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Hier ist noch alles möglich

Schauspiel nach dem gleichnamigen Roman von Gianna Molinari
URAUFFÜHRUNG

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Gianna Molinari: «In ‹Hier ist noch alles möglich› arbeitet die Ich-Erzählerin seit Kurzem als Nachtwächterin in einer Verpackungsfabrik, die bald schliessen wird. Die Fabrik ist noch nicht verlassen und doch nicht mehr Teil der produktiven Welt. Dort baut sich die Ich-Erzählerin Stück für Stück eine neue Welt auf. Diese neue Welt, bestehend aus Clemens, der zweiten Nachtwache, dem Chef, dem Koch und dem Mitarbeiter Lose wird für sie selbst stetig unsicherer: Da ist ein Wolf, der sich angeblich auf dem Gelände herumtreibt und für den sie eine Fallgrube graben muss. Da ist die Geschichte eines afrikanischen Flüchtlings, der aus dem Fahrwerk eines Flugzeugs fiel und tot aufgefunden wurde. Seine Identität bleibt unbekannt. Die Ich-Erzählerin begibt sich auf Spurensuche, macht sich Gedanken darüber, was Grenzen bedeuten und was Identität heisst, woran sie festzumachen ist. Inwiefern ist Identität verhandelbar und je nach Umfeld wandelbar? Für wen sind Grenzen durchlässig und für wen unpassierbar? Und wer entscheidet darüber? Was ist sicher, was ist unsicher, ist sie selbst noch sicher? Grenzen und Grenzüberschreitung, aussen und innen, Sichtbares und Verborgenes, Konstruktion und Definition vermischen sich. Auch verschieben sich immer mehr die Ebenen von Vorgestelltem und Realem. Gibt es den Wolf wirklich, der plötzlich in ihrer Halle auftaucht? Und wer sieht hier was?

‹Hier ist noch alles möglich› ist ein Text über das Wahrnehmen der Welt und der eigenen Person sowie der Verschiebung dieser Wahrnehmung, ein Roman über die Zersetzung des Realen und über Möglichkeitsräume.» Mit ihrem Debütroman «Hier ist noch alles möglich» gewann die gebürtige Baslerin Gianna Molinari 2017 den 3sat-Preis beim Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt, 2018 war sie nominiert für den Deutschen und den Schweizer Buchpreis und gewann den Robert Walser-Preis in Biel. Mit einer Mischung aus Nüchternheit und Poesie stellt die Autorin mit schwereloser Leichtigkeit die grossen Fragen unserer Zeit: nach dem Fremden und dem Vertrauten, nach Heimat und Identität und nach den Grenzen, die wir um uns ziehen. Diesen Fragen spürt die Schweizer Regisseurin Claudia Bossard, die diesen Stoff für die Bühne adaptiert, mit ihrem Debüt am Theater Basel nach.

Preisstufe 2

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