Klassikermaschine
Oper, Schauspiel, Ballett

In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister.
Goethe

Hamlet, Käthchen, Othello, Medea. Das Theater Basel macht ernst mit dem Bildungsauftrag. Jeden Monat geben wir ein anderes Werk des klassischen Kanons zum Besten. Auf einer eigens dafür entworfenen Kleinstbühne im Foyer. Aufführungsdauer eine Stunde. Eintrittspreis gering. Bei dem spartenübergreifenden Projekt beteiligen sich Schauspiel, Ballett und Oper. Ausgehend von der grundsätzlichsten aller Fragen des Theaters: Was hat das mit mir zu tun?

Termine folgen

If you steal from an author it’s plagiarism; if you steal from many it’s research

Wilson Mizner

Eine One-Man-Show von und mit Javier Rodríguez Cobos, der bis zur Spielzeit 21/22 Ensembletänzer am Theater Basel war, inspiriert von der Pink-Panther-Filmreihe. Über Physical Theatre, Tanz und Video nähert sich Cobos nicht nur dem tollpatschigen Inspektor Clouseau an, sondern auch anderen Figuren aus dem ersten Pink-Panther-Film: dem Phantom, einem Meisterdieb, der das Pink-Panther-Juwel stehlen will, sowie Clouseaus Frau, die mit dem Phantom unter einer Decke steckt. 

Im ersten Film ‹The Pink Panther› und in den meisten Fortsetzungen wird der Inspektor vom legendären Slapstick-König Peter Sellers verkörpert. Alle Versuche, ihn neu zu besetzen, waren weniger erfolgreich. Der Erfolg dieser Filme lässt sich also scheinbar nicht wiederholen ohne Sellers. Umbesetzungen, Doppelbesetzungen und Neuinterpretationen einer Rolle sind in der darstellenden Kunst und insbesondere in der Tanzbranche sehr üblich und von den Künstler*innen werden immer mehr Kompetenzen und interdisziplinäre performative Fähigkeiten verlangt. Ausgehend vom Motiv des Diebstahls geht Cobos der Frage nach, was Stehlen oder Kopieren in den darstellenden Künsten bedeutet. Gibt es überhaupt noch ein Original oder ist alles irgendwoher geklaut?

 

Die göttliche Late-Night-Show

Menschen und Halbgötter entspannen sich auf der olympischen Couch und sprechen offen über ihr Leben in einem komplizierteren Familiengeflecht – motherhood, sisterhood, womanhood. Gäste des Abends sind Elektra und Klytämnestra.

  • Konzept, Performance, Text – Vera Flück
  • Kostüme – Olivia Lopez Diaz-Stöcklin, Murielle Véya
  • Bühne – Marion Menziger
  • Produktionsleitung – Lena Lappat
  • Dramaturgie – Timon Jansen
  • Technische Betreuung – Maximilian Herber, Christoph Schäufele

Als eine der drei berühmten Opern, die Wolfgang Amadeus Mozart zusammen mit dem Librettisten Lorenzo da Ponte geschrieben hat, gehört ‹Don Giovanni› zu den grossen Meisterwerken des Opernrepertoires. Die Hauptfigur ist der Verführer Don Juan, ein Wüstling, der tut, was ihm gefällt. Ohne Scheu oder Verantwortungsgefühl bringt er das Leben aller, die mit ihm in Kontakt kommen, durcheinander. Was wie ein heiteres Spiel beginnt, entpuppt sich als düstere Geschichte, die auch vor Mord und Missbrauch nicht zurückschreckt.

In der Inszenierung von Lisenka Heijboer Castañon wird dieses «dramma giocoso» in einer kürzeren Fassung auf die Bühne gebracht. Im Mittelpunkt steht nicht die Titelfigur, sondern die anderen Charaktere, die mit Don Giovannis Chaos zu kämpfen haben. Sie suchen auf eigene Weise nach einem Weg, mit dem Trauma umzugehen, das dieser eine Mann verursacht hat. Die jungen Talente des Opernstudios betreten das Spielfeld im Foyer des Theater Basel und erwecken diesen Mozart-Klassiker zum Leben.

Mit:

Künstlerisches Team:

  • Musikalische Leitung – Hélio Vida
  • Regie – Lisenka Heijboer Castañon
  • Bühne – Marion Menziger
  • Kostüme – Mirjam Ophüls
  • Regie-Assistenz und Abendspielleitung – Tilman aus dem Siepen
  • Übertitel – Riku Rokkanen, Anouk Neyens
  • Technische Betreuung – Maximilian Herber, Christoph Schäufele