Auf der Folie der authentischen Lebensgeschichte der katholischen Nonne Sister Helen Prejean, die durch persönliche Begegnungen mit Tätern und Opfern zur Vorkämpferin gegen die Todesstrafe wurde, geht der junge Regisseur Marc Prätsch der Frage nach, ob das archaische Prinzip «Auge um Auge» der Gerechtigkeit zur Geltung verhelfen kann. In Form einer szenischen Collage kommt ein vielstimmiger Chor aus Befürwortern und Gegnern, aus hilflosen Helfern und überforderten Vollstreckern zu Wort, der das Prinzip der absoluten Nächstenliebe, wie Sister Helen es lebt, auf eine existentielle Probe stellt.
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