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Caligula

von Albert Camus

Aus dem Französischen von Uli Aumüller. Altersempfehlung: Ab 16 Jahren

Erschüttert vom plötzlichen Tod seiner Schwester und Geliebten Drusilla errichtet der junge römische Kaiser Caligula ein Regime der Willkür und des Schreckens. «Diese Welt ist ohne Bedeutung», ruft Caligula aus, erhebt die von ihm empfundene Sinnlosigkeit des Lebens zur Staatsdoktrin und setzt diese mit blutiger Konsequenz in die Praxis um. Die Senatoren verfolgen ungläubig die Auflösung aller politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verbindlichkeiten und das Wüten des sinnlosen Terrors nach kaiserlichem Belieben, bis sie selbst von der blinden Zerstörungswut des Autokraten vernichtet zu werden drohen. Sie müssen dem schrankenlosen Willen zu zerstören entgegentreten und einem Staatsmann, der das Unmögliche will.

Vor dem historischen Hintergrund der nur vier Jahre (37 bis 41 n. Chr.) dauernden Regierungszeit des Gaius Caesar Germanicus – genannt Caligula – verbindet Albert Camus in seinem 1945 uraufgeführten Drama die Erfahrung der Absurdität und Sinnleere des Lebens mit der Frage nach politischer Verantwortung, Macht und Willkür. Parallel zu Camus welt-berühmtem Roman «Der Fremde» entstanden, ist «Caligula» ein beunruhigendes Gedankenexperiment über die verheerenden Konsequenzen politischen Nihilismus, das mehr als 70 Jahre nach seiner Uraufführung nichts von seiner Aktualität eingebüsst hat – im Gegenteil.

Der italienische Regisseur Antonio Latella, der sich 2015/2016 mit seinen Inszenierungen «Ödipus» nach Sophokles und «Die Wohlgesinnten» nach dem Roman von Jonathan Littell in Basel vorgestellt hat, inszeniert diesen modernen, existenzialistischen Klassiker des französischen Nobelpreisträgers Camus.

Preisstufe IV (Schauspielhaus)



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