1. Teil «Aria/Ariadne» (2002), Szenarie nach Friedrich Nietzsches «Die Klage der Ariadne»
2. Teil «Das Gehege» (2006), Monodram nach der Schlussszene aus Botho Strauss’ «Schlusschor»
3. Teil «Penthesilea-Monolog» (2005), nach dem Schlussmonolog in Heinrich von Kleists «Penthesilea»
Sie lieben bis zur Raserei, vergehen vor Sehnsucht und Lust nach dem fernen Geliebten. Werden sie zurückgewiesen, werden sie zu männermordenden Furien: Die verlassene Ariadne. Anita, eine Frau, die sich nach einem eingesperrten Adler verzehrt, ihn befreit, sich ihm anbietet und ihn am Ende mordet, weil sie ihn nicht haben kann. Penthesilea, die liebesrasende Amazonenkönigin, die den eigenen Geliebten in Stücke reisst, weil sie sich verraten glaubt und nach der Erkenntnis ihres Irrtums sich selbst ihrer Liebe opfert. Drei Frauen, verbunden durch das Spannungsfeld aus Liebesglück und tiefster Verzweiflung, aus Opfer und Selbstopfer, aus Liebe, Tod und Liebestod. Dieser inhaltliche Faden war Auslöser für die Idee Wolfgang Rihms, die drei Monodramen musikalisch zu verbinden und für das Theater Basel zu einem neuen Stück zusammenzufassen. Rihm, einst Schüler Stockhausens und Klaus Hubers und jetzt einer der bedeutendsten Komponisten unserer Zeit, versteht seine Werke ohnehin immer auch aus dem Werkkontext heraus: «Ich habe die Vorstellung eines grossen Musikblocks, der in mir ist. Jede Komposition ist zugleich ein Teil von ihm, als auch eine in ihm gemeisselte Physiognomie.»
Die Inszenierung dieser Uraufführung übernimmt Georges Delnon. Delnon führt damit nach dem Gastspiel seiner Inszenierung von Bernhard Langs Musiktheater «Der Alte vom Berge» zum ersten Mal Regie in einer Neuproduktion für das von ihm geleitete Theater Basel. Das Bühnenbild entwirft Roland Aeschlimann. Die musikalische Leitung übernimmt André de Ridder nach seinem grossen Erfolg mit Gerald Barrys Oper «Die bitteren Tränen der Petra von Kant» in der Spielzeit 2007/2008.
In Zusammenarbeit mit dem Festival Musica Strasbourg
|