Richard Wherlock choreographiert zur Musik von Edvard Grieg sein erstes abendfüllendes Handlungsballett für das Ballett Basel: die Geschichte um den jungen Peer Gynt, den Träumer und Aussenseiter auf der Suche nach sich selbst. Hin- und hergerissen ist Peer zu Beginn der Geschichte zwischen den beiden gegensätzlichen Frauen Solvejg und Ingrid; seine Unentschlossenheit und sein Übermut treiben Ingrid schliesslich in den Tod. Peer flüchtet sich daraufhin in eine Traumwelt; erst die Erinnerung an seine kranke Mutter lässt ihn den Weg zurück in die Realität finden. Am Totenbett seiner Mutter trifft er wieder auf Solvejg, die ihn noch immer liebt; doch der ruhelose Peer muss erneut auf Reisen gehen. Nach langer Irrfahrt kehrt er als reicher und mächtiger, aber unglücklicher Mann in seine Heimat zurück Ð Land und Menschen sind ihm längst fremd geworden. Solvejg, inzwischen erblindet, wartet noch immer auf ihn; jetzt erst kommt Peer zur Ruhe. Die Peer Gynt-Musik des norwegischen Komponisten Edvard Grieg entstand 1874 als Schauspielmusik zu Ibsens gleichnamigem Drama; die melancholisch gefärbte und zugleich sehr tänzerische Musik hat schon viele Choreographen zu einem Ballett angeregt. |