2015 den Mühlheimer Theaterpreis für sein Stück «die unverheiratete». Er ist einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Dramatiker der jüngeren Generation und seit der Spielzeit 2015/2016 Dramaturg am Theater Basel.

Preisstufe IV Schauspielhaus (von 30.– bis 60.–)

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