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Diodati. Unendlich

Oper von Michael Wertmüller und Dea Loher.
Uraufführung/Auftragswerk

Oper von Michael Wertmüller. Libretto von Dea Loher. In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln. Altersempfehlung: Ab 14 Jahren

Eine Gruppe literarisch ambitionierter Briten, die in einer Menage zu sechst miteinander verstrickt sind, begibt sich im Jahr 1816 auf die Suche nach der «erhabenen» Natur in die Schweiz – darunter Percy Shelley und seine spätere Frau Mary, Lord Byron und dessen Leibarzt John Polidori. Doch das katastrophale Wetter des legendären «Jahres ohne Sommer», die Folge eines Vulkanausbruchs in Indonesien, zwingt die Freunde, acht Tage lang in einer Villa am Genfersee auszuharren. Dort erzählen sich die libertinären Grenzgänger_innen – nicht zuletzt auch unter dem Einfluss von Halluzinogenen – selbstverfasste Geschichten über fremdgesteuerte Kreaturen, in denen sich die Abgründe ihrer eigenen Persönlichkeit spiegeln – aber auch die Sehnsucht, ihr Leben aktiv zu gestalten und gesellschaftliche Probleme in Angriff zu nehmen … Ausgehend von dieser historischen Zusammenkunft, bei der u. a. Mary Shelleys «Frankenstein» entstand, erzählen der Schweizer Komponist Michael Wertmüller und die Dramatikerin Dea Loher in ihrer Oper eine Geschichte über die Suche nach Freiheit und Individualität in einer Welt, die aus dem Gleichgewicht geraten zu sein scheint. Die Verbindung zwischen Wertmüllers hochenergetischer, explosiver Musik – ein rauschhafter Mix aus Zwölftonmusik, Blues und Heavy Metal – und Lohers schnörkelloser Sprache, mit der sie ihren oft archaischen Stoffen und Figuren zeitlose Gültigkeit verleiht, hat bereits in ihrer ersten Zusammenarbeit, der Kammeroper «Weine nicht, singe» an der Staatsoper Hamburg, für Furore gesorgt. Mit «Diodati. Unendlich» schreibt das bewährte Autorenduo erstmals eine Oper für die grosse Bühne.

Die Uraufführung am Theater Basel wird inszeniert von der amerikanischen Regisseurin Lydia Steier, die bereits bei der zur «Aufführung des Jahres» gekürten Basler Produktion von Stockhausens «Donnerstag aus ‹Licht›» Regie führte. Am Pult steht nach seinen grossen Erfolgen als musikalischer Leiter der Produktionen «Donnerstag aus ‹Licht›» und «La traviata» erneut der Schweizer Dirigent Titus Engel. Als Lord Byron ist der mit dem Musikpreis Echo ausgezeichnete Bariton Holger Falk («Oresteia») wieder zu Gast am Theater Basel.


Der Kompositionsauftrag wurde realisiert mit Unterstützung von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung und gefördert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung.

Preisstufe VI (von 30.– bis 102.–)

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